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Umwelt Journal 2020-1

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UMWELT JOURNAL 1/2020 (veröffentlicht: 31.01.2020) Themen: Kreislaufwirtschaft, IFAT 2020, Energiesparmesse Wels, Bauen & Energie Wien, E-world Essen, Regierungsprogramm Österreich - Umwelt, Living Standards Award 2020, Abfallentsorgung, Gasturbinen, Bibliothek, Personalia, Seminare.

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UMWELTjournal 1/2020 | S28 Living Standards Award 2020: Lösungen, Ideen und Zukunftstechnologien Auszeichnungen in fünf Kategorien zeigen die Wichtigkeit und den Nutzen von Standards in allen Bereichen des täglichen Lebens: von innovativer Ladetechnologie für das smarte Leben über sauberes Grundwasser für den Klimaschutz bis hin zum Kampf gegen den Elektroschrott. © A.S. T. M. Laimgruber ELISABETH STAMPFL-BLAHA DIREKTORIN, AUSTRIAN STANDARDS Der "Living Standards Award" ist der bedeutendste österreichische Preis für Standardisierung und Innovation und wurde heuer bereits zum sechsten Mal vergeben. Er zeichnet Erfolgsgeschichten rund um innovative Lösungen, exportfähige Ideen und Zukunftstechnologien aus. Die diesjährigen Preisträger sind: Easelink GmbH, R.U.S.Z GmbH, LOGICDATA Electronic & Software Entwicklungs GmbH und FH Technikum Wien sowie eine Arbeitsgemeinschaft aus Universität für Bodenkultur Wien, Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie die Mall GmbH. Im Rahmen des Neujahrsempfangs am 23. Jänner 2020 wurden sie für die vorbildliche Anwendung und Entwicklung von Standards ausgezeichnet. Die Preisverleihung bildete gleichzeitig den Auftakt zum 100-Jahr-Jubiläum von Austrian Standards. "Die Beispiele unserer Preisträger zeigen den hohen Nutzen, den Standards für unser modernes Leben haben. Standards werden im Dialog zwischen Herstellern, Anwendern, Behörden und Forschern erarbeitet und laufend weiterentwickelt. Sie spiegeln wider, was Produkte oder Dienstleistungen sicher und fortschrittlich funktionieren lässt", freut sich Stampfl-Blaha, Direktorin von Austrian Standards. Fünf verschiedene Award-Kategorien "Der in Standards enthaltene Wissensschatz liefert Unternehmen einen entscheidenden Vorsprung für den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Produkte und Dienstleistungen. Zusätzlich wird damit ermöglicht, dass Österreich bei globalen Herausforderungen wie Klimaschutz, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz gut Schritt halten kann", sagte Elisabeth Stampfl- Blaha, Direktorin von Austrian Standards. In insgesamt fünf Award-Kategorien wurden Best-Practice-Beispiele ausgezeichnet, welche die vielfältigen Anwendungsgebiete von Standards erkennen lassen: Enabling Solutions: Standards helfen dabei, die Qualität von Produkten bzw. Dienstleistungen zu verbessern, wichtige Schnittstellen zu erzeugen und Produktions- bzw. Arbeitsabläufe sicherer sowie Prüfungsmethoden & Messverfahren effizienter zu gestalten. Reaching International Markets: Standards helfen dabei, österreichische Produkte oder Dienstleistungen auf neuen Märkten auszurollen, und stellen gleichzeitig deren Kompatibilität für internationale Märkte sicher. Auch die Zusammenarbeit mit internationalen Lieferanten vor Ort wird verbessert. Developing Future Technologies: Standards sind Motor für Innovationen und Brücke zum Markt. Mit ihrer Hilfe werden Entwicklungszeiten verkürzt und Forschungsergebnisse schneller in innovative Produkte umgesetzt sowie Forschungs- und Innovationsprozesse gefördert. IEEE-Standards: IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers IEEE) als weltweit größte technische Berufsorganisation von Ingenieuren und Wissenschaftlern in der Elektrotechnik und Elektronik ist heuer erstmals Partner des „Living Standards Award“ und vergibt einen Preis für die innovative Anwendung eines IEEE-Standards. GS1-Standards: Zum zweiten Mal vergibt GS1 Austria in Kooperation mit Austrian Standards einen Preis für ein Unternehmen, das Supply Chains schneller, sicherer und effizienter macht. Sauberes Grundwasser für den Klimaschutz Gummiabrieb, Mineralöl, Schwermetalle und weitere Problemstoffe landen auf Österreichs Straßen und versickern bis ins Grundwasser. Ein

© Philipp Lipiarski Gemeinschaftsprojekt des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT), der Universität für Bodenkultur (Department für Wasser, Atmosphäre und Umwelt) und der Mall GmbH untersuchte in einer Studie, welches Filtermaterial sich zum Schutz des Grundwassers eignet und definierte Grenzwerte. Die Ergebnisse aus dem Projekt flossen in die ÖNORM B 2506-3 ein, die Anforderungen und Prüfmethoden zur Reinigungsleistung von Filtermaterialien in Wasserentsorgungsanlagen festlegt. Indem sichergestellt wird, dass ablaufendes Regenwasser beim Eindringen in den Untergrund gereinigt wird, leistet die ÖNORM B 2506-3 einen wertvollen Beitrag zur Erreichung von UN-Nachhaltigkeitszielen. Das Gemeinschaftsprojekt zeigt, wie durch Standardisierung Forschungsergebnisse rasch und zum Vorteil von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in der Praxis genutzt werden können. Kampf dem Elektroschrott Ein wichtiger Aspekt von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft ist, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern. Das Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z im 14. Bezirk in Wien ist die größte unabhängige Reparaturwerkstätte für Elektro- und Elektronikgeräte in Österreich. Techniker des R.U.S.Z haben ihre jahrzehntelange Erfahrung und ihr technisches Knowhow in die Entwicklung einer Richtlinie für langlebige und reparaturfreundlich konstruierte Geräte eingebracht, die ONR 192102: 2014 ("Gütezeichen für langlebige, reparaturfreundliche Elektro- und Elektronikgeräte"). Diese wurde im Komitee JTC 10 von CEN/CENELEC als Grundlage für die Europäische Norm EN 45554 ("Energieverbrauchsrelevante Produkte - Materialeffizienzaspekte für Ökodesign") herangezogen. Derzeit ist das R.U.S.Z Teil eines Konsortiums, das im Rahmen des Horizon-2020-Projekts "PROMPT" Testmethoden entwickelt, um die Lebensdauer von Elektro- und Elektronikgeräten bereits vor dem Markteintritt einheitlich bewerten zu können. Das soll helfen, vorzeitige Überalterung von Geräten zu verhindern. Die Ergebnisse werden in die Ökodesign-Richtlinie einfließen, die ab 2025 sicherstellt, dass kurzlebige Elektrogeräte in der EU nicht mehr angeboten werden dürfen. Smarte Ladetechnologien 2019 wurden in Österreich mehr als 9.000 Elektro-PKW neu zugelassen, Tendenz steigend. Das Grazer Unternehmen Easelink hat mit Matrix Charging® eine innovative Ladestation für E-Autos entwickelt, die aus zwei Teilen besteht: Sobald ein Auto über einem sogenannten Ladepad geparkt wird, wird dieses mit dem im Unterboden des Fahrzeugs installierten Matrix-Ladeanschluss verbunden. Nachdem Ladepads bündig in die Fahrbahn integriert werden können, eignet sich die Technologie für den Einsatz auf öffentlichen Parkplätzen genauso wie für die eigene Garage zu Hause. Um die Funktionalität und Sicherheit zu gewährleisten, waren Standards wie der weltweit gültige Sicherheitsstandard ISO 26262 ("Funktionale Sicherheit elektrischer/elektronischer Systeme in Straßenfahrzeugen") eine wichtige Grundlage im Entwicklungsprozess. Damit diese innovative Ladetechnologie in Zukunft herstellerübergreifend und überall eingesetzt werden kann, braucht es standardisierte Schnittstellen. Easelink wird einen solchen Standard auf internationaler Ebene maßgeblich mitgestalten. Smart Living Lab Die Fachhochschule Technikum Wien beschäftigt sich seit zehn Jahren mit Smart Homes und unterstützenden Technologien, die sowohl älteren Menschen als auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein hohes Maß an Autonomie im Alltag ermöglichen. Seit Mai

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