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LE-1-2010

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK Die

INTRALOGISTIK Die Geschichte der Verpackung ist wohl so alt wie die Menschheit selbst, als Tierhäute zum Transport und zur Aufbewahrung gesammelter Beeren dienten. Vor über 6.000 Jahren verwendeten die Babylonier geflochtene Körbe als Transportverpackung ihrer Handelswaren. Bereits im 14. Jahrhundert wurde die Verwendung von Holz- und Spanschachteln dokumentiert. Bis zur modernen Verpackung war es ein weiter Weg, doch der hat sich gelohnt: laut aktueller Verpackungsstatistik erzielte die österreichische Verpackungswirtschaft als Teil der Sachgüterindustrie im Jahr 2007 ein Produktionsvolumen von 3,35 Milliarden Euro, das entspricht immerhin 1,24 Prozent des gesamten BIP (Quelle: Verpackungsstatistik 2007, Österreichisches Institut für Verpackungswesen). Pappe, Holz oder Plastik? Zieht man die Statistik heran, haben im Bezug auf Produktionsvolumen Papier, Karton und Pappe klar die Nase vorn: 674.007 Tonnen wurden davon im Jahr 2007 in Österreich hergestellt, gefolgt von Glas mit 405.743 Tonnen, Kunststoff mit 381.147 Tonnen und Holz mit 268.283 Tonnen – Tendenz steigend. Natürlich gibt es auch noch andere Materialien wie Metall, die als Verpackung in Frage kommen. Für welche Verpackung man sich letztlich entscheidet, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: der Beschaffenheit des Produktes und der Art des Transportweges. Ist das Transportgut flüssig oder fest? Schwer oder leicht? Steht die Verpackung im Freien? Wird sie automatisch oder manuell manipuliert? Dient die Verpackung der Präsentation? Mit diesen und vielen weiteren Fragen sehen sich Güterproduzenten konfrontiert. Weit mehr als nur das Drumherum Die Verpackung ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken, kaum ein Produkt wird ohne diese schützende und schmückende Umhüllung transportiert oder verkauft. Es gibt schier unzählige Arten, Formen und Gestaltungsmöglichkeiten, die in der Logistik eine tragende Rolle spielen. Einige der wichtigsten hat Logistik express für Sie zusammengetragen. Redaktion: aNGELIKA THALER Wellpappe – leichtes Multitalent Jedes Kind kennt diese bereits 1871 patentierte Verpackung aus mindestens einer gewellten Papierbahn, die mit glatten Papierbahnen verklebt wird und so ihr typisches Aussehen, vor allem aber ihre enorme Stabilität trotz des geringen Gewichtes erhält. Ihre Fähigkeit, Stöße zu absorbieren, haben sie beliebt gemacht. „Traditionell wird Wellpappe als Sekundär- oder Tertiärverpackung zum Schutz während der Logistik- und Transportprozesse eingesetzt“, erklärt Robin de Jong, Marketing & Sales Director, Business Unit Corrugated Packaging bei Mondi. Sie sei besonders beliebt, da man damit sehr individuell auf das jeweilige Packgut eingehen könne. „In letzter Zeit geht der Trend allerdings immer mehr in Richtung Werbeträger und Imagefunktion, mittels Multi-4-Farb-Druck wird aus dem reinen Verpackungsmittel eine Repräsentationsmöglichkeit am Point of Sale“, führt de Jong aus. Immerhin würden 70 Prozent der Kaufentscheidungen erst direkt im Geschäft getroffen, und da müsse die Verpackung das Branding weitertragen. „Auch das Shelf-ready-Packaging nimmt eindeutig zu“, ergänzt er. Durch die Displayfunktion und den direkten Einsatz im Regal ergäbe sich viel Einsparungspotenzial, denn Wellpappe sei im Gegensatz zu manch anderer Verpackung recht günstig in der Herstellung. „Man darf auch nicht vergessen, dass sie aus einem nachwachsenden Rohstoff gefertigt wird und zu 100 Prozent recyclebar ist. Schon bei der Produktion verwenden wir 80 Prozent Recyclingpapier, das schont die Umwelt. Und als Einstoffverpackung ist auch die Entsorgung unproblematisch“, hebt de Jong hervor. Einen weiteren Vorteil sieht er: „Während Container gewaschen und zurückgebracht werden müssen, fällt das bei Wellpappe oder auch Interview mit ROBIN DE JONG Mondi Packaging Corrugated Services GmbH Kartonverpackungen komplett weg, das spart Logistik-Kosten.“ Da alle Hygieneanforderungen problemlos erfüllt werden, verwundert es wenig, dass besonders in der Lebensmittelund Kosmetikindustrie der Einsatz von Wellpappeverpackungen zunimmt. „Derzeit bieten wir Wellpappeverpackungen an, in denen RFID-Chips integriert sind. Damit wird ein Beitrag zur Effizienzsteigerung in der Wertschöpfungskette hinsichtlich Rückverfolgbarkeit geleistet“, verrät de Jong abschließend. 16 LOGISTIK express 1|2010 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK Eine wahre Kunst Im Hinblick auf Umweltaspekte haben Kunststoffverpackungen meist einen schlechten Ruf – zu Unrecht, wie Studien in letzter Zeit bewiesen haben. In Wahrheit sind sie wahre Alleskönner. Man unterscheidet je nach Materialeigenschaften zwischen drei Arten von Kunststoffen: Thermisch formbare Kunststoffe (Thermoplaste, zB Polyethylen, Polypropylen, Polystyrol oder auch Polyvinylchlorid = PVC) verformen sich bei Hitzeeinwirkung im Gegensatz zu hitzebeständigen Kunststoffen (Duroplaste, zB Melamin-Formaldehyd-Harz = MF) und behalten beim Erkalten die neue Form. Elastische Kunststoffe (Elastomere, zB Polyurethan = PUR) können auseinandergezogen werden, kehren beim Loslassen aber wieder in die Ursprungsform zurück. Folien, wie etwa Luftpolsterfolie, werden aus Thermoplasten gefertigt. Eine Studie der Wiesbadener Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung ergab, dass durch den Verzicht auf Kunststoffverpackungen das Verpackungsgewicht allein in Deutschland um 4 Millionen Tonnen ansteigen würde – bei doppeltem Energieverbrauch zur Herstellung. Kunststoff hat viele Vorteile: er ist leicht bearbeitbar, lässt dank Spritzguss- Verfahren oder Tiefziehens auch sehr feine Konstruktionen zu, birgt ein geringes Verletzungsrisiko, ist relativ leicht und trotzdem stabil, verwitterungsbeständig und sogar lebensmittelecht. Ein Unternehmen, das all diese Vorteile kennt und nutzt, ist die Schoeller Arca Systems GmbH (SAS), Weltmarktführer von wiederverwendbaren Kunststoffverpackungslösungen im Bereich Material-Handling. „Mit unseren Produkten sind wir stets bemüht, zur Verbesserung der Logistik unserer Kunden beizutragen und die Markenbildung ihrer Produkte zu stärken“, beschreibt Martin Gansterer, Vertriebsleiter Österreich, das Mission Statement des Unternehmens. Die Breite des Portfolios reicht von stapel- und nestbaren Behältern, faltbaren Groß- und Kleinladungsträgern und Paletten über Transportwägen und Eimer bis hin zu Getränkelogistikprodukten und Pool-Behältern. „Vor Kurzem konnten wir erfolgreich eine neue Light-Version unserer faltbaren Großladungsträger präsentieren, den „Magnum Helium“, berichtet Gansterer. Dieser stapelbare Ladungsträger im Europalettenformat kann bei einer Höhe von 75 oder 83 cm bis zu 200 kg schwere Lasten halten, dank der klappbaren Wände lassen sich mit diesem Behälter Platz und damit Kosten sparen. Sollte ein Kunde trotz der großen Auswahl an Produkten nicht fündig werden, ist auch das kein Problem, denn „bei Bedarf entwickeln wir eine kundenspezifische Lösung, die genau auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten ist“, weiß der Vertriebsprofi. Damit der wertvolle Behälter dann nicht verloren geht, bietet SAS auch speziell auf die Verwaltung von Verpackungssystemen zugeschnittene Tracking-Systeme an. „Magnum Helium“ funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Auf stapeltauglichen Kunststoffböden im Europalettenformat sind klappbare Wände angebracht, die stabil einrasten und für den Leertransport einfach wieder umgelegt werden. KOMMENTAR netzwerke sind wichtig Marktführer setzt auf (Logistik-) Dialog. Wie schon in den Jahren zuvor unterstützt Schoeller Arca Systems (SAS) den Logistik-Dialog der Martin Gansterer Bundesvereinigung Logistik (BVL). Der weltweite Marktführer im Bereich Kunststoffmehrwegverpackung ist 2010 nicht nur Hauptsponsor der Veranstaltung, sondern sorgt erstmals mit der jungen Dialektmusikgruppe „dieCHILLER“ für Unterhaltung beim „BVL Get-together“. „Unser Engagement bei der BVL ist für beide Seiten ein Gewinn. Einerseits bleiben wir immer am aktuellen Stand und andererseits bringen wir Erfahrungswerte aus unserem täglichen Geschäft ein“, so Martin Gansterer, Vertriebsleiter des Behälterherstellers und Vorstandsmitglied bei der BVL. Bei der kongressbegleitenden Fachausstellung „Logistik-Tools“ präsentiert der Marktführer sein breites Angebot an so genannten Großladungsträgern (Behälter in Palettengröße). SAS stellt bereits seit rund 15 Jahren faltbare Großladungsträger in Europa her – in den USA hat man damit schon vor 25 Jahren begonnen. Bisher wurden europaweit annähernd 2,5 Millionen Stück der MAGNUM-Box abgesetzt. „Damit können wir natürlich auf ausreichend Erfahrung zurückgreifen und bieten unseren Kunden somit jenes ausgereifte Know-how, das man für den Umstieg auf dieses effizientere Gebinde braucht“, weiß Gansterer über die Vorteile „seiner“ Produkte. E-Mail: martin.gansterer@ schoellerarca.com www.logistik-express.com LOGISTIK express 1|2010 17

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