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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2019 Journal 4

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LOGISTIK express 4/2019 | S8 Der österreichische Handelspreis 2019 geht an... Günther Helm Im Rahmen des Tag des Handels wurde auch die höchste Auszeichnung des heimischen Handels verliehen, der Österreichischen Handelspreis. Der niederösterreichische Handelsmanager Günther Helm wurde heuer für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der studierte Jurist Günther Helm war insgesamt 15 Jahre lang für den Lebensmitteleinzelhändler Hofer tätig, davon 8 Jahre lang als Generaldirektor und CEO der Hofer KG. Mitte 2019 übernahm er die Funktion des Geschäftsführers bei der deutschen Drogeriekette Müller. Logistik: Zukunftsmarkt Zentral- & Osteuropa? Joerg Kreindl, Senior Director Industrial and Logistics CEE & SEE bei CBRE, sprach in seiner Keynote über das Trend-Thema Logistik-Immobilien in Zentral- und Osteuropa (CEE). "Logistik und Office sind jene Asset-Klassen, in welche in Europa derzeit am liebsten investiert wird. Retail nimmt hingegen ab", sagte der Experte. Ob die Logistik bald zum Freiwild für Investoren aus Asien werde? "Alibaba kommt stärker auf den Markt, aber auch viele andere asiatische Investoren werden immer aktiver", so Kreindl. Smarte Telecom-Daten für den Handel Telekom-Urgestein Michael Reutterer, Head of IoT & Big Data Sales bei Magenta Telekom, ist ein absoluter Profi, wenn es um den Aufbau neuer Geschäftsfelder für den Businesskunden-Bereich geht. Sei aktuelles Lieblingsthema: Footfall Analytics - die Generierung von relevanten Daten aus der Smartphone-Nutzung für den Handel. Er hatte u.a. sechs Erfolgsstories im Gepäck, von Werbemaßnahmen, Eventmarketing und Zielgruppen über Standortentscheidungen und Einzugsgebiete bis hin zur Performance-Messung. Etwaige datenschutzrechtliche Bedenken seien unbegründet: "Alles was wir analysieren, entspricht den gesetzlichen Vorgaben. Alle Daten bleiben in Österreich im Datencenter. Alle Daten werden anonymisiert", versicherte Reutterer. "Es freut mich wirklich sehr, heute hier auf der Bühne zu stehen und den Österreichischen Handelspreis entgegenzunehmen. Dies ist für mich eine große Motivation, mein Engagement für den Handelsstandort Österreich mit aller Kraft fortzusetzen, auch von Deutschland aus. Herzlichen Dank für diese großartige Auszeichnung auch an den Handelsverband, der sich zur Speerspitze unserer Interessenvertretung entwickelt hat", so Günther Helm in seiner Rede. "Günther Helm hat weit über den Tellerrand der Branche geblickt und die gesamte Lebensmittel-Wertschöpfungskette durch aktive Beiträge nachhaltig geprägt. So wissen die wenigsten, dass er der gedankliche Gründungsvater der erfolgreichen Initiative ‚Land schafft Leben‘ ist", hob Rainer Will in seiner Laudatio hervor. Qualität "Made in Austria" Welche Potenziale gibt es in der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und LEH? Diese Frage stand im Zentrum einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit Handelsverband-Vizepräsident Frank Hensel, Josef Moosbrugger, Präsident der österreichischen Landwirtschaftskammer, Wirtschaftsjournalist Hanspeter Madlberger und Hannes Royer, Gründer der Initiative Land schafft Leben. Die heimische Landwirtschaft könne schlicht nicht mit den Weltmarktpreisen mithalten, eröffnete Josef Moosbrugger die Diskussion, das liege insbesondere an den strukturellen Bedingungen. "Wir spüren ganz stark, dass die Anforderungen an die

heimische Landwirtschaft in der Produktion erhöht werden. Aber wenn dann ein Produkt in Österreich plötzlich nicht mehr verfügbar ist, werden minderwertige Produkte aus dem Ausland importiert. Daher braucht es eine Herkunftskennzeichnung", forderte der LKO-Präsident. "Wir brauchen keine Fleischsteuer, sondern Kostenwahrheit. Nur so werden regionale Produkte wieder wettbewerbsfähiger." Der Handel habe grundsätzlich kein Problem mit einer verpflichtenden Lebensmittelkennzeichnung, der große Widerstand komme vielmehr von der Industrie und der Gastronomie, entgegnete Handelsverband-Vizepräsident Frank Hensel. "Eine Partnerschaft funktioniert nur, wenn beide Seiten davon profitieren. Genau so ist es bei der langfristig gewachsenen Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel", so der langjährige Vorstandsvorsitzende von Rewe. "Unser gemeinsames Interesse – die Wertigkeit unserer Lebensmittel – müsste alle in der Produktions- und Lieferkette vereinen, auch die Politik. Wir müssen anders arbeiten als der Weltmarkt. Diesen Weg des Anderssein müssen wir gemeinsam durchsetzen, dann können wir auch in Zukunft erfolgreich sein." Der freie Wirtschaftsjournalist Hanspeter Madlberger, Doktor der Handelswissenschaften und seit über 40 Jahren ein fundierter Branchenkenner, relativierte die angebliche "Marktmacht" der führenden heimischen Lebensmitteleinzelhändler. "Die Marktmacht des Handels wird sehr gern mit Marktanteilen in Verbindung gebracht. Seitens der Landwirtschaft gibt’s da ein sehr einseitiges Framing. Realistischerweise geht es aber nicht nur um den Lebensmitteleinzelhandel, sondern auch um den Großhandel, um Convenience-Formate und vor allem auch um die Gastronomie, um Fleischer und Bäckereien. Wir müssen schauen, wohin die Produkte der Landwirtschaft fließen. Und da ist der LEH eigentlich sekundär", so Madlberger. "Wir haben Konsumenten, die Bio- und Nachhaltigkeit in der Theorie gut finden, aber in der Praxis des täglichen Einkaufs leider oft zum Billigprodukt greifen", bedauerte Hannes Royer, Gründer der unabhängigen Initiative Land schafft Leben, die allgegenwärtige Billig-Mentalität. Sein Ziel: die Konsumenten darüber aufzuklären, wie Lebensmittel heute tatsächlich entstehen – fernab vom Kitsch der TV-Werbung. "Wenn wir unseren Lebensmitteln keine Wertigkeit mehr geben, wird es auch für die heimischen Bauern immer schwerer. Und wir zerstören damit unsere eigene Lebensgrundlage", so Royer. Aber auch die Gastronomie sei gefordert: "Als Konsument habe ich im Gasthaus das Recht zu erfahren, woher das Schnitzel auf meinem Teller eigentlich herkommt."

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