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UMWELT JOURNAL 2020-2

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UMWELT JOURNAL 2/2020 (veröffentlicht: 30.04.2020) Themen: FEMtech-Expertin des Monats, Ende der Kohlekraft in Österreich, Rekordjahr für Windkraft, Photovoltaik-Ausbau in Österreich, Post fährt mit Solar-Lkw, E-Mobilität in Österreich, Kreislaufwirtschaft, Regenwasser versickern, Pellets speichern, Umwelttechniker gesucht, Condition Monitoring Systeme (Dekanterzentrifugen), Modernes Wohnen, Bibliothek, Ausbildungen, Seminare.

UMWELTjournal 1/2020 | S24 Schwedenbomben, Manja und Swedy erhalten rePET-Verpackung Niemetz Schwedenbomben und die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) verpassen den Schwedenbomben einen ressourcenschonenden Produktschutz: Nachhaltig, umweltfreundlich und ohne neues Plastik in den Kreislauf zu bringen. Bestätigt wird das Vorzeigeprojekt von c7-consult: Die Ökobilanz der Schwedenbomben-Verpackung verbessert sich um 32 Prozent. Das heimische Traditionsunternehmen Niemetz Schwedenbomben ist Vorreiter bei nachhaltigen Verpackungen im Genussmittelbereich: Seit Ende April werden Schwedenbomben, Manja und Swedy in den neuen rePET Verpackungen erstmalig an den Handel ausgeliefert. „Die richtige Verpackung ist ein wesentlicher Faktor der Erfolgsgeschichte der Niemetz Schwedenbomben. Der Schwedenbomben-Blister ist Kult und seit mehr als 50 Jahren unverändert sowie einzigartig. Mit dem Umstieg auf rePET ist es uns gelungen, Produktschutz, Nachhaltigkeit, Markennostalgie und Einzigartigkeit zu verbinden. Dies gilt für alle Produkte aus unserem Haus, so wird auch für Manja und Swedy ab sofort rePET verwendet. Wir werden kein Gramm neues Plastik in Umlauf bringen“, so Gerhard Schaller, Geschäftsführer Niemetz Schwedenbomben. Nach erfolgreicher Umsetzung von 100% rePET bei Getränkeverpackungen ist es Niemetz mit der ARA jetzt gelungen, auch im Bereich Lebensmittelverpackungen mit besonders hohen Anforderungen Zeichen zu setzen und nimmt so die Vorreiter-Rolle für sich ein. Circular Design als „Game Changer“ Das Kreislaufwirtschaftspaket der EU mit seinen anspruchsvollen Zielen bis 2025 stellt hohe Anforderungen an Produktion, Produktgestaltung und Verpackungen. Unternehmen sind gefordert und verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen. ARA Vorstand Christoph Scharff erklärt: „Vor allem bei Kunststoffverpackungen müssen wir in jeder Hinsicht besser werden und bis 2025 die Recyclingleistung, die wir in 25 Jahren erreicht haben, verdoppeln – eine gewaltige Herausforderung. Wir brauchen also mehr Quantität bei besserer Qualität. Circular Design ist ein wichtiger Beitrag, diese Vorgaben zu erreichen. Das heißt: Jedes Unternehmen ist jetzt gefordert – und muss zeitnah andere, besser verwertbare Verpackungen in den Handel bringen. Wir sind stolz, dass wir unsere Expertise im Bereich Circular Design bei Niemetz einbringen konnten. Circular Design heißt auch, Verantwortung zu übernehmen.“ Im Unternehmensbereich „ARA Circular Design“ ist die entsprechende Kompetenz gebündelt, Kunden umfassend zum Thema zu beraten. Denn die Nachfrage nach Lösungen für ressourcenoptimierte und recyclingfähige Verpackungen ist groß. Die ARA Experten wissen, welche Verpackungen in der Sammlung, Sortierung oder Verwertung Schwierigkeiten machen und welche reyclinggerecht funktionieren und damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ökobilanz: 32% weniger CO2-Belastung Roland Fehringer von c7-consult, Experte für Ökobilanzierung und Nachhaltigkeit, hat die ökologische Performance der neuen rePET Blisterverpackung untersucht und mit alternativen Verpackungsmaterialien verglichen. Die Resultate sind eindeutig: Die neue rePET Blisterverpackung zeigt bei allen untersuchten Umweltauswirkungen deutliche Vorteile. Bei der CO2-Belastung, dem sogenannten Carbon Footprint, schneidet die Blisterverpackung aus rePET um 32 Prozent besser ab als die derzeitige Blisterverpackung aus PET. Ob Klimawandel, saurer Regen, schlechte Luft oder Algenbildung in Gewässern, die neue rePET Blisterverpackung verursacht um bis zu

85 % geringere Umweltauswirkungen als ihre Alternativen. Die Gründe dafür erklärt Roland Fehringer wie folgt: „Kunststoffe sind leichter als andere Packstoffe, man benötigt daher weniger Material und Sekundärrohstoffe sind ökologischer als Neumaterial. Die neue rePET- Blisterverpackung für Niemetz Schwedenbomben kombiniert beide Vorteile.“ „Eine ressourceneffiziente Verpackung vermeidet Umweltbelastungen bei Produktion und Entsorgung ebenso wie durch beschädigte oder verdorbene Ware. Lebensmittel sind kostbar. Deshalb ist bei der Verpackungsgestaltung auch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein wichtiger Aspekt“, erklärt Christoph Scharff. „Es wird von uns kein Gramm neues Plastik in Umlauf gebracht, sondern durch Circular Design wird bereits vorhandenes Plastik wiederverwendet. So erhalten die Einzigartigkeit der Verpackung und schonen die natürlichen Ressourcen bestmöglich. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“, so Gerhard Schaller. Christoph Scharff ergänzt: „Die Europäische Union hat die Richtung vorgegeben. Jetzt liegt es an uns allen, zirkuläres Denken zu fördern und innovative Maßnahmen zu implementieren, mit denen wir die Kreislaufwirtschaft stärken. Circular Design kann dabei ein Game Changer sein.“ Über Niemetz Schwedenbomben® 1926 erfand der Wiener Zuckerbäckermeister und Patissier Walter Niemetz gemeinsam mit Ehefrau Johanna die berühmten Schwedenbomben. Die Rezeptur ist bis heute unverändert und streng geheim. Die Schokoschaumküsse aus dem Traditionshaus Niemetz sind am österreichischen Markt führend. Die Schwedenbomben sind ein Frischeprodukt und seit 2014 Teil der FAIRTRADE-Familie. Neben der Traditionsmarke Niemetz Schwedenbomben® hat die Schokoladen- und Süßwarenmanufaktur in der über 120-jährigen Tradition weitere beliebte Markenprodukte wie Manja®, Swedy® und das Mozartpolsterl® auf dem Markt etabliert. Alle Produkte werden zur Gänze in Wien produziert. Per 14. Juni 2013 erfolgte die nahtlose Übernahme des Traditionsunter-nehmens durch die Schweizer Heidi Chocolat AG, am 17. Juni 2013 wurde erstmals unter der neuen Leitung produziert. Seit 2015 befindet sich die Produktion und der zweite Schwedenbombenshop am neuen Standort in Wr. Neudorf. Insgesamt betreibt Niemetz neun eigene Shops in Wien, Nieder-österreich und Oberösterreich.

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