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Handelsverband Journal RETAIL 4/2019

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Handelsverband Journal RETAIL 4/2019

— logistik spezial

— logistik spezial logistikwelt Bernd Winter, Chefredakteur der Internationalen Wochenzeitung Verkehr, berichtet über Trends und Entwicklungen in der Logistik. Foto: Moni Fellner Foto: ÖVG Nachhaltige Logistik 2030+ Ende November endete wie geplant das vor drei Jahren ge startete Projekt „Nachhaltige Logistik 2030+ Niederösterreich-Wien“ (kurz „Logistik 2030+“). Niederösterreich und Wien sind prosperierende und schnell wachsende Regionen. Bis 2030 wird in Wien ein Bevölkerungszuwachs auf 2 Mio. Einwohner und in der weiteren Region auf 3 Mio. Einwohner erwartet. Dies wird unter anderem eine deutliche Zunahme des Verkehrs (vor allem des Straßengüterverkehrs) mit sich bringen. Das Projekt Logistik 2030+ (Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftskammern in Wien und NÖ bzw. der Stadt Wien und des Landes NÖ) entwickelt dafür einen zukunfts- und um setzungs - orientierten Aktionsplan, der sich mit den heutigen und vor allem zukünftigen Anforderungen der Gütermobilität in der Region Wien-Niederösterreich auseinandersetzt. Bei der Abschlussveranstaltung am 20. November 2019 wurden die Ergebnisse (35 Maßnahmenpakete mit 130 Aktionen) präsentiert und von den Stakeholdern wurde ein Letter of Intent unterzeichnet, der die weitere Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten regelt. Die Zukunft der Gütermobilität ist (auch) weiblich! Ein volles Auditorium, spannende Vorträge und intensive Diskussionen kennzeichneten das zuletzt von der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG) und dem DamenLogistikClub (DLC) organisierte Forum „Zukunft der Gütermobilität“. Beeindruckend war, dass sich das Podium ausschließlich aus Frauen zusammensetzte – ein Beweis mehr, dass der weibliche Anteil in der noch immer männerdominierten Logistikbranche langsam, aber doch zunimmt. Doris Pulker-Rohrhofer (Hafen Wien) referierte über die historische Entwicklung der Binnenhäfen hin zu digital gesteuerten multimodalen Logistik-Hubs. Silvia Angelo (ÖBB Infrastruktur) strich die noch zu verbessernde Interoperabilität im internationalen Bahnverkehr hervor. Danach wurden die Zukunftsperspektiven des Schienen- und Straßengüterverkehrs diskutiert. In beiden Themenfeldern bietet vor allem die Digitalisierung große Chancen zur Effizienzsteigerung und Wettbewerbsverbesserung, waren sich die Logistikerinnen auf dem Podium einig. KEP-Dienstleister im Schatten der Online-Giganten Die Internationale Wochenzeitung Verkehr lud zuletzt zu einem Logistikroundtable in die WU Wien, um mit Topexperten über die Herausforderungen der Kurier-, Express-, Paket- (kurz „KEP“)-Dienstleister zu diskutieren. Mit Chefredakteur Bernd Winter (im Bild ganz rechts) diskutierten (von links nach rechts) Rainer Schwarz (dpd Austria), Sebastian Kummer (Institut für Transportwirtschaft und Logistik), Petra Dobrocka (byrd technologies), Stefan Heiglauer (Österreichische Post), Rainer Neuwirth (myProduct) und Rainer Will (Handelsverband). Obwohl wissenschaftlich belegt wurde, dass KEP-Dienste größtenteils hocheffizient arbeiten, zeigt sich vor allem in der Fläche noch einiges an Potenzial, um Kosten bei der Zustellung zu sparen. Dabei dürften White-Label-Lösungen in den urbanen Räumen weniger sinnvoll sein als auf dem Land, wo deutlich höhere Einsparungen durch eine gemeinsame Vorgehensweise möglich wären. Laut angedacht sind auch bereits unterschiedliche Tarife für Zonen außerhalb der großen Ballungszentren. Investieren in digitale Infrastruktur zahlt sich aus Anfang November fand das 17. Infrastruktursymposium von Future Busines Austria (FBA) im ausverkauften Novomatic Forum in Wien statt. Die Präsentation des neuen Österreichischen Infrastrukturreports 2020 stand im Mittelpunkt. Die Mehrheit der österreichischen Manager sieht im digitalen Wandel die größte zukünftige Herausforderung. „Die infrastrukturpolitischen Prioritäten an die Adresse der Regierungsverhandler sind damit klar formuliert“, brachte es der Studienautor David Ungar-Klein auf den Punkt. Die heimischen Manager schätzen das Produktivitätssteigerungspotenzial durch neue digitale Anwendungen auf über 15 Prozent ein – das entspricht einem Plus an Wertschöpfung von über 58 Milliarden Euro. Für den 5G-Ausbau rechnet man mit einer Investition von 10 Milliarden Euro. Interessante Vorträge von Lino Guzzella (ETH Zürich) „Digitale Transformation“, Klaus Steinmaurer (RTR) „5G: Österreichs Weg in die digitale Zukunft“, Lukas Mandl (Mitglied des Europäischen Parlaments) „Prioritäten der EU-Infrastrukturpolitik für die Digitalisierung Europas“ mündeten in die Abschlussdiskussionsrunde über die Zukunftsinfrastruktur 5G. Foto: Verkehr/Moni Fellner 28 — Dezember 2019

— advertorial Alles fließt … Waren- mit Informationsfluss verbinden Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei der Standardisierung von Geschäftsprozessen gar nicht schlecht. „Ich würde sagen, wir sind unter den Top 5. Vor allem die Nutzung der GS1-Standards entlang der Wertschöpfungskette im Bereich Food und Near Food im österreichischen Einzelhandel ist flächendeckend verbreitet“, so Alexander Peterlik, Business Development Manager bei GS1 in Österreich. Die Non-Profit-Organisation ist in Österreich alleiniger Vertreter des weltweit eindeutigen Identifikationssystems für Standorte, Artikel und Versandeinheiten. So hat jeder Artikel seine weltweit eindeutige GTIN (Global Trade Item Number), die Filialen und Lagerorte sind mit GLN (Global Location Number) gekennzeichnet, der elektronische Datenaustausch funktioniert über EANCOM und die Stammdatenübermittlung über das GS1 Sync Portal. „Im Bereich der Vorlieferanten an die Industrie merken wir einen starken Zuspruch zu den GS1-Standards und deren Anwendungsmöglichkeiten. Wir sehen jedoch auch, dass viele Lebensmittelproduzenten am Wareneingang noch nicht so automatisiert sind, wie es zu erwarten wäre“, so der Standardisierungsexperte. „Durch die Standardisierung entlang der Supply Chain ergeben sich für jeden Beteiligten operative Vorteile“, sagt Wolfgang Einer, Leiter des Geschäftsfelds Logistik Solutions bei der Post und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Supply Chain Management im Zentralverband Spedition & Logistik. Doch was tun, damit Geschäftsprozesse hierzulande künftig noch schneller, günstiger und sicherer ablaufen? Die Nutzung von Standards ist deshalb so wichtig, weil Prozesse und IT-Systeme ineinandergreifen, sich die Aufwände bei den einzelnen Partnern in Grenzen halten und jederzeit neue Partner in das System eingebunden werden können. „In der Logistik wäre es ideal, wenn der Handel und die Industrie, die Kunden der Spediteure und Logistiker, die GS1-Standards voll nutzen würden, um so die Arbeit am Wareneingang und im gesamten Verlauf zu vereinfachen“, ist Peterlik überzeugt. Je stärker Spediteure und Logistiker die Standards nutzen, desto reibungsloser lassen sich die Prozesse gestalten. Bestes Beispiel ist das „GS1-Transportetikett“. Ist dieses auf jeder Palette korrekt angebracht, kann es der Spediteur sofort in seinen Prozessen nutzen. Es müssen keine neuen Etiketten erstellt oder manuelle Arbeitsschritte getätigt werden, gleichzeitig lassen sich Fehlerquellen minimieren. Mittlerweile gibt es weltweit 118 GS1- Organisationen, die gemeinsam mit GS1-Global 150 Länder betreuen. Die GLN identifiziert weltweit und schnittstellenfrei ein Unternehmen und seine Filialen. Die Vorteile durch Standardisierung sind vielfältig und reichen von einfachen Einsparungen bei den Etiketten, die nicht mehr gedruckt werden müssen, bis zur IT, da die einmal definierte Schnittstelle für viele Kunden genutzt wird und eine rasche Anbindung neuer Technologien möglich ist. Neue Standards müssen für alle Teilnehmer entlang der Supply Chain Nutzen bringen. Daher kann die Implementierung je nach Branche und Kommunikationskultur auch mal länger dauern, oder aber schon nach wenigen Monaten abgeschlossen sein. Wolfgang Einer: „Das Projekt lohnt sich, da die Stammdaten-Standardisierung für jeden SCM-Beteiligten einen unmittelbaren Mehrwert bringt, die Kosten minimiert und Fehler verhindert werden.“ Alexander Peterlik, Business Development Manager GS1 Austria Wolfgang Einer, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Supply Chain Management im Zentralverband Spedition & Logistik GS1 Austria GS1 Austria ist in Österreich alleiniger Vertreter des weltweit eindeutigen Identifikationssystems für Standorte, Artikel und Versandeinheiten. Das GS1- System ist Grundlage für den elektronischen Geschäftsdatenaustausch und die Standardisierung von Nachrichten und Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen. Mit GS1 Sync bietet GS1 Austria eine Plattform zum elektronischen Austausch von Produktdaten. Über die EDI-Plattform eXite® bietet die Tochterfirma Editel Full Service-Dienstleistungen für den integrierten elektronischen Austausch von Geschäftsdaten. Weltweit hat GS1 in über 150 Ländern knapp 2 Mio. Mitglieder. Foto: GS1 Foto: Post Dezember 2019 — 29

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