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RETAIL 04/2020

Zeitschrift RETAIL Ausgabe 4/2020 vom österreichischen Handelsverband

AKTUELL MITGLIED

AKTUELL MITGLIED ZWISCHEN NOSTALGIE UND DIGITALISIERUNG Datenroaming und Google Maps erleichtern viele Wege. Aber nicht überall ist das Internet kostenfrei zugänglich und der Empfang ausreichend. Das haptische Pendant zur Online-Navigation überdauert bei freytag & berndt bereits 250 Jahre und erfährt derzeit einen neuen Aufschwung. Kartografie klingt verstaubt und etwas altmodisch? Dass Wanderkarten, Straßenkarten und Stadtpläne nicht mehr zeitgemäß wären, kann die seit 1770 als „Artaria & Compagnie“ in Wien gegründete Traditionsmarke freytag & berndt guten Gewissens dementieren. Ganz im Gegenteil: Auch im 250. Jubiläumsjahr des Unternehmens steigen die Zahlen, denn besonders jene Reisende, die es in die analoge Ferne oder Höhe zieht, verlassen sich nicht selten lieber auf Papier. Und davon hat der Kartenspezialist genug. Beinahe 70 Prozent der Welt – exakt 134 Länder – wurden von einem 50-köpfigen Kartografen-Team erfasst. Die erste Touristen-Wanderkarte kam im Jahr 1888 auf den Markt. Seitdem wuchs das Sortiment auf 2.900 verlagseigene Produkte und 660.000 verkaufte Karten jährlich bei einer weltweiten Abdeckung an. Besonders in Österreich punktet der Verlag mit einem flächendeckenden Kartennetz und ist damit Marktführer in Österreich, aber auch in den österreichischen Nachbarländern Tschechien und Slowakei. KONSTANTER WANDERBEGLEITER Dass sich der Markt seit dem Gründungsjahr mit voranschreitender Digitalisierung verändert hat, bekam die Firma freytag & berndt in den letzten Jahren zu spüren. Mit Bildbearbeitungsprogrammen und digitalen Karten reagierte das Traditionsunternehmen bereits vor knapp zehn Jahren auf die veränderte Nachfrage. Immer mehr Karten werden inzwischen digital ausgeliefert und die Outdoor-App PhoneMaps 250jähriges Jubiläum freytag & berndt ist ein Kartographie-Spezialist mit nachhaltiger Erfahrung und Innovationsgeist Carl Rauch Geschäftsführer von freytag & berndt Kontakt freytag & berndt Österreich office@freytagberndt.com Tel.: +43 1 8699090 www.freytagberndt.com Freytag-Berndt und Artaria KG Gegründet: 1770 Mitarbeiter in Österreich: 60 Mitarbeiter europaweit: 160 verzeichnet mehr als eine Million Downloads in vielen europäischen Ländern. Nicht zuletzt kurbelte jedoch auch der gegenwärtige Outdoor-Boom den Verkauf von Wanderkarten an. Für freytag & berndt sowie seine Retailer ist dies natürlich eine positive Entwicklung. Die Produkte des Kartenspezialisten ergänzen das Warenangebot etwa des Sporthändlers Gigasport ideal. „Neben unserem umfangreichen Outdoor-Sortiment greifen die Kundinnen und Kunden immer öfter auch zu den Karten von freytag & berndt. Sie ergänzen das Equipment perfekt und bieten eine ideale Planungsgrundlage und einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt für ihre nächste Tour“, erklärt Manuel Plank, Einkäufer der Gigasport GmbH. PERSONALISIERTE BEGEISTERUNG Unternehmen und andere Organisationen wissen die ungebrochene Faszination von Karten zu schätzen – und ebneten den Weg für einen neuen Zweig der Kartografie. Dem Trend der Personalisierung folgend bietet freytag & berndt sowohl gedruckte als auch digitale Sonderproduktionen: eigene Covergestaltungen, Karteneinträge von Firmenstandorten oder Komplettmutationen für Tourismusverbände und den Außendienstvertrieb. So könnten etwa Hotels ihren Gästen die Umgebung durch maßgeschneiderte Karten, 3-D-Geländemodelle oder virtuelle Geländeansichten auf ihrer Website näher bringen. Fotos / Stephan Doleschal, beigestellt 40 / Q4/2020

MITGLIED GUTES BESSER MACHEN Er begann als Ferialpraktikant bei McDonald’s München, war hochrangiger Manager und ist heute einer der erfolgreichsten McDonald’s-Franchisenehmer in Österreich: Andreas Schwerla führt seine zehn Restaurants in Wien und Niederösterreich mit Engagement, Verantwortung und einer klaren Wachstumsstrategie. Fotos / AIW Restaurantbetriebs GmbH, beigestellt Als der geborene Münchner Andreas Schwerla mit 18 Jahren bei McDonald’s anheuerte, um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen, wusste er noch nicht, welche vielfältigen Herausforderungen und Erfahrungen dieser Weg für ihn bringen würde. Denn die große internationale Marke sollte ihn nachhaltig begleiten: Nach zahlreichen Stationen als Führungskraft bei der Corporation und schließlich als Managing Director von McDonald’s Österreich und Vice President für die neun Länder und Österreich umfassende Region West entschied er sich am vorläufigen Höhepunkt seiner Managementkarriere dafür, selbst Franchisenehmer in Österreich zu werden. Heute, mit 54 Jahren, ist er mit zehn Restaurants in Wien und Niederösterreich dort angekommen, wo es ihn immer hinzog: „Ich werde immer gefragt, warum ich selbst Franchisenehmer werden wollte – die Antwort ist ganz einfach: Ich wollte mit meinen eigenen Händen noch einmal etwas aufbauen, bei meiner Familie sein, unabhängig in unternehmerische Verantwortung gehen und Betriebe schaffen, in denen sich alle wohlfühlen und auf die ich stolz sein kann“, erklärt er seine Motivation. ALLE ZEICHEN AUF WACHSTUM 2013 war es so weit, Schwerla startete mit zwei Restaurants in Krems und St. Pölten (Mariazeller Straße). Er erarbeitete sich in den ersten Jahren – Tag und Nacht Schulter an Schulter mit seinen Teams – ein stabiles Fundament: „Man muss klein anfangen, um groß zu werden. Wer im Franchising Erfolg haben möchte, muss mit der Gästezufriedenheit, seinem Team und mit allen McDonald’s Österreich ist mit 197 Restaurants Systemgastronomie- Marktführer, größter Gastronomiepartner der heimischen Landwirtschaft und Arbeitgeber von 9.600 MitarbeiterInnen. Andreas Schwerla ist erfolgreicher Franchisenehmer. Kontakt AIW Restaurantbetriebs GmbH Roßauer Lände 31 1090 Wien andreas.schwerla@ mcdonalds.co.at www.mcdonalds.at Gegründet: 2013 MitarbeiterInnen in Österreich: über 600 Aspekten des Betriebs aus der eigenen Erfahrung heraus vertraut sein.“ Dabei stellte er an sich selbst von Anfang an die höchsten Ansprüche: Er dachte die Dinge neu, investierte, baute um, implementierte die neuesten Technologien und Prozesse und brachte die Standorte so schnell wie möglich auf Flagship-Level. Immer an seiner Seite: Ein Team aus hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die er für künftige Führungspositionen vorbereitete. 2017 bekam er die Chance, in nur vier Monaten sieben Standorte zu übernehmen. Er entwickelte mit seinen Managementteams einen Masterplan für den Umbau der Restaurants und einen Team-Change-Prozess und führte diesen großen Expansionsschritt mit den Erfahrungen aus den ersten Jahren und hoher Investitionsbereitschaft rasch zum wirtschaftlichen Erfolg. Auch als 2018 und 2019 die Standorte am Hernalser Gürtel in Wien und in Neulengbach dazukamen, hielt er an seiner Unternehmensphilosophie konsequent fest. VERANTWORTUNG ALS ARBEITGEBER Mittlerweile beschäftigt er 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an seinen Standorten, davon 50 in Managementpositionen und zehn im Backoffice: „Ein Restaurant ist nur so gut wie sein Team“, weiß Schwerla, „daher ist es auch essenziell, Talente zu erkennen, Potenziale zu fördern und bestmögliche Arbeitsbedingungen zu schaffen.“ Auch heute steht er fast jeden Tag selbst im Restaurant, um die Abläufe gemeinsam mit seinen MitarbeiterInnen weiterzuentwickeln, voneinander zu lernen und auf neue Ziele hinzuarbeiten. „Meine Rolle ist heute die eines Motivators und Innovators und ich bin stolz darauf, diese tolle Marke mit meinem großartigen Team, meinen Ideen und meinem Engagement mitgestalten zu können.“ / Q4/2020 41

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