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LOGISTIK express Fachzeitschrift

MANAGEMENT Die Welten

MANAGEMENT Die Welten müssen zusammenpassen Der europäische Autohersteller Magna hat ein ausgefeiltes System zur Planung und Steuerung seiner europäischen Logistik-Prozesse installiert. Damit lassen sich nachhaltig Kosten sparen. Logistik-Dienstleister sollten sich am Riemen reissen und proaktiver werden. INDEX MAGNA STEYR www.magnasteyr. com BMW www.bmw.de Ford www.ford.de Magna kauft pro Jahr Transport-Leistungen für 180 Mio. Euro ein und macht jährlich 100 Ausschreibungen für Logistik-Dienstleistungen. VW www.volkswagenag.com Daimler www.daimler.com Der Logistikbedarf des weltweit tätigen Autoherstellers Magna ist beeindruckend: 16.000 Transporte werden täglich zwischen 126 Magna-Werken in 16 europäischen Ländern abgewickelt. Magna bezieht für die im Auftrag renommierter Autohersteller wie beispielsweise BMW, Ford, Fiat, Volkswagen oder Daimler hergestellten Autos Komponenten von nicht weniger als 3.000 Lieferanten aus ganz Europa, bis zu 70.000 einzelne Artikelnummern werden in den Fahrzeugen verbaut und müssen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort für die Produktion zur Verfügung stehen. „Wir haben im Jahr 2005 begonnen, ein hocheffizientes und integriertes Planungs- und Steuerungssystem für die gesamte Supply Chain einzuführen“, blickt Jörg Blechinger, Leiter der Magna Logistikgruppe der Magna International Europe AG mit Sitz im Grazer Werk von Magna, zurück. Er ist seit 2005 bei Magna und hat das sogenannte „Magna Logistics Europe Scorecard“ aufgebaut. Mit einer kleinen Mannschaft von 15 Mitarbeitern wird auf Basis der 2005 implementierten Supply-Chain-Architektur der zentrale Frachteinkauf gesteuert. Von dieser Abteilung werden alle Transport-Ausschreibungen nach genau definierten Ausschreibungsstandards durchgeführt, wird die Supply Chain je nach Auftragsvorgaben in den Werken designt und die Effizienz der Transportabwicklung von einem permanenten Controlling begleitet. Sinn und Zweck der Optimierung der Logistik- Prozesse sind Engineering, Standardisierung, Kostenreduktion durch straffe Kostenkontrolle und Produktionssteigerungen. Was für Blechinger dabei ganz wesentlich ist: Mit der ausgefeilten Logistik-Strategie lassen sich Synergieeffekte erzielen, die unterm Strich Planungs-Durchlaufzeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren und Effizienz-Steigerungen zwischen 15 und 25 Prozent bewirken. Das jährliche Supply-Chain-Etat von Magna Europe liegt bei 370 Mio. Euro, davon entfallen rund 180 Mio. Euro auf den Einkauf von klassischen Transportdienstleistungen. Dieses Volumen wird im Rahmen von 100 pro Jahr durchgeführten Ausschreibungen eingekauft und die Nutznießer sind fünf Magna-Divisionen. Rund 200 externe Logistik-Dienstleister sind für Magna permanent tätig, bei der Auswahl der Akteure werden regionale und fachliche Stärken der potenziellen Logistiker unter die Lupe genommen und Blechinger erwartet, dass „sie unsere Ausschreibungen verstehen.“ Externe Logistikdienstleister müssen sich, wollen sie mit Magna in das Geschäft kommen, „mit unseren Ausschreibungsprozessen identifizieren“, betont der Logistik-Manager. Spediteure, Frächter etc. schauen sich die Magna- Logistik-Manager genau an, sie checken die wirtschaftliche und finanzielle Stärke der potenziellen Dienstleister und bewerten deren Leistung nach einem speziellen Value-Sourcing-System, das einem Bewertungsmodul gleichkommt, mit dem die Performance der externen Logistiker gemessen und verglichen wird, ob die im Rahmenvertrag vereinbarten Punkte auch im Tagesgeschäft erfüllt werden. Transporte kauft Magna nicht allein über den Preis ein, qualitativ anspruchsvolle Logistikdienstleistung spielt eine wichtige Rolle und diese kann ihren Preis haben, weiß der Mana-ger aus Erfahrung. „Wir schauen darauf, dass unsere Welt mit jener unserer Logistikpartner zusammenpasst.“ Als die ganz große Herausforderung in der Logistik der Zukunft sieht Blechinger das Erkennen von globalen Entwicklungen und Trends in einer immer globaler werdenden Produktionswelt. „In Europa ist die Nachfrage nach Autos allmählich gesättigt, in Asien gibt es noch viel Potenzial. Wir müssen auf diese Veränderungen flexibel reagieren sowohl in der Produktion als auch in der Logistik.“ Von den externen Logistik- Partnern würde sich Blechinger deutlich mehr aktiven Input erwarten, wie beispielsweise logistische Ablaufprozesse aus der Sicht des Frächters oder Spediteurs optimiert werden könnten. Nicht nur in Österreich sei das externe Engagement noch sehr bescheiden ausgeprägt, sondern auch in anderen europäischen Ländern. Die Logistik-Dienstleister sollten sich am Riemen reißen und hier proaktiver werden, nicht zuletzt in ihrem eigenen wirtschaftlichen Interesse, rät Blechinger. (LE) Magna Konzern auf einen Blick Die Magna ist seit 1961 eine börsennotierte Aktiengesellschaft und heute der global am stärksten diversifizierte Autozulieferer der Welt. Der Konzern konstruiert und produziert Systeme, Baugruppen, Module und Bauteile und engineert und montiert komplette Fahrzeuge hauptsächlich zum Verkauf an OEM (von Autos und Lieferwagen in Nordamerika, Europa, Asien, Südamerika und Afrika. Umsatz: 2013: 34,8 Mrd. US-Dollar (2014: noch keine Zahlen). Mitarbeiter: 125.000 weltweit, davon 45.000 in Europa, 21.000 in USA, 22.000 Mexiko und 19.000 Kanada, 5.000, restliche Welt. Standorte: 316 weltweit in 29 Staaten (Produktionswerke, Engineering, Forschungs-, Entwicklungs- und Marketing-Niederlassungen. Magna Logistics Europe: 126 Standorte in 16 Ländern, 3.000 Lieferanten, 16.000 Transporte pro Woche, 70.000 Artikelnummern... 36 LOGISTIK express 1|2015 LOGISTIK express 1|2015 37

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