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LE-3-2021

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LOGISTIK express Ausgabe 3/2021

LOGISTIK express

LOGISTIK express 3/2021 | S14 Die Studie "Österreichs Handel in Zahlen" kann auf der Website des Handelsverbandes bestellt werden: www.handelsverband.at Hinzu kommt: Neben den bislang im Onlinehandel dominierenden Warengruppen Bekleidung/Schuhe (31,2%), Elektrogeräte (26,3%) und Bücher (46,8%) wird der eCommerce für immer mehr Waren zu einem relevanten Vertriebskanal. "So erhebt der aktuelle Branchenradar für 2020 substanzielle Zuwächse etwa bei Kunst- Antiquitäten (+75%), Grünraumprodukten (+45%), Drogeriewaren (+36%) und Einrichtungsgegenständen (+40%). Im Lebensmittelhandel ist Online-Shopping zwar trotz massiver Investitionen noch eine Nischenangelegenheit, die Wachstumsdynamik ist allerdings mit +46% ebenfalls beträchtlich", sagt Andreas Kreutzer. Paketlawine wächst um 27%, allerdings wird nur 1/3 im heimischen Onlinehandel bestellt Noch stärker als der Distanzhandel hat im letzten Jahr der sog. KEP Markt (Kurier-, Express- und Paketdienste) zugelegt. "2019 lag die Zahl der zugestellten Pakete im B2C Bereich bei 109 Millionen, 2020 ist das Paketvolumen um unfassbare 27 Prozent auf 139 Millionen Stück angewachsen. Hauptgründe für die Paketlawine sind neben dem generellen eCommerce-Boom vor allem überproportional steigende Teillieferungen und Retouren. Der durchschnittliche Paketwert ist hingegen um 8 Prozent gesunken", bestätigt Kreutzer. "Der Anteil ausländischer Onlinehändler am Paketvolumen ist allerdings auf rund 64 Prozent angestiegen. Nur jedes dritte Paket, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Onlinehandel bestellen, wird bei heimischen Webshops gekauft. Das größte Tortenstück geht an Amazon". Darüber hinaus wird Österreich nach wie vor mit China-Paketen geflutet, indem die bestehende 22-Euro-Freigrenze für Paket-lieferungen aus Drittstaaten durch asiatische Online-Händler vorsätzlich ausgenutzt wird. "Das Aus für die 22-Euro- Freigrenze mit 1. Juli 2021 ist überfällig. Damit wird die Europäische Union ein 7 Milliarden Euro großes Steuerschlupfloch für asiatische Onlinehändler endlich schließen", freut sich Rainer Will. Wie der wirtschaftliche Neustart gelingen wird? Handelsverband gibt 4 Empfehlungen. Nach mehr als 6,5 Monaten "Lockdown light" sind die Türen zu Gastronomie, Hotels, Sport-, Kunst- und Kultureinrichtungen wieder aufgegangen. Viele Konsumenten haben und das Angebot gerne angenommen. Auch der österreichische Handel ist mit der Umsatzentwicklung seit dem Tag der Öffnung vieler eng verbundener Branchen am 19. Mai zufrieden. Für die Händler bedeutet die Rückkehr zu den normalen Geschäftszeiten die Öffnung von Gastronomie & Hotellerie sowie ab 1. Juli die Abschaffung der Quadratmeter-Begrenzung im Shop einen weiteren Schritt Richtung Normalität und wirtschaftlichem Comeback. Je besser es den Hotels, Kaffeehäusern und Gastwirten geht, desto stärker profitieren auch die heimischen Geschäfte von steigenden Besucherzahlen und Impulskäufen. Wie nachhaltig der Aufschwung im stationären Handel tatsächlich ist, wird sich allerdings erst in den kommenden Wochen zeigen. Die gesamte Branche hofft jetzt auf ein nachhaltiges "Klima der Zuversicht", indem sich auch die Einkommenserwartung der Menschen stabilisiert. Dringenden Handlungsbedarf für einen erfolgreichen wirtschaftlichen Neustart sieht der Handelsverband insbesondere in folgenden vier Bereichen: Schaffung gleicher und fairer Wettbewerbsbedingungen in der EU (Fair Commerce) Jeder weiß, dass der größte Onlinehändler der Welt kaum Steuern zahlt. Allein in den letzten 10 Jahren hat Amazon außerhalb der USA Steuergutschriften in Höhe von 13,4 Milliarden Dollar geltend gemacht. Damit finanziert Europa mit Steuergeldern die globale Expansion von Amazon zulasten heimischer KMU-Händler.

Österreichische Händler müssen unzählige Zwangsabgaben und hohe Lohnnebenkosten stemmen, während Amazon vogelfrei agieren kann. Es braucht eine faire Besteuerung der Marktteilnehmer. Senkung der Lohnnebenkosten Nur in drei Ländern der EU erhalten Durchschnittsverdiener weniger Nettolohn von ihrer erwirtschafteten Leistung als in Österreich. Fast die Hälfte des Arbeitseinkommens landet hierzulande beim Staat. Daher braucht es dringend eine Entlastung des Faktors Arbeit und eine konsequente Senkung der Lohnnebenkosten. Abschaffung der Mietvertragsgebühr Wenn man in Österreich ein Geschäft mieten will, bekommt man bereits Monate vor dem Umbau einen Bescheid: die Mietvertragsgebühr. Kleine Händler, die hierzulande eine Fläche anmieten, müssen Mietvertragsgebühren zahlen, bei denen das Finanzministerium oft für fünf Jahre im Voraus ein Prozent aller Mietkosten kassiert. Damit finanziert sich der Staat auf dem Rücken von Startups vor, obwohl nur die Hälfte aller Händler fünf Jahre nach der Gründung noch bestehen. Die Abschaffung dieser Papiersteuer aus Maria Theresias Zeiten ist überfällig. Über die Studie "Handel in Zahlen" Branchenradar.com Marktanalyse und Handelsverband gehen mit der gemeinsamen Österreich-Studie "Handel in Zahlen" einen neuen Weg Richtung mehr Information und Transparenz. Die Studie bietet das präziseste Bild der Handelslandschaft und der Konsumentenausgaben in Österreich für die Jahre 2016 bis 2020 sowie eine fundierte Corona- Prognose für 2021 und geht tief in die einzelnen Produktgruppen hinein. Zudem wurde der den Fokus erweitert auf einzelhandelsnahe Sektoren, da diese zumindest bis zur Corona- Krise mehr und mehr in angestammte Bereiche des Handels eingedrungen bzw. mit dem Handel verschmolzen sind. Insgesamt wurden 66 Produktgruppen und 14 einzelhandelsrelevante Kategorien definiert. (RED) AutoStore erstklassiger INTEGRATOR in Österreich www.reesinkls.at

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