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MOBILITÄT 1/2020

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MOBILITÄT Infrastruktur & Technik

MOBILITÄT 1/2020 | S10 Grüner Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Energiewende Österreichs Staatssekretär Magnus Brunner begrüßt die Wasserstoffstrategie der EU. Österreich werde im Herbst ebenfalls eine nationale Strategie vorlegen. Die Europäische Kommission hat eine europäische Wasserstoffstrategie vorgelegt, diese ist Teil des Green Deals und hebt die Bedeutung des Wasserstoffes für die notwendige Energiewende hervor. „Wasserstoff ist ein wahrer Allrounder und kann durch die vielseitige Einsetzbarkeit wesentliche Fortschritte in unterschiedlichen Bereichen, wie Mobilität, Energie oder Industrie, erreichen. Damit ist erneuerbarer Wasserstoff das Zugpferd um unsere globalen, europäischen und nationalen Klimaziele zu erreichen“, so Österreichs Staatssekretär Magnus Brunner. Technologie leistbarer und effizienter Kernbereiche der EU-Strategie drehen an einer Vielzahl von Stellschrauben, wie strategische Investitionen in Forschung und Entwicklung, bürokratische Erleichterungen, Ausbau der Infrastruktur und internationale Zusammenarbeit. „Die geplanten Maßnahmen der EU zielen im Wesentlichen darauf ab, die Wasserstofftechnologie wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten. Damit sollen die unterschiedlichen Anwendungen der Technologie für Unternehmen wie Endverbraucher zugänglicher und alltagstauglich werden“, so Brunner und weiter: „natürlich muss man unterscheiden, wo welche Technologie am meisten Sinn macht. So hat Wasserstoff als Energiespieler und beispielsweise in der Industrie und im Schwerverkehr riesiges Potenzial. Dieses müssen wir nun heben und effizient nutzen.“ Österreich soll Wasserstoff-Land Nr. 1 werden „Österreich ist im Bereich Wasserstoff bereits seit Jahren ein Treiber auf europäischer Ebene, wir haben uns im Vorfeld stark eingebracht. Nun soll die Wasserstoffstrategie für Österreich vorgelegt werden. Der Auftrag der Bundesregierung zur Erarbeitung der Strategie wurde Ende 2018 gegeben, die Gesamtstrategie soll im Herbst präsentiert werden“, so Brunner. „Österreich muss ein Vorreiter bei dieser Zukunftstechnologie werden und heimische Betriebe im Sinne eines nachhaltigen und innovativen Wirtschaftsstandorts dabei unterstützen, Leuchtturmprojekte umzusetzen. Nur so können wir Wasserstoff-Land Nummer 1 werden, das ist unser gemeinsames Ziel.“ EU-Green Deal mit Wasserstoff Um bis 2050 klimaneutral zu werden, muss Europa sein Energiesystem umgestalten, auf das 75 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU entfallen. Die Europäische Kommission hat dafür zwei EU-Strategien zur Integration des Energiesystems und zu Wasserstoff angenommen. Frans Timmermans, der für den europäischen Grünen Deal zuständige Exekutiv-Vizepräsident der Kommission, sagte: „Die angenommenen Strategien werden den europäischen Grünen Deal und den grünen Wiederaufschwung stärken und uns den Weg zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft bis 2050 deutlich vorzeichnen. Die neue Wasserstoffwirtschaft kann ein Wachstumsmotor sein, der zur Überwindung der durch COVID-19 verursachten wirtschaftlichen Schäden beträgt.“ Die für Energie zuständige Kommissarin Kadri Simson ergänzte: „Da 75 Prozent der Treibhausgasemissionen der EU auf Energie zurückgehen, brauchen wir einen Paradigmenwechsel, um unsere Ziele für 2030 und 2050 zu erreichen. Das Energiesystem der EU muss besser integriert und flexibler werden und in der Lage sein, die saubersten und kosteneffizientesten Lösungen zu nutzen. Wasserstoff wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, da sinkende Preise für erneuerbare Energien und kontinuierliche Innovationen ihn zu einer tragfähigen Lösung für eine klimaneutrale Wirtschaft machen.“ Die genannten Strategien sollen den Weg zu einem effizienten und stärker vernetzten Energiesektor ebnen. Sie beinhalten im Einklang mit dem Aufbaupaket NextGenerationEU und dem europäischen Grünen Deal eine neue Investitionsagenda für saubere Energie.

Quantron baut Wasserstoff-Transporter Die deutsche Quantron AG realisiert, mit der Technik der AE Driven Solutions GmbH (AEDS), Wasserstoff-Antriebslösungen für Transporter ab 3,49 Tonnen. Das Angebot umfasst zu Beginn Pritschenfahrzeuge und Kastenfahrzeuge auf Basis des IVECO Daily, wie etwa den Quantron Q-LIH2. Die international vereinbarten Klimaziele bis 2030 im ersten Schritt und bis 2050 im finalen Schritt sind sehr große Herausforderungen. Der Verkehrssektor, im Besonderen auch der Bereich der Nutzfahrzeuge, muss einen starken Beitrag dazu leisten. Fahrzeuge mit Wasserstoff-Antrieb sind ebenfalls Elektro-Fahrzeuge, welche ihren Strom aus einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff in der sogenannten Brennstoffzelle beziehen. Die E-Mobilität schafft somit ein breites Angebot an Lösungen für Kurz-und Langstrecken entsprechend des Einsatzprofils der Fahrzeuge und liefert vielfältige Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-Foodprints von Unternehmen. Durch die Kombination beider Technologien lassen sich alternativ angetriebene Fahrzeuge mit einer Reichweite von bis zu 400 km bei einer Zuladung von bis zu 1.200 kg Nutzlast realisieren. Kooperation mit AE Driven Solutions GmbH Die Quantron AG arbeitet seit ihrer Gründung am Wasserstoff-Antrieb für Nutzfahrzeuge und hat seitdem viele Kompetenzen in dieser Unternehmenssparte gebündelt. Durch die Zusammenarbeit mit der AE Driven Solutions GmbH (AEDS) wird diese im Segment der Transporter ab 3,49 Tonnen entscheidend verstärkt. Die AEDS ist spezialisiert auf nachhaltige Mobilitäts- und Logistikkonzepte auf Basis des Energieträgers Wasserstoff und verfügt dabei überjahrzehntelange Erfahrung und Know-how in diesem Bereich. Bei einem Fahrzeug mit Wasserstoff-Antrieb entsteht in der Brennstoffzelle durch die elektrochemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoffelektrischer Strom, der als Range Extender zum Laden der Antriebsbatterie eingesetzt wird. Dabei gibt es entscheidende Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren: die lokale Emissionsfreiheit bei CO2, Stickstoffoxiden und Feinstaub. Denn im Rahmen der Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht nur Wasserdampf, der dann beim Fahren in die Umwelt abgegeben wird. Hinzu kommen die allgemeinen Vorteile eines E-Fahrzeugs. Denn auch Wasserstoff-Fahrzeuge genießen die Steuer-und Mautbefreiung sowie geringere Wartungs-und Betriebskosten als Fahrzeuge mit herkömmlichen Diesel-Antrieb. Die Quantron AG bietet Lösungen für jegliche Aufbauten (auch mit zusätzlichen Verbrauchern wie Kühlkoffer) und einer Vielzahl an Modellen unterschiedlichster Hersteller. Entscheidend ist, dass hierfür erneut der Fokus auf bereits existierenden Fahrzeugen liegt, die mit Hilfe des AEDS Brennstoffzellen-Range-Extenders umgerüstet werden können. Auf Basis des IVECO Daily wird Quantron beispielsweise Fahrzeuge mit 4,2 Tonnen und 100 kW Leistung sowie 7,2 Tonnen und 147 kW Leistung anbieten, die über Reichweiten von 300 bis 500 km verfügen. Stefanie Peters (über NEUMAN & ESSER GROUP Gesellschafter der AEDS) sowie Prof. Dr. Achim Kampker sind Gesellschafter der AEDS. Frau Peters wurde überdies auch in den Wasserstoff-Rat der Bundesregierung berufen. Am 10. Juni hat die deutsche Bundesregierung ihre nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Wasserstoff wird darin als Schlüsselrohstoff und zukunftsweisender Energieträger zur Erreichung der deutschen und weltweiten Klimaziele betrachtet. Der Wasserstoff-Rat dient dabei der konsequenten Weiterentwicklung dieser Strategie.

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