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LE-1-2008

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

BVL LOGISTIK-DIALOG Die

BVL LOGISTIK-DIALOG Die größte Logistik-Veranstaltung Österreich fand von 28. Februar bis 29. Februar 2008 im gewohnten Ambiente des Event- und Congress Centers in der Pyramide Wien-Vösendorf statt. LOGISTIK express SPEZIAL Logistik Express berichtet auf den folgenden vier Seiten vom 24. Logistik-Dialog der Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL), der die Auswirkungen der Klimaveränderungen und Ressourcenverknappung auf die Logistik zum Thema hatte. Der Klimawandel ist Realität! Die Logistik muss sich an geänderte Klimabedingungen anpassen, sagt Meteorologin und Klimaschutz- Expertin Helga Kromp-Kolb. Es wird längere Hitzeperioden und heftigere Niederschläge geben. der Thaya war von normalerweise 8 m 3 Wasser pro Sekunde binnen weniger Stunden auf 477 m 3 pro Sekunde angeschwollen, das komplette Werk wurde unter Wasser gesetzt. Auch Dipl. Ing. MBA Uwe Löcker, Georg Fischer Fittings GmbH, konnte ähnliches berichten. Bei dem Hochwasser 1997 brach das Einlaufbauwerk der Anlage, das Werk wurde komplett überflutet, der Wasserstand betrug etwa 50 cm im Erdgeschoss. „Das neue Einlaufbauwerk ist aus Stahlbeton statt aus Holz“, zählt Löcker nur eine der vielen Maßnahmen auf, die zur Verhinderung einer weiteren Katastrophe getroffen wurden. In Grönland sind bereits 70 m der Eisdicke abgeschmolzen. Bis 2100 werden alle Gletscher in den Alpen verschwunden sein. Passend zum Veranstaltungsmotto referierte Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb über „Klimawandel: Einflüsse auf die Logistik und Beiträge der Logistik“ und stellte unmissverständlich dar, dass der Klimawandel an sich zwar etwas Natürliches sei, allerdings nicht in der aktuellen Ausprägung und in diesem rasanten Tempo. Betrug die Teilchenkonzentration in der Atmosphäre vor 600 Jahren noch 180 bis 200 ppm (Teile pro Million), so ist sie in den vergangenen 150 Jahren auf aktuell 380 ppm angestiegen. Schuld daran ist die Verbrennung fossiler Stoffe, die CO2 Konzentration ist extrem gestiegen. Treibhausgase – CO2 ist nur eines davon – führen zu Klimaveränderungen in der Atmosphäre: langwellige Erdstrahlung wird aufgehalten, kurzwellige Sonnenstrahlung durchgelassen, die Erderwärmung nimmt zu und damit auch der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre. Ein sich selbst verstärkender Rückkoppelungsmechanismus wurde in Gang gesetzt, den zu stoppen wir nur durch radikale Maßnahmen vermögen. Auswirkungen schon heute spürbar Der Alpenraum zählt zu den besonders klimasensitiven Zonen. Spürbar ist dies seit einiger Zeit auch in Österreich: Sowohl die Anzahl als auch die Dauer der Hitzeperioden hat stark zugenommen. Unabhängig von der Niederschlagsmenge sind auch nachweislich die starken Niederschläge mehr geworden. Abhängig von den Emissionen bestehen unterschiedliche Szenarien, wie stark die Erde sich erwärmen wird. Die Annahmen variieren zwischen 1,8° C im optimistischsten bis 6,4° C im schlimmsten Fall bis 2100. Kromp-Kolb: „In den nächsten Jahren sind noch alle Kurven ähnlich, aber wir legen heute die Schienen für die Zukunft.“ Zur Verdeutlichung der Aktualität des Problems kamen auch die Sprecher zweier Unternehmen zu Wort, die bereits unter den Auswirkungen zu leiden hatten. Mag. Lisa Dyk, Erste Raabser Walzmühle M. Dyk, verdeutlichte anhand von Bildern, welchen Schaden sowohl das Hochwasser im August 2002 als auch das im Juni 2006 anrichtete. Der Wasserdurchfluss Was kann man tun? Für Kromp-Kolb ist klar, dass eine Anpassung in der Logistik unbedingt notwendig ist, allerdings bei weitem nicht ausreicht: „Ohne Minderungsmaßnahmen werden die Schäden bis 2050 zwischen fünf und zehn Prozent des jährlichen GBNP (Globales Bruttonationalprodukt, Anm.) ausmachen.“ Derzeit steigen die Emissionen stark, Österreich bewegt sich vom Kyoto-Ziel weg. Erneuerbare Energien wie beispielsweise Biotreibstoff und erhöhte Ressourceneffizienz sind nur zwei Aspekte, denen man Aufmerksamkeit schenken sollte. „In einem begrenzten System führt unbegrenztes exponentielles Wachstum zur Überschießung und damit zum Zusammenbruch des Systems“, malt Kromp-Kolb ein düsteres Bild. Längerfristiges Denken und ein Hinterfragen der Werte sind für sie ein Schritt in die richtige Richtung. Als Maßnahmen zum Ausweg aus der Krise zählen für Kromp- Kolb etwa die Reduktion der Transportkilometer, die Optimierung der Transporte aufgrund ihres ökologischen Fußabdrucks anstatt aufgrund der Kosten, leichtere Fahrzeuge oder die Ausrichtung des Modalsplits auf die ökologisch günstigste Variante. www.logistik-express.at LOGISTIK express SPEZIAL 1|2008 01

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