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UmweltJournal Ausgabe 2019

UmweltJournal Ausgabe 2019

Retouren an Postfach 555, 1008 Wien | Österreichische Post AG | SCIAM Fachmedien GmbH & Co KG, Geblergasse 95, 1170 Wien | Zulassungsnummer: MZ 02Z030100 M U M W E L T T E C H N I K • E N E R G I E • A B F A L L W I R T S C H A F T SEIT 1994 | SEPTEMBER 2019 – AUSGABE 5 | EINZELPREIS: EURO 4,50,- Werden Sie: Marion Mitsch Das Elektrogerät von heute ist der Rohstoff von morgen – doch keine Kreislaufwirtschaft ohne Konsumenten. Seite 5 zertifizierte/r Umweltmanager/in TÜV ® zertifizierte/r Energiemanager/in TÜV ® Info & Anmeldung tuv-akademie.at/umwelt | akademie@tuv.at | +43 5 0454-8000 AUS DEM INHALT Inserat_Umweltjournal_85x42_TÜVAkademie_Umweltmanager_15062019.indd 1 13.06.2019 12:00:22 Kennen Sie Ejvind Pedersen? Er ist eine prominente Persönlichkeit in der Ressourcen-Industrie. Er verwandelt Müllverbrennungsasche in reine Metallfraktionen mit Primärrohstoff-Qualität und beliefert den Automobilsektor mit recycelten Ressourcen – das hat Pedersen nun zum Unternehmer des Jahres in Dänemark gemacht. Jetzt sucht er Kooperationen, die seine Idee in der Welt weiterführen. Seite 10 Die Urlaubszeit ist vorbei … sind auch Sie mit dem Flugzeug weggeflogen und in einem anderen Land von Board gegangen, um Ihren wohlverdienten Urlaub zu genießen? Doch haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, was mit der Tomatensaftdose oder der Sandwichverpackung aus dem Flugzeug passiert? Steigen die mit aus? Was genau hinter der Entsorgungskette für Flugzeugcatering-Müll steckt, erfahren Sie auf Seite 13 STANDPUNKT Das gibt es nur hier, auf dieser Kugel! Jan Kaumanns P.B.B. VERLAGSPOSTAMT A-1170 WIEN Die neue Digitalmarke RIO bietet eine offene, cloud-basierte Lösung für das Transportund Logistik-Ökosystem an. Seite 6 Thema dieser Ausgabe: Im Kreislauf Am Weg zur Bioökonomie … Rudolf Kanzian Der abschließende Entwurf des European IPPC Bureau zu den BVT-Schlussfolgerungen für die Abfallverbrennung. Seite 10 Fotos: FKuR Mit Biokunststoffen Kreisläufe schließen Biobasierte sowie biologisch abbaubare Kunststoffe nehmen im Rahmen der aktuell forcierten Diskussion um die ökologische Sinnhaftigkeit und die Folgen des Einsatzes von Kunststoffen eine noch wenig bekannte Sonderstellung ein. Die FKuR Gruppe, einer der führenden Produzenten von Biokunststoff-Compounds für flexible Verpackungslösungen und technische Anwendungen, bescheinigt beiden Produktgruppen, dass sie ein hohes Potenzial bieten, um die Forderungen aktueller EU-Direktiven zu erfüllen. Warum sollten wir das Klima „retten“ oder „schützen“? Dem Klima ist sein Zustand doch egal! Der Erde ist das Klima ebenso egal. Sie fliegt unbeeindruckt weiterhin um die Sonne. Weil der Eisbär sonst auf einer immer kleineren Eisscholle vor die Kamera von greenpeace treibt? Das hat bisher auch niemanden sonderlich aus der Ruhe gebracht. Weil es wärmer wird? Dafür haben wir doch Klimaanlagen! Umfragen zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung im Westen die Politik und die Industrie gefordert sieht, etwas zu tun. Mehr als 2/3 der Bevölkerung sieht sich nicht in der Pflicht irgendetwas an ihrem Verhalten zu ändern!!! Hier ist massive Aufklärungsarbeit notwendig. Die Politik selbst besteht aus Politikern. Wenn die was an ihrem Lebensstil ändern, gut, aber das ändert im großen Rahmen noch nichts. Die Industrie produziert bekanntlich für den Markt, nicht aus Spaß an der Freud. Der „Markt“ ist die oben erwähnte Bevölkerung. Ändern sich die (Konsum-) Entscheidungen der Bevölkerung (vulgo von Dir und mir), ändert sich die Industrie. Solange wir große SUVs nachfragen, wird die Industrie sie bauen und liefern. Ihr über CO 2 Grenzwerte das indirekt verbieten zu wollen, geht doch am Problem exakt vorbei. Gewerbsmäßiger Betrug und die Bildung krimineller Vereinigungen sind ein anderes Thema. Wir sollten doch unsere Lebensgrundlage nicht zerstören, denn das Leben auf dieser Kugel ist so schön! Nur auf unserer Kugel in diesem Sonnensystem und im bekannten Universum gibt es: Schokolade, Kaffee, Wein, Pfirsiche, Mangos, Bauernbrot, ..., Sonnenuntergänge unter Palmen, Sonnenaufgänge über den Alpen, Mondscheinnächte in der Wüste, ..., kühle Seen zum Reinspringen, Berge zum Skifahren, Atolle zum Tauchen, Flüsse zum Fischen, ...! Welcher Idiot würde das denn bitte zerstören wollen?! Patrick Wagenhofer pw@wagenhofer-ee.com Zwei erprobte Wege zu reduzierter Umweltbelastung: Während sich die biobasierten Kunststoffe, oft in Form von Drop-in-Produkten für ihre erdölbasierten Pendants, für die stoffliche Wiederverwertung eignen, sind die biologisch abbaubaren Kunststoffe für das organische Recycling ausgelegt. Ein zentraler Punkt des im Dezember 2015 veröffentlichten EU-Aktionsplans „European Commission Circular Economy Package“ ist der Wechsel vom linearen Wirtschaftsmodell zur Kreislaufwirtschaft. Darauf aufbauend, erarbeitete die Kommission Anfang 2018 eine europäische Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft „EU Strategy for Plastics in the Circular Economy“. Nach diesen Plänen sollen ab 2030 alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein und der Verbrauch von Einwegkunststoffen reduziert werden. Für Patrick Zimmermann, Leiter Vertrieb & Marketing von FKuR, spielen Biokunst- stoffe eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der EU-Richtlinien: „Nachhaltige Konzepte lassen sich insbesondere mit Drop-in- Biokunststoffen gleich auf zweifache Weise umsetzen, denn zum einen besteht ein Produkt aus Biokunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen und zum anderen kann es nach Gebrauch über bestehende Recyclingsysteme dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden. Somit werden nicht nur fossile Ressourcen gespart, Verpackungen beispielsweise werden darüber hinaus zu einem kostbaren Werkstoff zur Herstellung von anderen Produkten.“ Für Biokunststoffe erweisen sich dabei sowohl stoffliches als auch organisches Recycling als sinnvoll. Das für herkömmliche (erdölbasierte) Kunststoffe etablierte, ressourcensparende werkstoffliche Recycling ist auch für die biobasierten, oft als direktes Drop-in-Produkt eingesetzten Alternativen (wie Bio-PE oder Bio-PET) nutzbar. Rezyklate gelangen sooft zurück in den Wertstoffkreislauf, bis Fotos: FKuR daraus hergestellte Produkte aus unterschiedlichen Gründen letztendlich einer energetischen Verwertung zugeführt werden müssen. So lässt sich aus biobasierten Kunststoffen erneuerbare Energie gewinnen, die kein zusätzliches CO 2 produziert – ein geschlossener Kreislauf.

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