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Handelsverband Journal RETAIL 3/2019

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Handelsverband Journal RETAIL 3/2019

— intern — intern

— intern — intern „Das E-Book ist keine Gefahr“ Sportliche Genossenschaft Foto: Morawa Die Morawa Buch und Medien GmbH stärkt sowohl ihren Onlineshop als auch die 18 Filialen. So will einer der größten heimischen Buchhändler Amazon Paroli bieten. Geschäftsleiter Georg Rangger glaubt weiters fest an das Überleben des gedruckten Buches. Wie überlebt der stationäre Buchhandel? „Aus unserer Sicht geht das nur mit einer konsequenten Multichannel-Strategie“, sagt Georg Rangger, einer der beiden Geschäftsleiter der Morawa Buch und Medien GmbH. „Es gibt kein Entweder-Oder, sondern nur ein Miteinander von online und stationär“, ist er überzeugt. Das zeigen auch die Zahlen: „Vier von zehn Onlinebestellungen werden in den 18 Morawa-Filialen abgeholt. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber Amazon.“ Neue Präsentation Ganz im Sinne dieser Strategie hat Morawa, einer der größten heimischen Buchhändler, zum einen im Frühling mit einer TV-Kampagne seinen Onlineshop promotet. „Ich war im Vorfeld Georg Rangger ist einer der beiden Geschäftsleiter der Morawa Buch und Medien GmbH, einem neuen Mitglied des Handelsverbandes. Morawa Buch und Medien GmbH ▸ Geschäftsleitung: Georg Büchner, Georg Rangger ▸ Gegründet: 1877 ▸ Mitarbeiter: 230 ▸ Kontakt: Morawa Buch und Medien GmbH Hackinger Straße 52 1140 Wien Tel: 0043 (0)1 910 76-0 www.morawa.at überrascht, dass viele Konsumenten gar nicht wissen, dass es auch einen österreichischen Bücher-Onlineshop gibt“, so Rangger. Parallel dazu soll der Einkauf in den Buchhandlungen zum Erlebnis werden. „Der Kunde findet es nicht mehr interessant, vor Regalen zu stehen und auf Buchrücken zu schauen.“ Daher wurde eine eigene Guideline zur Präsentation der Bücher erarbeitet, die derzeit über alle Filialen ausgerollt wird. Darin ist beispielsweise festgelegt, wie viele und welche Bücher den Kunden künftig in Vollansicht präsentiert werden. Rangger: „Die Verlage überlegen sich viel für die Cover, das sollten die Kunden auch sehen können.“ Wohltemperiert einkaufen Auch die Standorte selbst werden optimiert. Das Ziel: eine Wohlfühlatmosphäre für die Kunden. Rangger: „Dafür sind unter anderem Licht, Klima und Geruch wichtig.“ Die Filiale in der Wollzeile wurde bereits mit einer neuen Klimaanlage ausgestattet, die Beleuchtung auf LED umgestellt. „Das trägt dazu bei, die Raumtemperatur um fünf bis sechs Grad zu senken.“ Ähnliche Maßnahmen in den anderen Filialen sollen folgen. Auch die Beratung wird intensiviert. Die Zeiten, wo die Kunden genau wussten, welches Buch sie suchen, sind laut Rangger vorbei: „Wir müssen eine Auswahl treffen und diese dem Kunden präsentieren. Er verlässt sich drauf, dass wir wissen, was neu am Markt ist.“ Weitere wichtige Instrumente in diesem Konzert seien Buchpräsentationen und Lesungen sowie die Social-Media-Kanäle, mit denen die Zielgruppe interaktiv angesprochen werde. Revival des Gedruckten Dass das gedruckte Buch – wie immer wieder behauptet wird – einmal vom Markt verschwindet, glaubt er übrigens nicht. „Das E-Book ist keine Gefahr“, sagt er. Und untermauert die Behauptung mit dem Hinweis auf den US- Markt: Dort erlebe das gedruckte Buch mittlerweile ein Revival, während der Markt für E-Reader und E-Books spürbar einbreche. In Österreich liegt deren Anteil nach Angaben des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels übrigens stabil bei drei Prozent. ▪ Ursula Rischanek Foto: Guenther Peroutka/WirtschaftsBlatt/picturedesk.com Holger Schwarting, Vorstand von Sport 2000, über den Stellenwert von Beratung im Sportfachhandel, die neue Spezialisten-Offensive und die Pläne für die Zukunft. retail: Herr Schwarting, Sport 2000 ist eine Genossenschaft selbstständiger Sportfachhändler. Was ist der Vorteil eines solchen Modells? Holger Schwarting: Ich würde sagen, die optimale Kombination von regionalem Know-how und der Kraft einer schlanken und rasch agierenden Zentrale. Unsere selbstständigen Sportfachhändler haben ihre Wurzeln in der Region. Sie kennen die Bedürfnisse ihrer Kunden wie ihre Westentasche. Genau das ist es, was sich die Kunden des Sporthandels wünschen. Die Größe der Genossenschaft wiederum verschafft dem einzelnen Mitglied viele Vergünstigungen. Vorstand und Aufsichtsrat von Sport 2000 bestehen aus Händlern, die gemeinsam mit innovativen, spezialisierten Mitarbeitern in der Zentrale den Erfolgsweg von Sport 2000 lenken. Wie profitieren unabhängige Händler, wenn sie sich Sport 2000 anschließen? Unsere Genossenschaft hat Verträge mit über 300 Sportmarken. Durch unsere Größe erhalten wir Top-Konditionen beim Einkauf, die ein einzelner Händler nie bekommen würde. Den Preisvorteil geben wir an unsere Mitglieder und letztlich an die Kunden weiter. Von Marketing über Einkauf, Personal oder Finanzen bis hin zu Logistik, IT und Rent erarbeiten wir maßgeschneiderte Lösungen. Im Vorjahr riefen Sie die Sport 2000- Spezialisten-Offensive aus … Ja, die Händler sollten die Möglichkeit erhalten, sich schwerpunktmäßig zu positionieren. Mittlerweile stehen den Kundinnen und Kunden beispielsweise 31 Rad-Profis zur Seite. 2019 sind 15 Running-Profis hinzugekommen. Unser Ziel ist, dass in unseren Geschäften künftig österreichweit Spezialistinnen und Spezialisten in den fünf Kernsportarten Bike, Running, Ski, Outdoor und Teamsport zur Verfügung stehen. Allein im Skibereich sind bis Jahresende insgesamt 50 Profis geplant. Wie wichtig ist den Kunden im Sporthandel eine gute Beratung? Überaus wichtig, das hat unsere Studie „Sport 2000 Sports Insights“ erst kürzlich deutlich gezeigt. Gerade vom Sporthandel erwarten die Menschen demnach Qualität, Kompetenz, Beratung und starke Marken. Schließlich hat eine qualitätsvolle, fachmännisch angepasste und auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmte Ausrüstung viel mit dem eigenen Wohlbefinden und der eigenen Gesundheit zu tun. Die Menschen wissen das. Und welches Ziel haben Sie mit Sport 2000 in Zukunft vor Augen? Ganz klar, wieder Marktführer im österreichischen Sporthandel zu werden. Mit einer Top-Beratung, Service und starken Markenpartnern sind wir dafür, davon Fotos: Sport 2000 bin ich überzeugt, gut gerüstet. Unsere Digitalisierungsoffensive, die wir gerade weiterentwickeln, ermöglicht unseren Kunden, sich schon vorab bestmöglich im Internet zu informieren, bevor sie im Laden von der Beratungsqualität der Mitarbeiter profitieren. Unser Verständnis von einem erfolgreichen Handel gleicht dem einer erfolgreichen Sportmannschaft: Wir brauchen das beste Material – unsere starken Markenpartner –, das beste Team – unsere Händler – und Fairness in allen Belangen. Die „Sports Insights“-Studie bestätigt, dass wir mit dem Fokus auf Qualität und Beratungsstärke weiterhin auf dem richtigen Weg sind. ▪ Silke Ruprechtsberger Holger Schwarting ist Geschäftsführer von Sport 2000, einem neuen Mitglied des Handelsverbandes. Sport 2000 ▸ Geschäftsführung: Holger Schwarting ▸ Gegründet: 1972 ▸ Mitarbeiter: Zentrale 100, Geschäfte: 2.943 ▸ Geschäfte: 481, davon 370 in Österreich ▸ Händler gessamt: 297 ▸ Kontakt: Sport 2000 Ohlsdorfer Straße 10 4694 Ohlsdorf Tel: 07612/780-0 E-Mail: office@sport2000.at www.sport2000.at 38 — September 2019 September 2019 — 39

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