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Handelsverband Journal RETAIL 3/2019

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Handelsverband Journal RETAIL 3/2019

— intern — intern KI

— intern — intern KI – immer dabei Der Softwarehersteller Microsoft hat sich in den letzten Jahren von einem Anbieter von Produkten hin zu Plattformen für Cloud-basierte Lösungen weiterentwickelt. In sie alle spielt Künstliche Intelligenz mit hinein, und vieles davon kann auch für den Handel nützlich sein. Ein Möbel für alle Fälle Mit Fold-up! hat umdasch The Store Makers ein universell einsetzbares Ladenbausystem entwickelt. Karin Lehner-Illetschko, Sales Director umdasch Lifestyle Retail, über die Vorzüge des modularen Alleskönners. Fotos: Microsoft Dorothee Ritz ist General Manager von Microsoft Österreich, einem neuen Mitglied des Handelsverbandes. Christina Wilfinger ist Director Solution Sales. Microsoft Österreich ▸ General Manager: Dorothee Ritz ▸ Gegründet: 1991 ▸ Mitarbeiter: 340 ▸ Kontakt: Microsoft Österreich Am Europlatz 3 1120 Wien Tel: +43 (0) 1 610 64-0 www.microsoft.com/de-at Man wird Microsoft nicht groß vorstellen müssen. Jeder kennt das Unternehmen, fast jeder hat mit seiner Software wie Windows oder Office zu tun. Was vielleicht nicht jeder weiß, ist, wie radikal das Unternehmen selbst den digitalen Wandel vollzogen hat, der jetzt bei vielen seiner Kunden ansteht. Ausgangspunkt dafür ist der weltweite Trend des Cloud Computing, das heute die Basis der drei großen Plattformdienste von Microsoft darstellt: Microsoft 365 für den Desktop, das im Wesentlichen aus Windows 10 und Office 365 besteht, Microsoft Dynamics Geschäftsanwendungen und Microsoft Azure mit bereits mehr als 200 Cloudservices für verschiedenste Industrien, Handel, öffentliche Verwaltung und so weiter. KI im Einzelhandel Künstliche Intelligenz (KI) spielt in all diese Segmente stark mit hinein. Sie ist ja eines dieser Gebiete, unter denen man sich als Laie vorstellt, dass Maschinen ein menschenartiges Verhalten „erlernen“ und dann womöglich im Sinne des Songs „Wir sind die Roboter“ von Kraftwerk eines Tages den Menschen überhaupt erübrigen könnten. Eine Vorstellung wiederum, die bei vielen altmodisch menschlichen Menschen ein gewisses Unbehagen auslöst. Aber KI ist weit eher die Kunst, Prognosen aufgrund von vorhandenen Daten – die heutzutage riesige Ausmaße annehmen – zu machen. „Ich sehe KI als Interaktion zwischen Mensch und Maschine, mit Betonung auf ,und‘!“, sagt Christina Wilfinger, Director Solution Sales bei Microsoft Österreich. Speziell im Einzelhandel kann KI die Konsumenten in ihrem Einkaufsverhalten unterstützen, und dabei tun sich Möglichkeiten auf, die nach Zukunftsmusik klingen, aber bereits realisierbar sind: „Um nur ein Beispiel zu nennen: Ein großer chinesischer Schmuckhersteller setzt in seinem Webshop Gesichtserkennung so ein, dass die Interessentin nicht nur sich selbst sehen kann, wie sie das bestimmte Schmuckstück virtuell trägt, sondern auch ihr Gesichtsausdruck ,ablesbar‘ ist. Der Clou: Zeigt er Ablehnung, wird ein ähnlicher Artikel, beispielsweise in einer anderen Farbe, vorgeschlagen.“ Breit eingesetzt wird KI bereits, um aufgrund von früherem Einkaufsverhalten, wie es sich durch Kundenkarten ermitteln lässt, auf künftiges zu schließen und dem Kunden entsprechende Vorschläge zu machen: ein weiterer Schritt in Richtung „Personalisierung“ des Einkaufs. Ein schönes Beispiel für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, in diesem Fall Konsument und Display, zeigt der von der italienischen LEH-Kette Coop initiierte und von Microsoft mitimplementierte „Supermarkt der Zukunft“. Dort erhält der Kunde mittels Touchscreen Auskünfte, die weit über die üblichen Produktinformationen hinausgehen, wie etwa über Allergene, die Herkunft oder die Produktionskette. Das hochgradig indirekte Geschäftsmodell von Microsoft lässt dabei auch sehr viel Wertschöpfung im Lande. Bei Microsoft Österreich erfolgt die IT-Beratung zu mehr als 80 Prozent im Zusammenwirken mit rund 4.000 zertifizierten Partnern, die ihrerseits Microsoft-basierte Lösungen für ihre Kunden erarbeiten. Christina Wilfinger: „Es ist eine Dreiecksbeziehung zwischen Microsoft, unseren Partnern und dem Endkunden.“ ▪ Harald Sager Interaktion zwischen Mensch und Display in Coops Supermarkt der Zukunft. retail: Umdasch hat für das Stadtmarketing Amstetten, das Leerstände in der Innenstadt mit Pop-up-Stores wiederbeleben will, den Ladenbau entwickelt. Sunshine Gallery heißt der Pilotsore und hat bereits vor mehreren Wochen eröffnet. Inwiefern unterscheidet sich dieses Ladenbausystem vom sonst üblichen? Karin Lehner-Illetschko: Eigentlich durch alles: Dieses System wurde unabhängig von Marke, Branche und Sortiment entwickelt und ist daher in Sachen Flexibilität kaum zu überbieten. Gleichzeitig wird es den Anforderungen einer Pop-up-Fläche vollends gerecht. In der Sunshine Gallery etwa wird aktuell ein extrem breites Sortiment präsentiert, das sich beinahe wöchentlich ändert. Braucht man mal einen Warenträger nicht, ist er schnell verstaut. Zieht später ein neuer Store auf die Fläche, kann sich das System mitverwandeln und passt sich den neuen Gegebenheiten an. Kann es ein Möbel, das möglichst viele unterschiedliche Waren präsentieren kann, eine Art „eierlegende Wollmilchsau“ des Ladenbaus, überhaupt geben? Nicht in Form eines starren Möbels. Unsere Lösung „Fold-up!“ ist ein modulares System, das man beliebig kombinieren kann. Verkauft wird es in vorgefertigten Sets, die alle wesentlichen Bedürfnisse abdecken, oder als einzelne Teile in Form von Zusatzelementen. So wird es möglich, dass unsere Kunden für jegliche Waren und Sortimentsgruppen die perfekte Lösung erhalten. Was muss solch ein System können, worauf muss es reagieren können? Das Regalsystem muss leicht auf- und umbaubar sein – und zwar von jedem. Wir haben das sozusagen im IKEA-Prinzip umgesetzt: Das Werkzeug und eine verständliche Anleitung werden mitgeliefert, sodass man ganz alleine seinen eigenen Laden einrichten kann. Sinkt der Warendruck, lässt sich das Fold-up! leicht zusammenbauen und platzsparend verstauen. Wechselt das Sortiment, kann man die Regale in wenigen Handgriffen umbauen und mit anderen Warenträgern bestücken oder kombinieren. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Darüber hinaus lassen sich auch Marken-Elemente und emotionale Bildwelten kinderleicht und kostenschonend austauschen. Was die Größe der Waren betrifft: Die Höhen der Fachböden lassen sich leicht verstellen, und auch die Tiefe lässt sich flexibel variieren, indem man zwei Systeme aneinanderstellt. Für Obst und Gemüse gibt es schrägstellbare Tassen. Wie flexibel sind die Möbel? Welche natürlichen Grenzen gibt es? Ein Regal ist grundsätzlich in drei verschiedenen Längen erhältlich; für diese gibt es maßgefertigte Zusatzelemente wie Fachböden, Tischplatten oder Kleiderstangen. Die Regale lassen sich dann beliebig aneinanderreihen. Natürliche Grenzen gibt es nur bei der Traglast, die bei etwa 200 kg/m² liegt. Lässt sich das Konzept auch auf andere Bereiche anwenden? Ja, das Regal eignet sich für Branchen aller Art mit stark wechselnden Sortimenten. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind etwa für saisonale Waren in Gangbereichen oder auch für Messestände. Ich habe sogar intern Anfragen von Kollegen bekommen, die ein Fold-up! gerne als Garderobe oder Buchregal verwenden möchten. Mal sehen, wo es sich noch überall auffaltet. ▪ Markus Deisenberger Karin Lehner-Illetschko, Sales Director umdasch Lifestyle Retail Silvio Kirchmair, CEO von umdasch The Store Makers, einem neuen Partner des Handelsverbandes. umdasch The Store Makers ▸ Geschäftsführung: Silvio Kirchmair ▸ Gegründet: 1868 ▸ Mitarbeiter: ca. 1.500 Personen aus über 25 Nationen ▸ Kontakt: umdasch The Store Makers Karin Andrea Lehner-Illetschko Josef Umdasch Platz 1 3300 Amstetten Tel: +43 (0) 7472 605-0 E-Mail: karin.lehner@umdasch.com www.umdasch.com Fotos: Umdasch 44 — September 2019 September 2019 — 45

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