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Umwelt Journal 2020-1

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UMWELT JOURNAL 1/2020 (veröffentlicht: 31.01.2020) Themen: Kreislaufwirtschaft, IFAT 2020, Energiesparmesse Wels, Bauen & Energie Wien, E-world Essen, Regierungsprogramm Österreich - Umwelt, Living Standards Award 2020, Abfallentsorgung, Gasturbinen, Bibliothek, Personalia, Seminare.

UMWELTjournal

UMWELTjournal 1/2020 | S14 Regierungsprogramm von Türkis-Grün deutlich erkennbar, etliche Abschnitte auf dem Weg zur angepeilten Klimaneutralität Österreichs 2040 liegen dennoch im Nebel. "100 Prozent Strom aus Erneuerbaren bedeutet einen Zubau von rund 27 TWh (eine Terawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden)", steht in dem Programm. Und weiter: "Zielsetzung ist, bis 2030 eine Photovoltaik-Erzeugungskapazität von elf TWh zuzubauen, bei Wind beträgt das Ausbauziel zehn TWh, bei Wasserkraft fünf TWh (wobei eine am ökologischen Potenzial orientierte Aufteilung zwischen Kleinwasserkraft und Großwasserkraft vorzunehmen ist) und bei Biomasse bei einer TWh." © Thomas Max Müller / pixelio.de Was sich auf dem Papier sehr flüssig und schlüssig liest, kommt in der Realität aber kantig an, zumal der Zeitdruck sehr groß ist. Am Beispiel der Photovoltaik: Um das Ausbauziel bei Sonnenenergie zu schaffen, müsste ab nun alle drei bis vier Minuten eine Solaranlage in Österreich neu ans Netz, und das im Zeitraum bis Ende 2030. Die Realität sieht so aus, dass in Österreich zuletzt 10.000 bis 12.000 Photovoltaik-Anlagen installiert wurden – pro Jahr. Da war alles dabei, von ganz kleinen Anlagen bis zu größeren mit einer Leistung bis zu 200 Kilowatt (kW), die über die Oemag (Abwicklungsstelle für Ökostrom) unterstützt werden, und solchen bis zu 500 kW, die Investitionsförderungen erhalten. Das entspricht einem Zwölftel dessen, was notwendig wäre. Wie das ehrgeizige Ziel dennoch erreicht werden soll, lässt das Regierungsprogramm unbeantwortet.

Ökostrom-Ausbau Der Ausbau soll jedenfalls "unter Beachtung strenger Kriterien in Bezug auf Ökologie und Naturverträglichkeit erfolgen". Das ist zwar löblich, wird den Zubau etwa bei Windrädern und Wasserkraftanlagen aber auch nicht einfacher gestalten, wenn man an den zunehmenden Unmut in Kreisen betroffener Bevölkerungsgruppen denkt. Anders als bisher soll es beim Ausbau der erneuerbaren Energien, einem der Eckpfeiler zur Vermeidung klimaschädlicher CO ² -Emissionen, kein Stop-and-go aufgrund jährlich festgelegter Kontingente geben, sondern einen kontinuierlichen Ausbau auf einem Zehnjahrespfad. Davon ausgenommen ist aber die Förderung von Speichern im Zusammenhang mit PV-Anlagen. Dabei soll auch mehr Geld fließen, Geld im Übrigen, das nicht aus dem Budget kommt, sondern von den Österreicherinnen und Österreichern über den Ökostromzuschlag in der Stromrechnung bezahlt wird. Wörtlich heißt es im Regierungsprogramm: "Im dreijährigen Mittel darf dabei ein Jahresmaximum von einer Milliarde Euro nicht überschritten werden." Zuletzt ist das Unterstützungsvolumen auf 570 Millionen Euro pro Jahr gesunken, was dem höheren Strompreis im Großhandel geschuldet war. Es gab aber auch Zeiten, in denen das Unterstützungsvolumen deutlich über 800 Millionen Euro pro Jahr hinausgeschossen ist. Erneuerbare Energie Für das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, in dem sich die Vorgaben materialisieren sollen, sind die Vorgaben eindeutig: "Die Unterstützung erfolgt mit einem Fokus auf einen Mix aus Investitionsförderungen und gleitenden Marktprämien." Das heißt, je höher der Preis für Strom an der Börse ist, desto geringer fällt die Prämie aus, je niedriger der Marktpreis, desto höher die Prämie. Und: Die Laufzeiten für die Gewährung der Marktprämien werden generell auf 20 Jahre ausgedehnt. Zur Erinnerung: Die derzeit geltenden Einspeisetarife werden im Durchschnitt 13 Jahre lang ausbezahlt, in Deutschland sind es sogar 20 Jahre. EEffG wird nachgeschärft Um den zusätzlichen Strombedarf beim Umbau auf erneuerbare Energien trotz Ausbaus der E-Mobilität zu minimieren, soll auch das Energieeffizienzgesetz nachgeschärft werden. Dabei will man aber bei der zuletzt stark kritisierten Verpflichtung der Lieferanten bleiben, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu setzen. Die Einsparverpflichtung soll um die Möglichkeit einer Ersatzzahlungsleistung in einen Fonds ergänzt werden. UNSERE TOP-SPEAKER (Auszug) LOGBUCH 2030 Öl und Kohle Bei Öl und Kohle soll es in der Raumwärme zu einem gestaffelten Phaseout kommen. Dieses gilt laut Regierungsprogramm ab 2020 in Neubauten und ab 2021 bei Heizungswechsel. Kessel, die älter als 25 Jahre sind, müssen ab 2025 ausgetauscht werden. Ab 2035 sollen sämtliche Kessel der Vergangenheit angehören. Im Neubau sollen zudem ab 2025 keine Gaskeswww.qualityaustria.com/forum2020 Jetzt anmelden! sel mehr zulässig sein. Allerdings sollen Härtefälle abgefedert werden. Kein "Ausverkauf" von Wasser Ein wichtiges Thema – gerade in Österreich – ist die Ressource Wasser. Dieses wird von der neuen Regierung offenbar ebenfalls ernst genommen. Dem Wasser wird im jetzt vorliegenden Regierungsprogramm nämlich gleich ein ganzes Unterkapitel gewidmet. Dieses beginnt mit dem Vorhaben: "Kein Ausverkauf der Ressource Wasser." 26. qualityaustria Forum 18. März 2020 | Salzburg v.l.n.r.: Thomas Maurer | Laura Winterling | Leo Martin Vertrauen stiften – Veränderung gestalten bezahlte Anzeige Umweltjournal_90x180_Forum2020.indd 1 21.01.2020 18:10:50

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