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LE-2-2022

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LOGISTIK express Journal 2/2022

LOGISTIK express

LOGISTIK express 2/2022 | S14 Da viele Onlinehändler kostenlose Retouren anbieten, bestellen Konsumenten Waren oft in vielfacher Ausführung, nur um sie anschließend wieder zurück zu schicken. Durch kostenlosen Versand wird darüber hinaus die Hemmschwelle für Kunden herabgesetzt, Produkte zu bestellen, die sie gar nicht benötigen oder wirklich wollen und im Anschluss ebenfalls retournieren. Von Seiten der Händler könnte daher auf kostenlose Retouren verzichtet werden. Um Verpackungsmaterial zu reduzieren, sollten zum Beispiel keine großen Pakete für kleine Waren genutzt werden. Nicht nur, dass große Pakete mehr Platz beim Transport benötigen, ist problematisch: Ist das Paket deutlich größer als die Ware selbst, muss der freie Platz zusätzlich noch mit Füllmaterial aufgefüllt werden. Händler sollten daher darauf achten, die Verpackung an die Größe des Produkts anzupassen. Wurde reduziert was möglich ist, gilt es im nächsten Schritt auf klimafreundliche Verpackungsalternativen umzusteigen. Dafür bieten sich rezykliertes Füllmaterial oder Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen an. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Verpackungsmaterial wieder zu verwenden. So könnten die Kunden beim Kauf im Onlineshop angeben, ob sie ihr Produkt in einer neuen Verpackung erhalten wollen oder ob eine bereits genutzte in Frage kommt. Immer mehr Unternehmen testen wiederverwendbare Paketverpackungen, die nach der Lieferung an die Kunden wieder an den Paketlieferant zurückgeschickt werden. Wie eine grünere Paketverpackung in Zukunft aussehen könnte, testet die österreichische Post mit den Handelsunternehmen dm, INTERSPAR- Onlineshop weinwelt.at, INTERSPORT, Tchibo und Thalia. Grüner Transport für eine grüne Zukunft Ist die Entscheidung über die Paketverpackung gefallen, den Versand so klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Um die Transportstrecken und damit die CO2-Emissionen möglichst gering zu halten, können verschiedene Strategien angewandt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, keinen Expressversand anzubieten. Dabei wird es den Zustellern aufgrund der fehlenden Zeit oft nicht ermöglicht, Pakete zu sammeln und gemeinsam auszuliefern. Express-Versand über Landesgrenzen hinaus findet außerdem aufgrund des Zeitdrucks meist mit dem Flugzeug statt. Da Lufttransport zu den emissionsintensivsten Versandarten zählt, ist dies generell zu vermeiden. Stattdessen könnten Bestellungen an eine bestimmte Destination (z.B. bei einem Salzburger Unternehmen nach Wien) für jeweils eine Woche gesammelt und dann gebündelt verschickt werden. Wurden die Transportstrecken minimiert, gilt es nun auf klimafreundliche Transportmöglichkeiten zu setzen. In vielen österreichischen Städten haben sich regionale Fahrradkuriere wie Heavy Pedals oder Goodville in Wien oder TEMPO in Linz etabliert. So kann es nicht nur zur Einsparung von CO2-Emissionen kommen, sondern auch die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Für längere Versandstrecken sollte darauf geachtet werden, einen klimaneutralen Versandpartner zu wählen. Dabei sollte auch auf die Qualität der deklarierten Klimaneutralität geachtet werden. Auch hier gilt wieder das Prinzip: Zuerst reduzieren, dann kompensieren. Während sich manche Versandunternehmen ambitionierte Ziele zur CO2-Reduktion gesetzt haben, kompensieren andere Versandunternehmen einfach nur ihre Emissionen, ohne vorab Anstrengungen zu unternehmen, sie zu reduzieren. Fest steht, dass es viele verschiedene Ansatzmöglichkeiten gibt um den CO2 Fußabdruck von Paketzustellungen so niedrig wie möglich zu halten. Wählen Sie den richtigen Startpunkt für ihr Unternehmen und beginnen Sie bereits heute mit ihrer Transformationsreise zu einem klimafreundlicheren Unternehmen. (RED)

Infos & Tickets unter www.ecommerce-day.at eCOMMERCE DAY 2022 22. JUNI Nordlicht, Wien Early Bird Tickets bis 11. Mai

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