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UMWELT JOURNAL 2021-4

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UMWELT JOURNAL Nr. 4/2021 mit den Themen: Grundwasser, Renaturierung, Ökosoziale Steuerreform in Österreich, Recycling, Deponietechnik, Recy & DepoTech, Wärmespeicher, Tools für die Smart City, Kreislaufwirtschaft, Grüne Logistik, Energie, ECOMONDO, Key Energy, Green Finance, Ausbildungen, Seminare, Sonderausgaben

UMWELTjournal 4/2021 | S20 Wärmespeicher: Giganten im Untergrund Wasser ist als Energiespeicher unschlagbar: Es kostet fast nichts, ist ungiftig und in Mitteleuropa fast überall verfügbar. Doch wer auf diese Art große Mengen Wärme über Monate speichern will, braucht viel Platz. Das Projekt giga_TES hat untersucht, wie das gehen kann – mit abgedeckten Erdbeckenspeichern, die bis zu 2 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Text: Wim van Helden Wasser ist als Energiespeicher unschlagbar: Es kostet fast nichts, ist ungiftig und in Mitteleuropa fast überall verfügbar. Doch wer auf diese Art große Mengen Wärme über Monate speichern will, braucht viel Platz. Das Projekt giga_TES hat untersucht, wie das gehen kann – mit abgedeckten Erdbeckenspeichern, die bis zu 2 Millionen Kubikmetern Wasser fassen. Die Physik ist denkbar simpel. Ein Kubikmeter Wasser, den man von 30 auf 60 °C erwärmt, nimmt dabei knapp 35 Kilowattstunden thermische Energie auf. Wer also zum Beispiel ein Viertel des jährlichen Bedarfs der Stadt Wien (6.280 GWh) bevorraten will, braucht einfach 45 Millionen Kubikmeter Wasser. Man sieht: Auch wenn die Physik einfach ist, ist die praktische Umsetzung eine Herausforderung. Wo bringt man eine solche Menge Wasser in einer Großstadt unter? Wie tief kann ein unterirdischer Speicher sein? Wie baut und stabilisiert man ihn? Wie dämmt man die Wände, damit das Speicherwasser warm und das Grundwasser kalt bleibt? Wie deckt man den Speicher von oben ab? Und wie kann diese Oberfläche sinnvoll genutzt werden - insbesondere in Ballungsräumen? An Antworten auf diese und weitere Fragen haben 18 Partner im Projekt giga_TES in den vergangenen drei Jahren gearbeitet. Als Leitprojekt des österreichischen Klima- und Energiefonds hatte giga_TES ein Budget von mehr als vier Millionen Euro bei einer Industriebeteiligung von mehr als 50 Prozent. AEE INTEC koordinierte das Gesamtprojekt. Große Erdbeckenspeicher sind bereits aus däni-

ViaGard - Gewässerschutzfilter + Technischer Filter geprüft nach Ö-Norm B2506-3 + Entfernung bzw. Reduzierung von AFS, Schwermetallen, Pestiziden, PAK und MKW + Einfacher Filtertausch und Filteraufbau schen Wärmenetzen mit hohem Solaranteil bekannt. Der aktuell größte Erdbeckenspeicher in Vojens, Dänemark, fasst 210.000 m3 Wasser. Das entspricht rund 25 Prozent des Wärmebedarfs der Kleinstadt mit ihren knapp 8.000 Einwohnern. Giga_TES untersuchte Speicher zwischen 100.000 und zwei Millionen Kubikmetern. Für diese Größenordnung mussten die Projektpartner anhand von Modellrechnungen und Materialentwicklungen erst einmal die notwendigen Grundlagen schaffen. Die Anwendungsszenarien umfassten zwei Speichergrößen (100.000 und 1,2 Millionen Kubikmeter) und zwei Temperaturniveaus (max 90°C/min 60°C und max 60°C/ min 30°C). In den Szenarien soll Wärme aus Solarthermie oder Geothermie vom Sommer bis in den Winter gespeichert werden. CaviLine - der begehbare Sickertunnel aus Beton + Hohe Stabilität - mit LKW befahrbar + Gesamte Anlage zugänglich nach DGUV Regel 103-003 + Beton ist ökologisch, robust und langlebig www.mall-umweltsysteme.at

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