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LE-4-2020

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LOGISTIK express Ausgabe 4/2020. „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

LOGISTIK express

LOGISTIK express 4/2020 | S22 zur Bekämpfung des illegalen Handels, der Auswirkungen der Internetkriminalität auf den digitalen Einzelhandel und der damit verbundenen Betrügereien. Bereiche in denen die rechtskonforme Durchsetzung gestärkt werden muss: • Grenzüberschreitender Informationsaustausch ist für ein umfassendes Verständnis der neuen Bedrohung von entscheidender Bedeutung • Wachsamkeit in digitalen Medien, die Einbeziehung von Finanzdienstleistungs- und Ecommerce- Plattformen in die Information der Öffentlichkeit über Betrug und die damit verbundenen kriminellen Cyberaktivitäten. • Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen in der Union umfassen Bereich des digitalen Handels einschließlich der Lieferketten • Moderne technologische Lösungen (z. B. Blockchain, künstliche Intelligenz usw.) müssen eingesetzt werden, um dem illegalen Handel entgegenzuwirken. • Laufende Überwachung des Risikos: Die OECD-Task Force zur Bekämpfung des illegalen Handels (TF-CIT) leistet wesentliche Vorarbeiten, indem sie einen globalen Standard für die Erhebung unvoreingenommener und belastbarer Nachweise für bestehenden illegalen Handel entwickelt, die wichtigsten Herausforderungen, Opfer und führende Akteure im Verborgenen ermittelt und damit wichtige Governance-Lücken aufdeckt. • Dialog zwischen allen Beteiligten an der Leistungserbringung: in Bezug auf den Missbrauch bei Warensendungen mit geringem Wert (Low Value Consignments), die Geschäftsmodelle des digitalen Einzelhandels und die fortschreitende Digitalisierung der Transport- und Logistikwege. • In der Pharmaindustrie, einem Sektor, der besonders von der Coronavirus-Krise betroffen ist, müssen geeignete Regeln im digitalen Handel für den Umgang mit illegalen Arzneimitteln geschaffen werden, sodass eine effiziente und ausreichend rechtliche abgesicherte Abschaltung illegaler Praktiken auch in digitalen Medien als Abschreckung ermöglicht werden kann. Betroffene haben verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, um die durch die CO- VID-19-Krise in digitalen Medien zunehmend aufgetretenen Herausforderungen zu bewältigen. Sie erinnern an das Problem der DSGVO, das die Transparenz der WHOIS-Datenbank einschränkt, und an die starke Zunahme von Ecommerce- und Warenbriefsendungen (Warensendungen mit geringem Wert), die eine Zuordnung von Verantwortlichkeiten im internationalen Handel erschweren. Wichtige Empfehlungen der OECD-Experten zur Bekämpfung des illegalen Handels: 1. Konzentration auf das Registrierungssystem für Domainnamen und das Erleichtern auf den Zugriff auf die WHOIS-Datenbank. 2. Kontrolle auf den Zugriff auf Domain-Namen anhand von Richtlinien. Änderung gesetzlicher Vorgaben, um sicherzustellen, dass Register und Registrare umfassend rechenschaftspflichtig sind. Die Richtlinien "Know Your Customer" können sich positiv auf die Sicherheit und Legitimität der auf diesen Websites enthaltenen Informationen auswirken. 3. Echtzeit Identifizierung legitimierter Postund Zustelldienste, sowie der Absicherung für Einzelpersonen, Unternehmen und Interessengruppen. Der Weltpostverein (Universal Postal Union, UPU) hat die bisher sicherste im Internet verfügbare sTLD entwickelt. Die .post Top Level Domain (TLD) der UPU zielt darauf ab, die physischen, finanziellen und elektronischen Dienstleistungen der Postbetreiber zu integrieren und E-Post-,

E-Finance-, Ecommerce- und E-Government-Dienste zu ermöglichen und zu durch höchst mögliche Sicherheit in digitalen Medien abzusichern. Es ist die erste sTLD, die zu 100% durch DNSSEC (Domain Name System Security Extension) geschützt ist und unter der Administration der Mitgliedsstaaten (darunter aller EU-Mitgliedsstaaten) der UPU steht. Jeder kann darauf vertrauen, dass eine .post -Domain nicht auf eine gefälschte Website eines Zustelldienstes weiterleitet. 4. Wenn festgestellt wird, dass Websites gefälschte pharmazeutische Produkte oder irreführende Informationen zu kriminellen Zwecken verbreiten, sollten Domainnamen-Registrare diese Domainnamen sofort, nach Benachrichtigung und Einschreiten durch Strafverfolgungsbehörden, durch vertrauenswürdige Dritte gesperrt oder ausgesetzt werden. Die fortschreitende Digitalisierung hat in der Gesellschaft das Bewusstsein reifen lassen, dass Maßnahmen zur Gewährleistung eines hohen gemeinsamen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen in der Europäischen Union zur Aufrechterhaltung kritischer gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Tätigkeiten, zu denen ohne Zweifel der digitale Handel zählt, unerlässlich sind. Angesichts der Komplexität und der raschen Entwicklung des illegalen Handels ist die Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und den staatlichen Behörden unerlässlich, um zeitnahe, wirksame Maßnahmen zu entwickeln. logistic-natives e.V., Juli 2021 (RED) FLORIAN SEIKEL GESCHÄFTSFÜHRER LOGISTIC-NATIVES E.V.

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