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MOBILITÄT 1/2020

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MOBILITÄT 1/2020 | S12 Hyundai bringt Wasserstoff-Lkw nach Europa Hyundai hat die ersten Exemplare seines Brennstoffzellen-Lkw Xcient nach Europa verschifft. Das schwere Nutzfahrzeug wird von einem Elektroantrieb bewegt, für den an Bord mit Hilfe von Wasserstoff Strom erzeugt wird. Es handelt sich laut dem südkoreanischen Hersteller um das erste in Großserie produzierte Fahrzeug dieser Art. Zunächst kommen zehn Stück des Xcient in der Schweiz auf die Straßen, weitere 40 Lkw sollen bis Ende dieses Jahres folgen. Die Übergabe an Kunden ist ab dem September 2020 geplant. Bis 2025 will Hyundai insgesamt 1600 Einheiten seines Brennstoffzellen-Lkw in die Schweiz bringen. „Der Xcient Fuel Cell ist real und nicht einfach ein Zukunftsprojekt“, so Hyundais Nutzfahrzeug-Chef In Cheol Lee. „Mit diesem bahnbrechenden Fahrzeug, das heute bereit ist für den Einsatz auf der Straße, setzt Hyundai einen Meilenstein in der Geschichte der Nutzfahrzeuge und im Aufbau einer Wasserstogesellschaft. Die Schaffung eines vollständigen Wasserstoff-Ökosystems, das die Transportbedürfnisse durch Nutzfahrzeuge wie den Xcient Fuel Cell abdeckt, sorgt für einen Paradigmenwechsel, der die Umwelt von den Emissionen des Automobils befreit.“ Der höchstens 85 km/h schnelle Lkw Xcient nutzt ein 190-kW-System, das aus zwei gleich starken sogenannten Stacks – in Reihe geschalteten Brennstoffzellen – besteht. Der Kraftstoff für die Stromerzeugung wird in sieben großen Tanks untergebracht, die zusammen knapp 32 Kilogramm Wasserstoff fassen. Der für den 350 kW (479 PS) leistenden E-Antrieb generierte Strom wird in einer 73,2-kWh-Batterie zwischengespeichert. Laut Hyundai lassen sich um die 400 Kilometer am Stück zurücklegen. Der anschließende Tankvorgang sei in acht bis 20 Minuten erledigt. Hyundai bewirbt seine mit Wassersto_- Technologie kombinierte Elektrotechnik mit Verweis auf die vergleichsweise großen Reichweiten und kurzen Tankzeiten als gute Lösung für den Schwerverkehr. Die Südkoreaner arbeiten bereits an einem neuen Zugfahrzeug mit „haltbarem, leistungsstarkem“ Brennsto_zellen-Antrieb für bis zu 1000 Kilometer Reichweite. Das Fahrzeug soll weltweit vertrieben werden, auch in Europa.

Bayern will H2-Technologieführer werden Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat die Bayerische Wasserstoffstrategie vorgestellt. Danach will sich der Freistaat zu einem weltweiten H2-Technologieführer entwickeln. Ziel ist vorrangig die Stärkung der bayerischen Zulieferindustrie sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen. Wasserstoff (H2) und bayerische Innovationskraft sollen im Verbund Wohlstand sichern und zugleich den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger voranbringen. Angestrebt werde dabei eine Arbeitsteilung zwischen dem Technologieland Bayern und Regionen, die grünen Wasserstoff produzieren. „Wir wollen die weltweit führenden Wasserstofftechnologien entwickeln. Unsere künftigen Partner nutzen dann unsere Innovationen dank nahezu unbegrenzt verfügbarer erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind für die Erzeugung, den Transport sowie die Verwendung von grünem Wasserstoff“, erläuterte Aiwanger. Grüner Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft. „Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir die Energie- und Mobilitätswende. Wasserstoff kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil er sich auf verschiedene Arten emissionsfrei nutzen lässt. Dadurch trägt H2 dazu bei, Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen“, so Aiwanger, Im vergangenen Jahr hat Bayern bereits wichtige Weichen gestellt. Im September 2019 gründete die Staatsregierung das Zentrum Wasserstoff. Bayern (H2.B) und rief das Bayerische Wasserstoffbündnis mit mittlerweile über 30 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden ins Leben. Aiwanger: „Damit verfügt der Freistaat über ein schlagkräftiges Netzwerk unter Führung der renommierten Professoren Veronika Grimm und Peter Wasserscheid, das stetig wächst und die Wasserstoffwirtschaft vorantreibt.“ Faserverbundhalbzeuge im Minutentakt Gleichzeitig legt Bayern mit neuen Forschungsprojekten die Basis für Wasserstoffinnovationen - zum Beispiel für leistungsfähigere Brennstoffzellen für schwere Fahrzeuge oder zur Herstellung von Wasserstoff aus Rest- und Abfallstoffen. Aufbauend auf Bayerns Hightech-Stärken gliedert sich die strategische Ausrichtung in drei Säulen: 1. Innovation und Technologieführerschaft wird angestrebt, um weltweite Marktpotentiale zu erschließen und auszubauen. Kern ist eine Forschungsoffensive „H2 Hightech Bayern“, mit der die Wasserstoffforschung durch eine Neuausrichtung und Bündelung der bayernweit vorhandenen Kompetenzen gestärkt wird. 2. Industrielle Skalierung und Wirtschaftlichkeit soll beschleunigt werden. Mit Entwicklungs-, Test- und Anwendereinrichtungen werden bayerische Unternehmen und Forschungsorganisationen die industrielle Entwicklung vorantreiben. Bayerns schlagkräftige Zulieferindustrie bietet hierfür beste Voraussetzungen. 3. Ziel ist es, Wasserstoffanwendungen in Verkehr und Industrie sowie den Ausbau der H2-Infrastruktur voranzutreiben. Als Basis sollen in den nächsten Jahren bayernweit 100 H2-Tankstellen errichtet werden. Dafür hat das Wirtschaftsministerium im Rahmen der Hightech-Agenda ein Förderprogramm in Höhe von 50 Millionen Euro aufgelegt. Gefördert wird die Errichtung öffentlicher und betrieblicher H2-Tankstellen für Brennstoffzellen-Busse und Lkw/Nutzfahrzeuge. Zur Marktaktivierung wird die Staatsregierung zudem Elektrolyseanlagen und Brennstoffzellenfahrzeuge wie Busse und Nutzfahrzeuge/Lkw fördern. Damit sollen vor allem neue Wertschöpfungsmöglichkeiten für Tankstellen-Standorte in der breiten Fläche geschaffen werden: an kommunalen Betriebshöfen, bei Stadtwerken, für Fuhrpark- und Omnibusunternehmen. Zudem soll 2021 die weltweit erste LOHC-Tankstelle in Erlangen den Betrieb aufnehmen. Noch 2020 wird erstmals bayerische Brennstoffzellen-Technologie in einem umgebauten Lkw-Prototypen auf Bayerns Straßen fahren. Das H2.B in Nürnberg wird auf Basis der Strategie eine "Wasserstoff Roadmap Bayern" für die Zeit bis 2025 erarbeiten. Mit diesem konkreten Fahrplan entwickeln die Experten die Ziele und Maßnahmen der Bayerischen Wasserstoffstrategie durch Monitoring und Begutachtung der Marktentwicklung unterstützend fort.

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