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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2019 Journal 3

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LOGISTIK express 2/2019 | S48 Kleines Sri Lanka Nach dem Ende des von 1983 bis 2009 dauernden, blutigen Bürgerkriegs befindet sich Sri Lanka wieder im Aufschwung. Die Terroranschläge im April werden diesen jedoch wieder empfindlich bremsen. Das Land kann mit seiner Lage an der maritimen Seidenstrasse, einer hohen Alphabetisierung (91%) und niedrigen Löhnen punkten. Negativ wirken sich allerdings die sozialistisch geprägte Arbeitsgesetzgebung und unklare bürokratische Entscheidungsabläufe aus. Mit einem pro Kopf Einkommen von 4,065 USD zählt Sri Lanka mit seinen 21 Mio. Einwohnern zu den ärmsten Ländern der Welt. Deutschland ist der zweitwichtigste Investor aus der EU in Sri Lanka. Zahlreiche Unternehmen, vor allem aus der Textilbranche, haben sich hier angesiedelt. Der Handel mit dem Inselstaat bewegt sich allerdings auf niedrigem Niveau. 2018 exportierte Deutschland Waren im Wert von 351 Mio. Euro nach Sri Lanka und importierte im Gegenzug Waren im Wert von 701 Mio. Euro. Deutschland ist damit der drittwichtigste Absatzmarkt für Sri Lanka. Neben Bekleidung werden Gummi- und Kunststoffwaren, Nahrungsmittel und Futtermittel sowie Erzeugnisse der Landwirtschaft und Fischerei exportiert. Die wichtigsten deutschen Ausfuhrgüter nach Sri Lanka sind Fahrzeuge, Maschinen, chemische Erzeugnisse, Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse. Seit den 1950er Jahren wurden diverse Handelsabkommen zwischen Deutschland und Sri Lanka abgeschlossen, welche als Grundlage für die wirtschaftliche Kooperation dienen. Wichtigster Handelspartner und Investor der Inselrepublik ist China. Schritt für Schritt zum Erfolg Der indische Subkontinent bietet deutschen Exporteuren interessante Absatzmöglichkeiten. Die Länder haben in vielen Bereichen Aufholbedarf, u.a. bei der Energie- und medizinischen Versorgung, im Umwelt- und Klimaschutz. Das Marktumfeld ist jedoch schwierig. Dazu tragen eine ausgeprägte Bürokratie, Korruption und komplexe regulative Hürden bei. Es gibt keine Freihandelsabkommen mit der EU. Auf dem indischen Subkontinent herrscht zudem ein anderes Qualitätsverständnis. Im B2C-Bereich begnügt sich der Kunde gerne mit mehr Schein als Sein. Gleichzeitig erwartet er im B2B-Bereich, dass der Lieferant rund um die Uhr erreichbar ist. Es ist daher empfehlenswert, einen lokalen Partner zu engagieren. Facharbeiter sind Mangelware, da ein entsprechendes Ausbildungssystem fehlt. Eine Wartung oder Reparatur vor Ort ist so oft eine große Herausforderung. Verschiedene Software-Häuser bieten IT- Lösungen an, die die Abwicklung von Exporten in die Region wirkungsvoll unterstützen. Sie helfen bei der Suche nach der richtigen Zolltarifnummer und Exportkontroll- Güterlistennummer. Sie informieren, welche Vorschriften tagesaktuell bei der Ausfuhr respektive Einfuhr in Bangladesch, Indien oder Sri Lanka zu beachten sind, welche Dokumente (Handelsrechnung, Ursprungszeugnisse, Konnossemente, Inspektionszertifikate, Packlisten, Zollerklärung) notwendig sind und welche Handelsabkommen ggfs. genutzt werden können. Sie dokumentieren Behördenkontakte und lassen sich in CRM-, ERP- und Logistik- Systeme integrieren. Fazit Ein wachsender Mittelstand mit steigenden, verfügbaren Einkommen, eine zunehmende Industrialisierung, mehr Umweltbewusstsein sowie geplante Infrastrukturinvestitionen in Indien, Sri Lanka und Bangladesch bieten deutschen Unternehmen interessante Absatzchancen. Für den Erfolg in diesen Märkten braucht es ein pro-aktives Vorgehen, um eine rechtskonforme, kosteneffiziente Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Reaktives Risikomanagement reicht nicht aus. Durch Digitalisierung und Prozessautomatisierung können die Außenhandelsrisiken und der administrative Aufwand bei Exporten erheblich verringert werden. (AM)

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