Aufrufe
vor 3 Wochen

LE-2-2022

  • Text
  • Binnenschiff
  • Transport
  • Software
  • Intralogistik
  • Retail
  • Einzelhandel
  • Welthandel
  • Industrie
  • Ecommerce
  • Logistikexpresscom
  • Prozesse
  • Ukraine
  • Deutschland
  • Digitalisierung
  • Europa
  • Dachser
  • Logimat
  • Unternehmen
  • Logistik
LOGISTIK express Journal 2/2022

LOGISTIK express

LOGISTIK express 2/2022 | S42 2. Optimieren Sie die Prozesseffizienz Jede manuelle Tätigkeit kostet unnötig Geld und sollte daher vermieden werden. Händler sollten stattdessen ihre Prozesse nachschärfenund wo immer möglich über Automatisierung nachdenken. Das gilt auch für den Kundenservice. Dieser kann durch Chatbots entlastet werden, indem einfach Fragen wie “Wann kommt mein Paket?” oder “Wie kann ich einen Artikel retournieren?” zunächst vom Chatbot abgefangen werden. So werden Mitarbeiter durch KI entlastet und können sich auf kompliziertere Anfragen konzentrieren. 3. Suchen Sie nach alternativen Beschaffungsquellen und -routen Die Corona-Pandemie hat deutlich vor Augen geführt, wie gefährlich es ist, sich auf Single Sourcing zu fokussieren. Versuchen Sie, sich mittel- bis langfristig weniger von externen Partnern abhängig zu machen und vielleicht auch stärker in politisch stabileren Regionen wie Westeuropa zu sourcen. Die Preise sind oft niedriger als Unternehmen erwarten, gleichzeitig lassen sich Nachhaltigkeitsaspekte deutlich besser darstellen. Auch alternative Beschaffungsrouten sollten Unternehmen schnell in Anspruch nehmen können. Aktuell allerdings sind die Seidenstraße oder die transsibirische Eisenbahn durch den Krieg in der Ukraine auch keine wirklichen Alternativen zur Containerfracht aus China. Oliver Lucas ist seit 2011 als Unternehmensberater als „ecom consulting“ im E-Commerce-Geschäft aktiv und berät Kunden beim Aufbau der richtigen E-Commerce Strategie. Er ist ein versierter Redner für Vorträge und Moderationen auf Fachveranstaltungen, aktives Mitglied in der BVL Bundesvereinigung Logistik und einer der Top 20 eCommerce Influencer. Er ist Mitveranstalter und Co-Moderator des Think Tank next Generation Food und veröffentlicht regelmäßig Statements und Beiträge in Fachzeitschriften und Journalen. 4. Überprüfen Sie das eigene Sortiment Eine kurzfristig umsetzbare Strategie ist es, das eigene Warenangebot zu reflektieren und Komplexität zu reduzieren, indem man Produkte oder Eigenmarken aus dem Sortiment nimmt. So kann sich das engmaschige Monitoring der Supply Chain auf weniger Produkte konzentrieren. 5. Verzichten Sie auf Rabattschlachten Wer nur noch wenig Ware auf Lager hat, die in der Nachorder langsamer und teurer wird, sollte auf Rabattschlachten verzichten und stattdessen zum UVP verkaufen. Das leert zwar die Regale langsamer, doch profitieren Händler unter dem Strich wenigstens von besseren Margen. 6. Denken Sie über Versandkosten nach Kostenfreier Versand gilt in Deutschland als heilige Kuh im E-Commerce und ist für viele Warenkörbe ein echter Conversion-Hebel. Doch während Neukunden auf diesen Punkt empfindlich reagieren, können Händler ihren Bestandskunden die Situation erklären und beispielsweise um Verständnis dafür bitten, dass man trotz Inflation die bisherigen Preise hält, dafür aber aufgrund gestiegener Kosten temporär Versandkosten einführen muss. Auch für die Rücksendung von Retouren können Händler ihre Kunden selbst zahlen lassen. 7. Binden Sie Ihre Kunden Eine gute Kundenbindung macht sich immer bezahlt, besonders in der Krise. Denn Kunden, die einen Bezug zu einem Anbieter haben, lassen sich per Mail oder andere Kommunikationskanäle in Notfällen aktivieren und sie akzeptieren kleine Einschnitte eher als Neukunden. "Online-Händler sollten der Wahrheit ins Gesicht sehen, dass diverse Kostenfaktoren für Supply Chain, Lohn und Logistik, die kurzfristig auch nicht wieder zurückgedreht werden, ihre bisherigen Margen fressen", resümiert Berater und Logistikprofi Oliver Lucas. "Die Quittung dafür bekommt man in der Regel sehr zeitversetzt, weil man die Deckungsbeiträge für bereits eingekaufte Ware mit prozentualen Werten kalkulierte, die heute nicht mehr zutreffen", sagt er. Wer jetzt nicht versuche, Kosten einzudämmen, müsse irgendwann die bitteren Konsequenzen tragen. (RED)

6. eCommerce Logistik- Day 09. September 2021, Wien Hybrid Event Österreichischer Handelsverband Bleiben Sie gut informiert. Sichern Sie sich Ihren Informationsvorsprung. Mehr auf www.logistik-express.com/ ecommerce-logistik-day/ Medienpartner:

MJR MEDIA

LOGISTIK express informiert Entscheider, Entscheidungsträger aus Industrie / Handel / Logistik über Trends & Märkte und bietet das umfangreichste Informationsportal im deutschsprachigen Raum. Mehr auf logistik-express.com / network.logistik-express.com

transportlogistik.business / ecommerce-logistik.business / mylogistics.business / mobilitaet.business / binnenschiff-journal.at / umwelt-journal.at

© Copyright 2019   |   LOGISTIK express   |   Markus Jaklitsch   |