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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2019 Journal 3

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LOGISTIK express 2/2019 | S30 Sensorgestütztes Tracking auf Warenebene Die Liste der Anforderungen an Logistikunternehmen ist lang und betrifft nicht zuletzt die sensible Phase des Transports zum Endkunden. Denn dieser erwartet die Lieferung der Waren nicht nur zum vereinbarten Liefertermin, sondern vor allem auch im unversehrten Zustand. BEITRAG: UWE SCHNEPF Was benötigen Logistiker folglich? Sie benötigen eine geeignete, das heißt auch wirtschaftlich tragbare Technologie, mit der sie den pünktlichen und sachgerechten Transport – und zwar jedes einzelnen Assets – überwachen und nachweisen können. Vor allem versetzt sie eine entsprechende Lösung aber auch in die Lage, im Falle einer Beschädigung oder Verspätung sofort eingreifen zu können. UWE SCHNEPF ACCOUNT EXECUTIVE Q-LOUD UNTERNEHMEN DER QSC AG Kontrolle und Transparenz über den Ort und Zustand der einzelnen Güter während des Transports könnte ein kleinteiliges Tracking (Asset Tracking) kombiniert mit einer lückenlosen Zustandsüberwachung der Assets bieten. Mit dem Funkstandard NarrowBand-IoT (NB-IoT) steht hierfür nun auch eine geeignete Technologie zur Verfügung. Die Überwachung des pünktlichen und vor allem auch des sachgerechten Transports stellt Logistikunternehmen vor große Herausforderungen. Nehmen z. B. empfindliche Güter wie temperatursensitive Medikamente oder Lebensmittel, aber auch Maschinen oder Geräte mit anfälliger Mechanik auf dem Transportweg Schaden, kann es schnell teuer weiter. Gleiches gilt für die Verspätung von Just-in-Time-Lieferungen, die nicht selten mit erheblichen Strafen belegt sind. Tatsächlich werden heute noch allzu oft unbrauchbare Waren weitere Tage zum Empfänger transportiert, weil der Schaden während des Transports nicht festgestellt werden konnte. Das geschieht – zum Ärger der Kunden – dann in aller Regel erst vor Ort, so dass auch für das Anstoßen der Ersatzlieferung wertvolle Zeit verloren geht. Mit NB-IoT einzelne Güter vernetzen Warum sind hierfür aktuelle Trackingtechnologien via GPS und Mobilfunk nicht geeignet? Schließlich stellt der Wechsel auf digitale Verfahren wie Barcode oder Near Field Communication (NFC) mittlerweile längst auch die Verbindung zwischen dem Transportfahrzeug und der Beladung, also der Ware her, was das gewünschte Tracking auf Warenebene durchaus ermöglicht. Gleich mehrere Faktoren kommen hierbei zum Tragen. Dazu zählen der hohe Energieverbrauch, der hohe manuelle Aufwand und die hohen Kosten, die die bisherigen mobilfunkbasierten Verfahren für die Überwachung jedes einzelnen Assets erzeugen würden. Sie sind für diesen Anwendungsfall folglich wirtschaftlich einfach nicht tragbar. Der Kommunikationsstandard NarrowBand-IoT (NB-IoT) hat das Potenzial dies zu ändern. NB-IoT ist ein neuer Mobilfunkstandard, der auf die Vernetzung von Geräten im Internet of Things spezialisiert ist. Im Gegensatz zu den gängigen Verfahren, zeichnet er sich nicht nur durch eine robuste und zuverlässige Übertragung, sondern vor allem durch einen geringen Stromverbrauch und minimale Kosten aus. In Ergänzung zu anderen Mobilfunkstandards wie LTE oder 5G ist er damit besonders für die zuverlässige und wartungsfreie Ver-

netzung von Geräten mit langfristigem Batteriebetrieb geeignet. Gleichzeitig bedeutet das, dass gerade Anwendungen mit einer hohen Anzahl an Geräten wirtschaftlich realisiert werden können. Dazu zählt eben vor allem auch das Tracking vieler, individueller Güter. Beschleunigt wird der Einsatz des neuen Kommunikationsstandards übrigens durch die günstigen Tarifkonditionen, die Mobilfunkanbieter wie Telekom, Vodafone oder 1NCE inzwischen anbieten. So ist schon heute der Abschluss eines Konnektivitätsvertrags als Flatrate für einen Euro pro Gerät und Jahr möglich. Intelligentes Monitoring der Transportgüter Tatsächlich wird mit der Realisierung eines kostengünstigen Übertragungswegs auf Ebene der einzelnen Güter auch die so dringend benötigte Zustandsüberwachung einzelner Waren während des Transports möglich. Hierfür werden die Tracker mit zusätzlichen Sensoren versehen oder aber Sensoren verbaut, die mit den Trackern lokal kommunizieren. Möglich ist hierdurch z. B. die automatisierte Überwachung von Kühlketten. Beschleunigungssensoren können wiederum Hinweise auf Sturzschäden geben, Luftfeuchtigkeitssensoren auf Korrosionsgefahr. In allen Fällen löst das Überschreiten von definierten Schwellwerten einen Alarm des Systems aus und lässt Rückschlüsse auf den Zustand der Waren zu. Nicht zuletzt werden auch der Zeitpunkt und Ort des Alarms und damit des möglichen Schadens exakt dokumentiert und nachvollzogen. Entscheidend ist jedoch, dass sich auf dieser Basis mögliche Probleme schon auf dem Transportweg identifizieren lassen und geeignete Behebungsmaßnahmen ohne Zeitverzug angestoßen werden können. Das spart Wege, Zeit und – insbesondere im Kontext von JIT-Zulieferprozessen – mitunter erhebliche Strafen. Von besonderem Interesse dürfte zudem sein, dass für das Tracking mittels GPS in Kombination mit Sensorik und NB-IoT-Konnektivität schon heute Komplettlösungen zur Verfügung stehen. Sie umfassen nicht nur die Tracker, sondern auch den Datentarif sowie das Portal zur Tracker-Konfiguration und Darstellung der Position und Zustandsdaten. Gleichzeitig raten Fachexperten wie z. B. der Q-loud dazu, bei der Auswahl der geeigneten Lösung vor allem auch auf die Integrationsfähigkeit in übergeordnete IT-Systeme zu achten, wo die Daten gesammelt und weiterverarbeitet werden können. Empfehlenswert sind daher vor allem Lösungen, die über eine REST-API verfügen. Modernes Monitoring während des Transports Der Ausbau des neuen Funkstandards NB- IoT versetzt Logistikunternehmen in die Lage, auch einzelne Güter kostengünstig zu vernetzen und während des Transports überwachen zu können. Durch die integrierbare Erfassung und Übertragung von Zustandsinformationen ist zudem eine automatisierte, kleinteilige und zeitnahe Überwachung der gesamten Lieferketten und Transportwege sowie eine schnelle Reaktion auf Störungen möglich. Für die Logistikbranche sind hiermit enorme Effizienzgewinne verbunden – und zufriedenere Kunden. (RED)

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