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Handelsverband Journal RETAIL 4/2019

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Handelsverband Journal RETAIL 4/2019

— startups — storys

— startups — storys startupwelt startupwelt selected by Werner Wutscher, Leiter des Handelsverband- Circles „Omnichannel & Innovation“ und Gründer von New Venture Scouting. Verwenden statt vernichten Handel und Industrie entsorgen laufend Non-Food-Produkte, die an sich einwandfrei gebrauchsfähig sind, aber – beispielsweise wegen falscher Etikettierung, der Unterschreitung der Mindestfüllmenge oder eines Sortimentswechsels – nicht mehr verkauft werden können. Dadurch entstehen lästige Kosten für Lagerung oder Entsorgung. Auf der anderen Seite könnten NGOs genau diese Produkte oft gut gebrauchen. Hier springt die Fairmittlerei ein: Das Unternehmen übernimmt, lagert und verwaltet überlagerte Produkte und vermittelt sie an NGOs zu Preisen, die in der Regel bei 20 bis 25 Prozent der jeweiligen Marktpreise liegen. Der doppelte Nutzen: Industrie und Handel reduzieren ihre Lagerungs- bzw. Entsorgungskosten und die NGOs kommen günstiger zu benötigten Produkten für sich bzw. ihre Klienten. ▸ diefairmittlerei.at Foto: Sofie Hörtler Schneller auf der letzten Meile Das erst vor zwei Jahren gegründete Schweizer Startup und Fintech Annanow basiert auf dem gleichen Prinzip, das auch schon Uber und Airbnb berühmt gemacht hat: nämlich auf einer Plattform, die Anbieter und Nachfragende miteinander verbindet. Bei Annanow geht es aber nicht um den persönlichen Transport oder die Anmietung einer Wohnung, sondern um Shop-Bestellungen, die so rasch wie möglich – das Versprechen lautet innerhalb von einer Stunde – beim Kunden landen sollen. Und das mit Hilfe von „Postboten“. Das sind entweder professionelle Taxi- oder Kurierfahrer oder Private wie etwa Studenten, Pensionisten oder sonstige Crowd-Kuriere. Zahlungsabwicklung und Versicherung sind ebenfalls Teil des Service-Portfolios. Annanow hat aktuell über 5.000 Shops und 100.000 Kuriere in der DACH-Region im System. ▸ annanow.com Foto: Annanow Spende auf den ersten Klick Sieh, das Gute liegt so nah Wer spenden möchte, sich aber nicht gerne mit Online-Banking oder dem Ausfüllen von Erlagscheinen aufhält, kann das jetzt auf der Online-Plattform Impactory mit einem einzigen Klick tun. Dort sind zahlreiche gemeinnützige Organisationen aus Bereichen wie Soziales, Menschenrechte oder Gesundheit aufgelistet, die man mit seiner Spende bedenken kann. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, den eigenen Freundeskreis mit einzubinden und sogar zu verfolgen, welchen Spenden-„Impact“ – daher der Name – der eigene Aufruf erbracht hat. Die Plattform wendet sich nicht nur an Private, sondern auch an Unternehmen, die ihre größere Reichweite zur Aktivierung weiterer Spender nützen können. Und sich damit nebenbei ein sozial engagiertes Image zulegen, das sich wiederum im Corporate Social Responsibility-Bericht gut macht. ▸ impactory.org Foto: sooonah Man muss es nur finden … Michael Hadrian war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Spielzeug für seine Tochter und begab sich in ein einschlägiges Geschäft. Dort sagte man ihm: Leider nicht lagernd. Im nächsten Geschäft hieß es, der Artikel sei zurzeit nicht erhältlich. So manch ein Konsument bestellt dann halt frustriert online. Beim IT-Experten Hadrian hingegen machte es Klick, und eine Geschäftsidee war geboren: Wie wäre es denn, eine Online-Plattform zu gründen, die anzeigt, bei welchem Händler der gesuchte Artikel zu welchem Preis verfügbar ist? Und die zusätzlich die Möglich - keit bietet, ihn online zu reservieren? Gedacht, getan: Gemeinsam mit dem Marketingfachmann Armin Rauch gründete Hadrian die Suchmaschine sooonah.com, die seit Mitte dieses Jahres online ist und sich fürs Erste thematisch auf Spielwaren und geografisch auf Wien sowie Nieder- und Oberösterreich beschränkt. ▸ sooonah.com 24 — Dezember 2019

— storys Milliardäre und Pleitiers Kommentar. Aktuelle Bilanzdaten und Studien zeichnen ein bunt schillerndes Bild der Vermögens- und Ertragslage der Retailbranche in Deutschland und Österreich. Während die beiden Schlecker- Kinder bereits ein halbes Jahr im Häfn sitzen, Christian Haub die traditionsreiche Tengelmann-Zentrale in Mülheim wegrationalisiert und der deutsch-südafrikanische Möbelhandelskonzern Steinhoff darum kämpft, wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, schwimmen die Mitglieder der beiden Albrecht-Clans wie Dagobert Duck im Geld. Geld, das ihre sparsamen Väter Karl und Theo Jahrzehnte hindurch auf ehrsame Weise angehäuft haben. Sinkende Bruttospannen drosseln die Erträge Im österreichischen Einzelhandel ist die Polarisierung zwischen grundsolider und „grundelnder“ Vermögens- und Erfolgsbilanz besonders krass. Die KMU Forschung Austria kommt nach Auswertung von 8.853 Bilanzen stationärer Einzelhändler (Geschäftsjahr 2017/2018) zum Ergebnis, dass 35 Prozent der Firmen rote Zahlen schreiben. Im Lebensmitteleinzelhandel liegen gar 42 Prozent der Firmen in der Verlustzone. Quer durch alle Branchen sank die Umsatzrendite 2017/18 gegenüber der Vorperiode von 3,6 auf 3,0 Prozent. Hauptursache ist der gestiegene Wareneinsatz, auch die Abschreibungen weisen einen höheren Wert aus. Interessant in diesem Zusammenhang: Auch die Rewe Group in Köln verweist in ihrem Jahresbericht 2018 auf einen Anstieg des Wareneinsatzes, der mit einer Verringerung der Bruttospanne gleichzusetzen ist. Und begründet die Einbußen beim Rohgewinn mit dem verschärften Preiswettbewerb, der seinerseits von den Markenartikel-Einlistungen der Discounter und dem daraus resultierenden höheren Aktionsdruck im Lebensmittelhandel befeuert wird. Vieles spricht dafür, dass dieser Befund auch auf den österreichischen Markt zutrifft. Supermärkte und Discounter nähern sich konzeptionell an In der gesamten D-A-CH-Region bewegen sich Food-Discounter und Supermärkte seit Jahren konzeptionell aufeinander zu, wobei der Gesamtmarkt nur mehr geringfügig wächst. Diese Entwicklung hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Kosten- und Ertragsstruktur der Marktteilnehmer. Die „Lebensmittelzeitung“ überraschte kürzlich mit der Meldung, im Aldi-Doppel-Imperium seien im vergangenen Jahr die Personalkosten, ausgedrückt in Prozent des Umsatzes, deutlich angestiegen. Aldi Nord soll bereits die 9-Prozent-Marke erreicht habe, über Aldi Süd wird ein Satz von 8,5 Prozent kolportiert. Laut der jüngst erschienenen EHI-Broschüre „Handelsdaten 2019 aktuell“ lagen 2018 die Personalkosten in deutschen Supermärkten bei 13,6 Prozent, Verbrauchermärkte kamen auf 12,9 Prozent. Für den österreichischen Einzelhandel, quer durch alle Branchen, weist die KMU-Studie eine Personalkosten-Belastung von 16,8 Prozent und einen Bruttoertrag von 35,9 Prozent aus. Bei einem Gewinn von 3 Prozent ist somit der Wertschöpfungsanteil, der auf die Gehaltskonten der Arbeitnehmer fließt, mehr als fünfmal so hoch wie jener, der im Unternehmen verbleibt. Dass der Paradediscounter Aldi/Hofer trotz niedrigerer Spanne und respektabler Gehälter seit Jahrzehnten höhere Umsatzrenditen erzielt als die meisten Supermarkt-Filialisten, liegt am deutlich höheren Rationalisierungsgrad. Dieser lässt sich an der Flächenproduktivität ablesen, oder besser: abschätzen. Während der Umsatz pro Quadratmeter im österreichischen Vollsortiments-Einzelhandel bei 5.500 Euro liegt (2017), setzt Hofer Insidern zufolge mit 9.000 Euro fast das Doppelte um. Zur Person Hanspeter Madlberger war unter anderem bei Henkel Austria und der Handelskette A&O beschäftigt, arbeitete 17 Jahre als Redakteur bei der Fachzeitschrift Regal, war 21 Jahre Herausgeber der Handelszeitschrift Key Account und ist seit Herbst 2014 als freier Wirtschaftsjournalist tätig. Zuletzt erschien von ihm das Buch „Die Weichen sind gestellt“ im Stein-Verlag. Dieser Kommentar erschien zuerst in der „Handelszeitung“. Fotos: Shutterstock/Divina Epiphania; Österreichischer Wirt schafts verlag, Handelszeitung Dezember 2019 — 25

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