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LE-1-2015

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

JOB & KARRIERE

JOB & KARRIERE Zukünftige Leistungsträger selbst „erschaffen“ Obwohl beispielsweise durch die Arbeitsmarktöffnung frische Kräfte ins Land strömen, gibt es dennoch in vielen Bereichen einen Fachkräftemangel. Die Speditionsbranche ist davon nicht verschont geblieben – was liegt also näher, als sich die Spezialisten selbst heranzuziehen? ANGELIKA GABOR Stellvertretend für die vielen großen und kleinen, nationalen und internationalen Logistikunternehmen in Österreich hat sich Logistik express mit den Personalverantwortlichen von DB Schenker, der Gebrüder Weiss Gesellschaft m.b.H., der cargo-partner GmbH, der Quehenberger Logistics GmbH sowie bei DHL Freight unterhalten und nach den Beweggründen für die Lehrlingsausbildung im eigenen Unternehmen gefragt. Warum selbst ausbilden? Ein Lehrlingsausbildungsbetrieb der ersten Stunde ist Gebrüder Weiss, und das aus gutem Grund: „Wir haben seit Jahrzehnten gute Erfolge mit eigenen Lehrlingen und investieren mit umfangreichen Programmen in deren Ausbildung. Unsere Lehrlinge kommen meistens direkt von der Schule und bekommen mit ihrem Start ins Berufsleben unsere Werte-Kultur vermittelt. So entsteht echtes ‚Wir-Gefühl‘, und das ist uns wichtig“, erklärt Helmut Schöpf, zentraler Personalentwickler bei GW. An die Zukunft denkt Elisabeth Schinwald, Manager Recruiting & Development bei Quehenberger: „Unser Ziel ist, eigene Experten auszubilden. Die Lehrlinge lernen alle Abteilungen und Mitarbeiter kennen, dazu bekommen sie spezielles Fachwissen vermittelt.“ Eva Glatz, Mitarbeiterin im HR-Development bei DB Schenker in Österreich, sieht das ähnlich: „Die Lehrlingsausbildung ist seit Jahren für uns wichtig, um eigene Fach- und Führungskräfte aufzubauen und Experten in allen Abteilungen zu schaffen, sonst ist es oft schwierig, geeignetes Personal zu finden.“ Das Problem mit adäquaten Fachkräften auf dem freien Markt kennt auch DHL, darum ist die Lehrlingsausbildung hier selbstverständlich geworden: „Wir wollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken, aber vor allem auch jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben erleichtern. Mit unseren zusätzlichen Ausbildungsangeboten geben wir die Möglichkeit, sich besser in unserem Unternehmen einzufinden. Denn die gezielte Weitergabe von relevanten und unternehmensspezifischen Informationen erspart den sonst nötigen, immensen Zeit- und Kraftaufwand, solche Informationen selbst zu besorgen – und es bleibt mehr Zeit, sich auf die Aufgaben zu konzentrieren, welche für den zukünftigen Beruf und unser Unternehmen wichtig sind“, weiß Heike Sommer, Managing Director AT & SI bei DHL Freight. cargo-partner hingegen begibt sich mit der aktuellen Suche nach Lehrlingen auf ungewohntes Terrain, denn bislang setzte man auf die eigene Ausbildung von Absolventen aus Schulen für wirtschaftliche Berufe. Warum jetzt doch eine eigene Lehrlingsausbildung? „Die Verbindung von Praxis und theoretischer Ausbildung ist die Quintessenz jeden Wissens. Die Kombination Praxisbetrieb und Berufsschule ist eine sehr gute Kombination für eine gute Ausbildung. Dieses System möchten wir in Zukunft auch nutzen. Nicht nur, um unseren Leuten eine gute Ausbildung zukommen zu lassen, sondern auch, um neues Wissen in unser Unternehmen zu holen. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre kann man sofort auf "eigene" Fachleute zurückgreifen, die Aufgaben und Verantwortungen übernehmen können“, fasst Johannes Hutter, Personalleiter Österreich bei cargo-partner, zusammen. Persönlichkeit vor Zeugnis? Erfahrungsgemäß gibt es mehr Bewerber als offene Lehrstellen, doch nicht jeder ist gleich gut für ein Leben im Speditionsumfeld geeignet. Eine gute Portion Stressresistenz & Selbstbewusstsein, dazu Organisationstalent und eine rasche Auffassungsgabe sind unabdingbar, um im Tagesgeschäft nicht unterzugehen. Die wichtigsten Eigenschaften für einen Beruf in der Branche sind laut Sommer ein starker Wille, ein großes Maß an Eigenverantwortung und Eigeninitiative, logisches Denken, Stressresistenz und Kommunikationsfreude. Sowie die Liebe für Geografie und mathematisches Verständnis. Auf diese Eigenschaften hin gilt es, die Bewerber abzuklopfen. Bis auf cargo-partner, wo während eines persönlichen Gesprächs auch auf die Kenntnisse des Bewerbers eingegangen wird, geben alle von uns befragten Unternehmen an, Einstiegstests durchzuführen – hierbei stehen Grundkenntnisse in Allgemeinbildung, Geografie, Englisch und teilweise Logik im Vordergrund. Doch nicht immer ist ein Versagen bei dem Test ein automatisches Ausschlusskriterium. Sommer: „Bei uns gibt es sowohl Gespräche als auch Tests, beides in Kombination, da beispielsweise ein Test alleine nicht aussagekräftig ist. Wesentlich ist für uns, wie sich der junge Mensch beim Vorstellungsgespräch präsentiert und wie gezielt er dafür vorbereitet ist.“ Bei Gebrüder Weiss gilt es zudem noch, Texte sinnerfassend zu lesen und dann widerzugeben. „Und wir haben eine ‚Schnupperpflicht‘, da zeigt sich dann, wer wirklich geeignet ist“, so Schöpf. Auch bei Quehenberger wird nach dem Test und einem Erstgespräch geschnuppert, anschließend gibt es noch ein Gespräch. Schinwald: „Für uns zählt auch das Auftreten beim Test, aber gewisse Grundkenntnisse – beispielsweise in Geografie und politischer Bildung – sind unabdingbar. Wer da beim Lehrlingstest durchfällt, wäre wohl falsch in diesem Beruf, denn gerade in einem internationalen Unternehmen ist angesichts vieler Krisenherde auch Interesse für diese Bereiche wichtig.“ Bei DB Schenker ist ebenso ein positiver Test die Voraussetzung dafür, dass es weiter geht, erzählt Glatz: „In einem ausführlichen Bewerbungsgespräch finden wir dann gemeinsam mit dem Bewerber heraus, ob es für beide Seiten passt sowie den Vorstellungen und Erwartungen entspricht.“ INDEX DB Schenker www.dbschenker.at Gebrüder Weiss www.gw-world.at cargo-partner www.cargo-partner. com Quehenberger www.quehenberger. com DHL Freight www.dhl-freight.at weiter > 48 LOGISTIK express 1|2015 LOGISTIK express 1|2015 49

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