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LE-3-2026-Journal-I&E

LOGISTIK express Journal 3-2026 Intralogistik & E-Commerce

LOGISTIK-EXPRESS I&E

LOGISTIK-EXPRESS I&E 3/26 | S26 dm investiert in zweites Verteilzentrum in Oberösterreich dm investiert 230 Millionen Euro und setzt bei allen maßgeblichen Gewerken und Leistungen auf Partner aus der Region und aus Österreich. Mit einem Investitionsvolumen von 230 Millionen Euro realisiert dm drogerie markt die bisher größte Einzelinvestition in der 50-jährigen Geschichte der dm Gruppe Österreich und Verbundene Länder: Mit dem neuen Verteilzentrum im oberösterreichischen Kronstorf, das den bestehenden Standort im benachbarten Enns ergänzt, verdoppelt dm seine Logistikkapazitäten in Österreich. „Wir schaffen damit Ressourcen, um dem anhaltend steigenden Zuspruch durch unsere Kundinnen und Kunden nachkommen zu können“, so Harald Bauer, Vorsitzender der dm Geschäftsführung. 375 Millionen Produkte wurden im vergangenen Jahr von den dm Kundinnen und Kunden in Österreich gekauft - das sind über 20 Millionen Stück (plus 5,7 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Hintergrund des Erfolgs sei nicht zuletzt auch, dass es gelungen ist, die Inflation im dm Warenkorb 2025 mit 0,3 Prozent fast bei null zu halten und damit viele zusätzliche Kunden für dm zu begeistern, berichtet Bauer: „Investitionen in unsere Logistik sind auch Investitionen in unsere Effizienz. Wir tun nicht einfach nur mehr-vom-Selben, sondern nutzen unser Wachstum für Weiterentwicklung. Damit schaffen wir Ressourcen, um wiederum in die Preiswürdigkeit zu investieren. Gleichzeitig reduzieren wir den ökologischen Fußabdruck unserer Logistik und schaffen optimale Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden. Wir automatisieren Tätigkeiten, für die sich immer schwieriger Menschen finden lassen und für die es nicht die Qualitäten menschlicher Arbeitskraft braucht. Wir achten auf Ergonomie und Gesundheit und setzen vielfältige Maßnahmen, um auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen einen Arbeitsplatz bieten zu können“, sagt Harald Bauer. Das Projekt hätte in einem der Nachbarländer deutlich schneller und günstiger verwirklicht werden können, stellt Harald Bauer fest: „Wir haben uns trotzdem so und nicht anders entschieden - als klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Österreich.“ Dementsprechend sei es auch gelungen, alle namhaften Gewerke und Leistungen an Partner aus der Region und an österreichische Unternehmen zu vergeben - von der Planung und Projektkoordination über Holzbau und Betonfertigteile bis zu Innenausbau, Elektrik und Intralogistik. Foto: dm/Wolfgang Lienbacher

Holzbau, erneuerbare Energie und Flächen für Biodiversität „Überall, wo das technisch möglich und sinnvoll ist, setzen wir Holz als Baustoff ein, um den CO2-Fußabdruck gegenüber konventioneller Bauweise zu reduzieren“, konkretisiert dm Österreich Geschäftsführer Thomas Köck. So werden sämtliche Außenwände und die meisten Dachflächen im Holzbau ausgeführt. Die hochwertige Holzriegelfassade spart rund 360 Tonnen (38 Prozent) CO2 im Vergleich zum üblichen Standard einer Paneelbauweise ein. Außerdem sorgt der hohe Dämmwert beim Heizen und Kühlen für eine Energieeinsparung von 22.000 kWh pro Jahr. So wie für die dm Märkte, die Zentralstandorte und die bestehenden Verteilzentren gilt auch am neuen dm Standort Kronstorf der Grundsatz „raus aus Öl und Gas“: „Wir setzen auf PV- Anlagen auf Dachflächen, Freiflächen und dem Parkdeck: Mehr als 4.600 Module produzieren eine Jahresleistung von 2,3 GWh. Für Heizung und Kühlung kommen Wärmepumpen zum Einsatz, die durch eine Betonkernaktivierung im Hallenbereich ergänzt werden“, berichtet Thomas Köck. Das planerische Gesamtkonzept zielt darauf ab, möglichst wenig Bodenfläche zu versiegeln. Mehr als 26.000 Quadratmeter und damit 30 Prozent der Flächen bleiben unversiegelt. Mit Rasengitter und Blumenschotterrasen sind weitere knapp 10.000 Quadratmeter oder 11 Prozent der Fläche nur teilversiegelt. Das Dach des Verteilzentrums mit einer Fläche von 31.000 Quadratmetern (35 Prozent) wird vollflächig als Gründach ausgeführt. Am südlichen Ende des Grundstücks entsteht ein ca. 6.000 Quadratmeter großer Öko-Grünpark mit Retentionsfläche, Löschteich und Biotopcharakter nach den Prinzipien des „Nationalpark Garten“. „Durch die Schaffung verschiedener Vegetationsbereiche wird eine hohe Biodiversität gefördert. Wir wollen hier Lebensräume schaffen, die in der freien Landschaft selten werden“, so Köck. Passende Lebensräume wie beispielsweise Magerwiesen für Insekten fördern auch die Ansiedelung diverser Vogelarten. Rund um das Gebäude werden mehr als 100 Bäume und eine Vielzahl von Sträuchern gepflanzt. Mehr Effizienz, weniger Fußabdruck Das neue Verteilzentrum macht es möglich, die Logistikprozesse weiter zu optimieren und so effizienter und damit auch ökologischer zu gestalten. „Durch die Bündelung von Transporten identer Quellverkehre nutzen wir Lkw und Touren noch effizienter. So können wir Transporte besser auslasten und erreichen, dass die Steigerung der Transportkilometer deutlich unter dem Mengenwachstum liegen wird“, berichtet Prokurist Patrick Aichinger, der den Bereich Logistik über die 12 Länder der dm Teilgruppe verantwortet. „Darüber hinaus versuchen wir, lange Distanzen, wo möglich, via Intermodalverkehr auf die Bahn zu bringen, um so zusätzliche CO2-Tonnen einzusparen.“ Freuen sich gemeinsam über die erfolgreiche Firstfeier des dm Verteilzentrums Kronstorf (von links): Thomas Köck (dm Österreich Geschäftsführer), Patrick Aichinger (Prokurist und Leiter des internationalen Fachbereichs Logistik), Harald Bauer (Vorsitzender der dm Geschäftsführung), Thomas Stelzer (Oberösterreichischer Landeshauptmann), Markus Achleitner (Oberösterreichischer Wirtschafts- Landesrat), Christian Kolarik (Bürgermeister Kronstorf) und Christoph Lichtenauer (Bürgermeister Hargelsberg).

LOGISTIK express / MJR MEDIA

 

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