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retail 2017-04

— storys Klarna weiter

— storys Klarna weiter auf Erfolgskurs Klarna, DACH-Marktführer im Online-Payment-Markt, blickt auf ein rasantes Geschäftsjahr 2017 zurück. Für schnelles Wachstum ist der schwedische Zahlungsdienstleister bekannt, erst vor zwölf Jahren begann das Unternehmen mit nur drei Mann. Die heute rund 1.700 Klarna-Mitarbeiter haben aber auch in diesem Jahr dafür gesorgt, dass das Unternehmen weiter wächst. So eröffnete Klarna die Firmenzentrale in München, übernahm den direkten Wettbewerber BillPay und schloss eine Kooperation mit Kreditkartenanbieter VISA. Ebenfalls im Jahr 2017 verkündete Klarna den Erwerb einer Banklizenz und einen neuen Look: „Nach den Veränderungen der vergangenen Jahre, die mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Klarna-Produkte und -Dienstleistungen einhergingen, war es nun auch Zeit für eine optische Veränderung“, erklärt Christian Renk, CEO Klarna Austria. Im Zuge des Re-Brandings wurde das Produkt Sofort (ehemals SOFORT Überweisung) der Dachmarke Klarna untergeordnet. Damit gibt die Klarna Group Kunden die Möglichkeit, aus mittlerweile vier Zahlungsmethoden zu wählen: Klarna Rechnung, Ratenzahlung (aktuell verfügbar in Deutschland, Skandinavien und USA), „Sofort“ oder Klarna Lastschrift. Bis dato war Letzteres nur durch die Integration des Klarna Checkouts möglich. Ab sofort kann die Bezahlmethode Lastschrift auch über die neue Klarna Payments API eingebunden werden. Mit der Erweiterung des Produktportfolios kommt der Payment-Dienstleister dem Ziel, das Bezahlerlebnis für Käufer und Händler zu revolutionieren, wieder ein Stück näher. Christian Renk, CEO Klarna Austria IMPORT INFORMATION HUB AUSTRIA Chancen durch internationale Beschaffung Kommunikations- und Informationsplattform Anlaufstelle für heimische KMU, Österreich-Divisions von Großunternehmen sowie ausgewählte globale Exporteure Vernetzung, Austausch und Expertise durch Events Themenschwerpunkte: Vertragsrecht & Regulative, Einkauf & Internationale Beziehungen, Globale Standards, Digitalisierung, Internationale Wertschöpfungsketten, Nachhaltigkeit Ausführliche Informationen unter www.importaustria.at GEFÖRDERT VON IN KOOPERATION MIT 26 — Dezember 2017

— storys Die neue Öl-Krise Palmöl. Panikmache oder Verharmlosung? Die Debatte um eine mögliche Gesundheitsgefährdung verunsichert Konsumenten. Das Sortiment im Handel hat sich bereits verändert. Das Pflanzenfett Palmöl, Zutat in Mehlspeisen, Schokolade und Margarine, bestimmt seit Monaten die Schlagzeilen. Die Debatte um gesundheitliche Bedenken des Öls läuft aufgeheizt, divergierende Wortmeldungen verunsichern Konsumenten. „Das Thema muss differenziert betrachtet werden. Fest steht: Lebensmittel mit Palmöl sind gesundheitlich unbedenklich. Konsumenten sollten aber aus ökologischen Gründen möglichst wenige Produkte mit Palmfett essen“, sagt Regine Schönlechner vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Universität für Bodenkultur. Schließlich müssen für die Palmplantagen wertvolle Regenwälder weichen. Das heißt, ein Croissant mit Nutella macht den Konsumenten nicht krank, sollte allerdings nicht täglich auf dem Teller liegen. Ausschlaggebend für die hohe Verbreitung im heimischen Food-Sektor ist ausgerechnet eine Gesundheitsverordnung: „Wir verwenden deshalb so viel Palmöl, weil der Gehalt von Transfetten in Lebensmitteln aufgrund ihrer gesundheitsgefährdenden Wirkung gesetzlich auf zwei Prozent gesenkt wurde“, so Schönlechner. Gesetzliche Regelungen ab 2018 Die Industrie fand im Palmfett eine natürliche, gute und vor allem günstige Alternative, die allerdings bei der Raffination Schadstoffe (Glycidyl-Fettsäureester, 3-MCPD) aufweist. Das Fehlen von Grenzwerten für diese war der eigentliche Anlass für die Produkttests von Greenpeace, welche die jüngste Debatte angeheizt hatten. Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Risikostoffe sind auch in Fetten wie Raps- und Sonnenblumenöl vorhanden, jedoch in geringeren Gehalten. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat Regeln für Glycidil-Grenzwerte beschlossen, die ab 2018 gelten. Eine Reduktion der MCPD-Gehalte ist demnächst geplant. In Österreich erarbeitet die Nationale Ernährungskommission derzeit Empfehlungen für Personen mit hohem Palmöl-Konsum, das AMA-Gütesiegel gibt es fortan nur für Palmöl-freie Produkte. Belastete Produkte bleiben ausgelistet Mangels aktueller gesetzlicher Vorgaben ist der heimische Handel als Reaktion auf die schlechten Test-Ergebnisse im Sinne des Verbraucherschutzes aktiv geworden. Die künftigen Grenzwerte sollen streng kontrolliert werden. „Mondelez hat reagiert und eine neue Produktcharge Erdbeerschokolade mit einem anderen Palmöl, das weniger belastet ist, produziert. Dieses haben wir seit Ende Oktober im Sortiment. Mit Unilever haben wir noch keine Lösung gefunden“, sagt Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Rama Würfel verkauft Spar bis auf Weiteres nicht. Bei Rewe (Billa, Merkur) sucht man Milupa Brotstangerl und Tante Fanny Mürbteig derzeit vergeblich, Landleben Backerbsen gibt es mit neuer Rezeptur. Der Konzern forciert wie viele Mitbewerber auch sein Palmöl-freies Angebot. „Bei Ja! Natürlich setzen wir weitgehend auf heimisches Sonnenblumenöl aus biologischem Anbau. Bei Nougatcreme, Keksen, Kinderriegeln oder Müsliriegeln verzichtet Ja! Natürlich bereits zur Gänze auf Palmöl, nur mehr zwei von 1.300 Produkten enthalten welches“, so Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher. Dafür brauche es allerdings entsprechende Nachfrage und Änderungen im Konsumverhalten. ▪ Christiane Kaiser-Neubauer Platz da für die Palmöl-Plantage: In der Nähe von Kuching (Malaysia) roden Bagger einen tropischen Regenwald. Die ökologischen Schäden, die Palmöl verursacht, sind größer als die gesundheitlichen. Fotos: shutterstock/mrfiza; Rich Carey Dezember 2017 — 27

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