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LE-2-2022

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LOGISTIK express Journal 2/2022

LOGISTIK express

LOGISTIK express 2/2022 | S12 HANDEL LOGISTIK Klimaneutrale Paketzustellung – Die besten Tipps & Tricks für Händler Nachhaltigkeitsaspekte beeinflussen heute das Konsumverhalten von mehr als der Hälfte der Bevölkerung. Beinahe jeder zweiter Verbraucher wechselt mittlerweile zu weniger bekannten, dafür nachhaltigeren Marken. BEITRAG: GERALD KÜHBERGER Nachhaltigkeit endet für Konsumenten jedoch nicht beim Produkt, sondern zieht sich durch die gesamte Wertschöpfungskette. Somit spielt mit dem steigenden eCommerce auch eine klimaneutrale Paketzustellung eine immer größere Rolle, ist Magdalena Wallis, Program Manager der Climate Ranger Academy von GLACIER, überzeugt. Die “letzte Meile” der Paketzustellung soll grüner werden Aber warum muss die Paketzustellung erst klimaneutral werden? Eine klassische Paketlieferung verursacht CO2-Emissionen, da Energie aufgewendet werden muss, um die Pakete zu bewegen. Einerseits durch die Verbrennung fossiler Energieträger beim Transport mit herkömmlichen PKWs, LKWs oder Flugzeugen, aber auch bei der Produktion der Verpackungsmaterialien, die für den Versand der Ware benötigt werden. Diese zusätzlichen CO2-Emissionen verstärken die Klimakrise und gefährden somit das Leben auf der Erde, wie wir es kennen. Beim Versand von Waren kann daher auf Seite der Händler darauf geachtet werden, dass keine unnötige Umweltbelastung entsteht.

Damit eine ganzes Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung (wie z.B. das Zustellen eines Pakets) sich klimaneutral nennen darf, muss jedoch gesichert sein, dass die Menge an schädlichen Treibhausgasen in der Atmosphäre sich dadurch rechnerisch nicht erhöht. Um klimaneutralen Versand anbieten zu können gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es werden alle CO2-Emissionen von Anfang an vollständig vermieden, oder es werden Maßnahmen zur teilweisen Reduktion des CO2-Ausstoßes gesetzt und die verbleibenden Emissionen werden nachträglich über den Emissionshandel kompensiert. Obwohl der erste Ansatz natürlich aus Umweltsicht ideal wäre, gestaltet sich eine 100%-ige Vermeidung von Treibhausgasemissionen zumeist als schwierig. Deswegen wird in der Regel eine Version des zweiten Ansatzes gewählt. Um die Klimabelastung so gering wie möglich zu halten, sollte sowohl bei der Verpackung als auch beim Transport von Waren jedoch zuerst darauf geachtet werden, so viel CO2-Emissionen wie möglich zu vermeiden. Erst im zweiten Schritt sollten Emissionen, die nicht vermeidbar sind, kompensiert werden. Dieses grundlegende Prinzip ist für alle klimaschädlichen Prozesse anzuwenden. Obwohl bei klimaneutralem Versand oft ausschließlich der Transport beachtet wird, sollte man als Unternehmen schon bei der Verpackung des Pakets darauf achten, so ressourceneffizient wie möglich zu handeln. Eine klimaneutrale Paketzustellung sollte im Idealfall sowohl eine klimaneutrale Verpackung als auch einen klimaneutralen Transport beinhalten. Im Folgenden geben wir Einblicke in die Handlungspotenziale in beiden Bereichen. Klimafreundliche Paketverpackung – Schritt für Schritt Häufig werden versendete Ware mehrmals in Plastik verpackt. Dies wird von Konsumenten kritisch betrachtet und ungern gesehen. Um als Unternehmen klimafreundlicher zu agieren und von den Kunden als glaubwürdig wahrgenommen zu werden, gilt es die Paketverpackung passend zum klimaneutralen Versand zu gestalten. Auch hier heißt es zuerst Verpackung reduzieren. Im zweiten Schritt sollte unvermeidbare Verpackung durch nachhaltigere Verpackungsmaterialien ersetzt werden, um so den CO2 Fußabdruck möglichst gering zu halten.

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