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LE-5-2022

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LOGISTIK EXPRESS JOURNAL 5/2022

LOGISTIK express

LOGISTIK express 5/2022 | S50 Materialflüsse, die Integration in Liefernetzwerke sowie die Digitalisierung miteinander in Einklang zu bringen. Dafür werden tiefergehende Analysen zu den Bereichen Produktion und Logistik, IT-Systeme und Gebäude durchgeführt. Dabei betrachten Experten die einzelnen Bereiche sowohl für sich als auch in Relation zu den anderen sowie hinsichtlich der Prozessabfolge im Unternehmen. Während der Phase der Produktentwicklung zum Beispiel setzt in den Bereichen Produktion und Logistik die Produktberatung an. Analyseschwerpunkte bilden hier die Produktbaubarkeit, das Produkthandling in der Produktion sowie die Fertigung. Die Ergebnisse der Phase Produktdesign sind die Prüfung des Einsatzes von zukunftsfähigen und innovativen Technologien und die Sichererstellung effizienter Baubarkeit. Überschneidungen gibt es zwischen Produktion und Logistik in der Phase Produktdesign bereits mit dem Bereich IT-System, aufgrund der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie. Die Digitalisierungsstrategie wiederum überschneidet sich auch mit der Konzeptberatung, die sich im Unternehmensprozess Produktions- und Logistikplanung an die Produktberatung anschließt. Vielfältige Herausforderungen an ganzheitliche Fabrikplanung Von der Produktions- und Logistikplanung über die Vorbereitung der Fertigung von Prototyp und Vorserie bis hin zur Serienproduktion ziehen sich die Analysen in den drei Bereichen Produktion und Logistik, IT-Systeme und Gebäude überschneidend hindurch. Einzelne Analysen sind mit anderen vernetzt und bedingen sich. Entsteht beispielsweise in der Phase Produktions- und Logistikplanung ein Automatisierungskonzept, so hat dies Auswirkungen auf den Bereich IT, weil es in das Digitalisierungskonzept einfließen muss; und auch auf den Bereich Gebäude, weil sich das neue Gebäude an den Bedürfnissen der Produktion und Logistik orientieren soll. Die Entwurfsplanung des Gebäudes bezieht daher die Maschinen- und Anlagenplanung mit ein. Für die Ausschreibung und Vergabe der Anlagen müssen deshalb vorab Lastenhefte mit entsprechenden Anforderungen an die Errichter erstellt werden, um das Automatisierungsund die Digitalisierungskonzept umsetzen zu können. Bevor die Maschinen aber tatsächlich in Betrieb genommen werden, erfolgt im Bereich Produktion und Logistik zunächst eine virtuelle Inbetriebnahme, um Verbesse- Der Prozess der gesamtheitlichen Fabrikplanung gestaltet sich komplex: Zu den einzelnen Phasen im Unternehmen – vom Produktdesign, über die Produktions- und Logistikplanung sowie die Fertigung der Vorserie bis hin zu Serienproduktion, finden in den Bereichen Produktion/ Logistik, IT-Systeme, Gebäude und Ergebnisse tiefergehende Analysen statt, die sich überschneiden.

ungspotenziale noch vor dem Start der Serienproduktion erkennen und realisieren zu können. Der Bereich IT unterstützt die Inbetriebnahme der Anlagen – auch hinsichtlich ihres Digitalisierungskonzeptes –, was wiederum Einfluss auf die Realisierung und Inbetriebnahme des Gebäudes sowie die Installation der Anlagen hat. Zu den inhaltlichen Herausforderungen, die die ganzheitliche Fabrikplanung mit sich bringt, zählen unter anderem: • Optimierung der Logistik und Fertigung • Optimierung der Materialflüsse • Veränderung des Automatisierungsgrades • Steigerung der Produktivität • Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie • Entwicklung und Umsetzung einer unternehmensweiten CO2-Strategie • Einheitliches Vorgehen bei der Planung des Werks und der Gebäude • Senkung der Betriebskosten •.Suche nach einem geeigneten neuen Standort • Auswahl flexibler Standorte und Fabriken • Anpassungen des Gebäudes im laufenden Betrieb • Integration neuen Produkte • Auslaufen abgekündigter Produkte Je nach Unternehmen variieren diese Anforderungen und treffen in unterschiedlichem Ausmaß auf die jeweilige Situation zu. Hinzu kommt, dass die Projekte in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden sind und sich der Kapazitätsbedarf und die Ressourcen aufgrund von der Dynamik im Markt, immer kürzeren Innovationszyklen, sich wandelnden Kundenerwartungen und eingeschränkter Materialverfügbarkeiten gewandelt haben. Selbst wenn ein Unternehmen vor etlichen Jahren bereits in Eigenregie erfolgreich eine Fabrik geplant und gebaut hat, ist das Wissen darüber längst überholt. Wagen Unternehmen die Fabrikplanung ohne Unterstützung, zeigt die Erfahrung der Experten, dass die neue Fabrik oftmals nicht alle Anforderungen ganzheitlich erfüllt. Nicht selten stellen Unternehmen nach Fertigstellung des Gebäudes fest, dass sie ihre Prozesse und Materialflüsse nun irgendwie in die neue Hülle integrieren und quasi „hineinpressen“ müssen – dabei wäre der umgekehrte Weg von innen nach außen der bessere gewesen, bei dem man die Gebäudestruktur um Prozesse, Materialflüsse und Anlagen herum plant. Muss eine fehlgeleitete Fabrikplanung im Nachhinein korrigiert werden, sind hohe Aufwände und Kosten die Folge. Fazit: Um auf die Risiken und Unwägbarkeiten, die vor allem derzeit die Produktion und Logistik beschäftigen, bestmöglich und flexibel reagieren zu können, braucht es eine Fabrik, die sich an den inneren Prozessen orientiert. Es bedarf daher einer gesamtheitlichen Fabrikplanung, die auf dem Line-Back-Prinzip basiert. Um diese sicherzustellen, müssen Experten frühzeitig eingebunden werden. Sie unterstützen von der Phase der Produktentwicklung, über die Produktions- und Logistikplanung, die Vorbereitung der Fertigung bis hin zur Serienproduktion und stellen die Umsetzung der ganzheitlichen Fabrikplanung sicher. (RED)

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