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Handelsverband Journal RETAIL 2/2019

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Handelsverband Journal RETAIL 2/2019

— intern Mit

— intern Mit Markttransparenz die Big Player schlagen Die Preissuchmaschine idealo hat das Platzen der Dot.com-Blase überlebt und ist seither rasant gewachsen. Was die Berliner für österreichische Händler tun können, erzählt Gründer Albrecht von Sonntag im Interview. Fotos: idealo retail: idealo wurde im Jahr 2000 gegründet – eine Zeit, in der es noch sehr wenig Online-Shopping gab. Wie verliefen die ersten Jahre? Albrecht von Sonntag: Wir legten mit einem kleinen Startkapital los und wuchsen rasant. Das große Investment, auf das wir gehofft hatten, blieb jedoch im Zuge der Ende 2000 geplatzten Dot - com-Blase aus. Die Zeiten waren schwierig, so dass wir Anfang 2001 fast allen Mitarbeitern – einschließlich uns selbst – gekündigt haben. Bezahlen konnten wir nur zwei Allround-Programmierer: Jens-Uwe und unseren Mitgründer Christian. Gerettet hat uns schließlich unsere SEO-Pionierarbeit – damals Dr. Albrecht von Sonntag ist geschäftsführender Partner bei der idealo internet GmbH, einem neuen Partner des Handelsverbandes. idealo internet GmbH ▸ Geschäftsführung: Dr. Philipp- Christopher Peitsch, Jörn Rehse, Dr. Albrecht von Sonntag ▸ Gegründet: 2000 ▸ Mitarbeiter: rund 800 ▸ Kontakt: idealo internet GmbH Ritterstraße 11 10969 Berlin Tel: +43 (0) 720 11 55 22 E-Mail: mail@idealo.at www.idealo.at ein ganz neues Feld. Zunächst lag der Fokus auf den Suchmaschinen von Fireball, Lycos & Co. Dann kam Google nach Europa und mischte den Markt mit einem komplexeren Algorithmus auf. idealo reagierte darauf und wurde auch bei Google immer sichtbarer. Ab Ende 2001 ging es dann steil bergauf und 2004 haben wir nach Österreich expandiert. Das war mir persönlich wichtig, weil meine Mutter aus Österreich kommt. Wie funktioniert das Geschäftsmodell aus Sicht der Händler, die sich idealo anschließen? Onlineshops haben das Problem, dass ihre Angebote in den Weiten des Webs nur schwer gefunden werden. Hier setzt idealo an und bietet den Händlern die Möglichkeit, ihr Shopinventar einem Millionenpublikum zu präsentieren. Dadurch bekommen sie mehr Sichtbarkeit für ihre Marke, mehr Kunden und natürlich auch mehr Umsatz. Beim Listing der Angebote entscheidet allein der Preis über die Position. Aber auch ein guter Service (z. B. schnelle Lieferung, viele Zahlungsmethoden) ist erfolgsfördernd und schafft Vertrauen beim Nutzer. Zahlen muss der Händler nur dann, wenn ein idealo-Nutzer zu seinem Online-Shop weitergeleitet wird. Wie viele Produkte von wie vielen Händlern kann man inzwischen bei idealo finden? Auf idealo.at übermitteln uns rund 20.000 Händler mehrmals täglich etwa 180 Millionen Angebote für knapp zwei Millionen Produkte. Diese wurden übrigens alle von unserem inzwischen über 140 Personen starken Content- Team händisch angelegt. So schaffen wir größtmögliche Qualität für die Verbraucher und hohe Conversion-Raten für die Händler. Welche Pläne hat idealo für 2019 und darüber hinaus? Ziel ist es, die Nutzer mit ihren wachsenden Ansprüchen weiterhin zu begeistern und ihnen alle kaufrelevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. All unsere Produktentwicklungen zahlen darauf ein: Merkzettel, Preiswecker sowie bessere Such- und Filtermöglichkeiten und Informationen zur Nachhaltigkeit der Produkte. 2019 haben wir uns international „Mobile First“ auf die Fahne geschrieben. Knapp zwei Drittel unserer österreichischen Besucher nutzen idealo bereits per Smartphone. Ihnen möchten wir unser Angebot und unsere Inhalte noch besser zugänglich machen, beispielsweise über unsere idealo-App. ▪ Arndt Müller 38 — Juni 2019

— intern Begleiter auf der „Customer Journey“ Die Dienstleistungen von infoscore austria gehen weit über die eines Inkassobüros hinaus. Als „Full Financial Services Provider“ begleitet das Unternehmen seine Kunden modulartig durch sämtliche Etappen und Eventualitäten des Bestell- und Zahlungsprozesses – vom Risiko- und Betrugsmanagement über die Zahlungsform bis hin zur Buchhaltung, zum Inkasso oder Forderungskauf und gegebenenfalls zur Langzeit-Überwachung. Die infoscore austria fokussiert sich auf die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen verschiedenster Kunden. „Bei unseren Kunden, zum Beispiel einem namhaften Onlinehändler, sind geringere Warenwerte im Spiel als etwa bei Banken“, sagt Christian Giehler, Geschäftsführer von infoscore austria. Dadurch müssen die Forderungen auch anders behandelt werden, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. In der Branche ist es üblich, dass renommierte Marktteilnehmer auch international auftreten. Was auch auf infoscore austria zutrifft, eine Tochtergesellschaft von Arvato Financial Solutions, die Teil der Bertelsmann-Gruppe ist. Dienstleistungen entlang des „Kundenlebenszyklus“ infoscore ist hauptsächlich im Debitoren- und Mahnwesen aktiv, kann sich aber auf sämtlichen Etappen des Bestell-, Zahlungs- und Abwicklungsprozesses einschalten. Das kommt der Tendenz der Unternehmen entgegen, alles auszulagern, was nicht in die Kernkompetenzen fällt. „Unser Finance Business Process Outsourcing ist bausteinartig entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Kundenlebenszyklus aufgebaut. Unsere Auftraggeber können sich aussuchen, welche Module sie in Anspruch nehmen wollen – wir stellen grundsätzlich alle zur Verfügung“, erklärt Christian Giehler. Das beginnt beim Risiko- und Betrugsmanagement, das aktiviert wird, sobald ein Kunde etwas in den virtuellen Warenkorb legt; setzt sich bei den unterschiedlichen Zahlungslösungen fort; geht über zur Buchhaltung inklusive Zahlungserinnerung und Mahnungen, wobei infoscore seinen Kunden auch Factoring, also die Forderungsabtretung, anbietet; und kann bei unangenehmen Prozeduren wie Inkasso, Gerichtsverfahren und allenfalls der Langzeit-Überwachung von Kunden enden. Zu den Kunden der infoscore austria zählen sowohl lokale Klein- und Mittelbetriebe als auch internationale Größen aus diversen Branchen (etwa Energie, E-Commerce und Telekommunikation). Beim Rechnungs- und Mahnwesen tritt infoscore auf Wunsch auch als „White Label“, also unter dem Namen des Kunden, in Erscheinung. Neue Geschäftsfelder durch E-Commerce Gerade der immer bedeutender werdende E-Commerce hat zusätzlich zum Mahn- und Inkassowesen neue Geschäftsfelder eröffnet, die es in dieser Form zuvor überhaupt nicht gab. Christian Giehler: „Ein großes Thema ist da zum Beispiel das ,Risk and Fraud Management‘, das sind alle Dienstleistungen, die nötig sind, um eine Risiko- und Erfolgsbewertung eines Kunden vorzunehmen und Betrug und Forderungsausfall schon im Vorfeld auszuschalten.“ Dazu gehören unter anderem Tools zur Adressvalidierung, Identitätsüberprüfung, Geräteerkennung bis hin zur klassischen Bonitätsauskunft. Als Dienstleistungsunter - Foto: infoscore neh men ist es Kernaufgabe der infoscore, den Markt und die Kunden zu verstehen, um diese bestmöglich zu servicieren. Nur durch die stetige Analyse und Integration von Kundenfeedback sowie das Vernetzen von Daten können innovative Lösungen – beispielsweise ein Online- Portal für Schuldner, welches einen 24-Stunden-Service sieben Tage die Woche ermöglicht – entstehen. Die Fle - xi bilität und Geschwindigkeit in der Um - setzung von neuen Ideen und Projekten ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor der infoscore. ▪ Harald Sager Christian Giehler ist Geschäftsführer von infoscore austria, einem neuen Partner des Handelsverbandes. infoscore austria gmbh ▸ Geschäftsführung: Christian Giehler ▸ Gegründet: 1996 ▸ Mitarbeiter: 100 ▸ Mutterunternehmen: Arvato Bertelsmann ▸ Kontakt: infoscore austria gmbh Weyringergasse 1/5 1040 Wien Tel: +43 (0) 1 503 64 90 www.finance.arvato.com Juni 2019 — 39

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