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LOGISTIK EXPRESS JOURNAL 1/2020

LOGISTIK express

LOGISTIK express 1/2020 | S16 Trump erlässt wegweisende Vorschriften für Amazon & Co. Eine Plattformhaftung für Produktfälschungen stellt in den USA den Amazon Marketplace vor große Herausforderungen. Präsident Donald Trump setzt um, was der österreichische Handelsverband für Europa seit langem fordert. Wann handelt die EU, um digitale Fairness herzustellen? BEITRAG: GERALD KÜHBERGER den eCommerce. Das neue US Rahmenprogramm für Zoll- und Grenzschutz verlagert nun die Verantwortung für derartige Produktfälschungen auf Plattform-Betreiber wie Amazon. Damit sollen künftig in den USA Lager und Fulfillment-Zentren rechtlich und finanziell für die Schäden durch Produktpiraterie haften. Foto: APA GERALD KÜHBERGER COMMUNICATIONS MANAGER HANDELSVERBAND Schlechte Nachrichten für Jeffrey Bezos - gute Nachrichten für Fair- Commerce. Die Trump-Administration hat Ende Jänner neue Regeln zur Bekämpfung von Fake-Produkten im eCommerce präsentiert. Die neuen Richtlinien, die vom Department of Homeland Security (DHS) veröffentlicht wurden, sehen künftig eine Plattformhaftung für Produktfälschungen vor. Weltweiter Umsatz mit Produktfälschungen wächst jährlich um 15% Der Hintergrund: Jahr für Jahr wächst das weltweite Geschäft mit Fake-Produkten um rund 15%, heuer soll erstmals die Marke von 1,8 Billionen US-Dollar überschritten werden. Mehr als ein Viertel davon entfällt laut Global Brand Counterfeiting Report auf Digitalisierung durch Chancengleichheit für den österreichischen Handel voranbringen Das ist ein richtungsweisender Weg für Fair- Play im eCommerce. Die USA setzen damit um, was der österreichische Handelsverband für Europa schon seit Jahren fordert – eine Plattformhaftung für Produktfälschungen. Nur durch digitale Fairness sind Innovationen leistbar und Internationalisierungsschritte in der Europäischen Union möglich. Die neuen Vorschriften bedeuten jedenfalls eine strengere Durchsetzung der amerikanischen Einfuhrgesetze. Plattformen wie Amazon sollen in Zukunft auch selbstständig die Vernichtung von Schmuggelware durchführen, die nicht vom US-Zoll beschlagnahmt wurde. Darüber hinaus müssen die eCommerce-Marktplätze den Behörden umfangreiche Daten über ihre Drittanbieter zur weiteren Überprüfung bereitstellen. Laut Donald Trump sollen die neuen Regeln nicht nur das geistige Eigentum der USA schützen, sondern auch die öffentliche Sicherheit gewährleisten, die durch gefälschte Waren bedroht werde. Der Handelsverband hatte Amazon & Co zuletzt im Dezember 2019 zu mehr Aktivität gegen die asiatische Plagiatsindustrie aufgerufen. Immerhin stammt bereits jeder

„Es bedarf einen NEW DIGITAL DEAL, einen neuen europäischen Ansatz, der digitale Datenhoheit als Menschenrecht verankert. Damit werden wir uns von Asien und Amerika differenzieren, denn der Konsument wird künftig nicht bereit sein, für den Kauf eines T-Shirts, personenbezogene Daten für alle Zeit einem Konzern zu verschreiben.“ Rainer Will, CEO Österr. Handelsverband dritte Top-Seller auf dem Amazon Marktplatz aus China. Daher muss die Nutzung bestehender technologischer Möglichkeiten der Fake Prevention ebenso eingefordert werden wie ein proaktives Screening insbesondere bei marktdominanten Plattformen. Betrugsbekämpfung als Beitrag für Green- Commerce Überdies leistet eine effektive Betrugsbekämpfung auch einen wertvollen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit im Handel, da damit der Verkauf minderwertiger oder gefährlicher Fake-Produkte in Europa unterbunden werden kann. Die Flut an Plagiaten auf dem umsatzstärksten Marktplatz des Landes bringt große Herausforderungen mit sich. Der Zoll erzielt bereits Erfolge durch Schwerpunktkontrollen, es braucht aber ein entschlossenes Vorgehen der Politik, um die Musterbeispiele anderer Länder in Gesetze zu gießen. Alle wollen nachhaltiger leben, daher muss Österreich die offenen Scheunentore schließen, die durch minderwertige Kunststoffe befüllt werden, die davor quer um den Planeten reisen. Das ist die Basis für GreenCommerce, aber auch für FairCommerce, um in Zeiten der Plattformökonomie die Potentiale heimischer Qualitätsanbieter für den internationalen Handel zu fördern. (GK) Global Powers of Retailing-Report: 3 österreichische Händler unter den Top 250 Spar auf Rang 81, René Benkos Signa auf 124, XXXLutz belegt Platz 203. Amazon am Vormarsch. FairCommerce und Innovationsoffensive im Handel notwendiger denn je. Im brandneuen Deloitte „Global Powers of Retailing“-Report werden die 250 umsatzstärksten Einzelhändler des Planeten ausgewiesen. Aus österreichischer Sicht erfreulich: Mit Spar (Platz 81), Signa (124) und XXXLutz (203) konnten sich gleich drei Austro-Händler im Top-Ranking platzieren. „Uns freut besonders, dass immerhin ein Drittel der Top 250 Retail-Unternehmen aus Europa stammt, darunter Aldi, Rewe, Lidl und Zalando. Positiv ist auch, dass die 3 österreichischen Handelsunternehmen Spar, Signa und XXXLutz im Ranking kräftig nach oben klettern konnten“, resümiert Handelsverband- Geschäftsführer Rainer Will. Amazon erstmals auf dem Stockerl. FairCommerce und Innovationsoffensive im Handel notwendig. Spannend ist der Kampf um die Spitze: Walmart bleibt zwar mit einem Umsatz von 514 Milliarden Dollar unangefochten vor Costco (142 Milliarden) an der Spitze, doch bereits auf Rang 3 folgt mit Amazon (140 Milliarden Dollar) der weltgrößte Onlinehändler. Der rasante Aufstieg von Amazon belegt auch den globalen eCommerce-Boom. „Während die weltgrößten Onlinehändler beim Umsatz längst mit den führenden stationären Händlern mithalten können, hinken wir bei der Besteuerung digitaler Geschäftsmodelle noch meilenweit hinterher. Es braucht hier endlich Fair Play zwischen Old und New Economy. Gleichzeitig empfehlen wir eine Innovationsoffensive für den österreichischen Handel, damit er die Chancen, die der digitale Handel bietet, besser in der Breite nutzen kann“, appelliert Rainer Will an die österreichische und europäische Politik. Der Handelsverband vernetzt weit über seine nationalen Grenzen hinaus, u.a. durch Kooperationen sowie Mitgliedschaften bei internationalen Organisationen wie eCommerce Europe, der Federation of International Retail Associations (FIRA), der Confederation of International Trading Houses Associations (CITHA), der World Federation of Direct Selling Associations (WFDSA) und Direct Selling Europe (DSE). (GK)

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