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Handelsverband Journal RETAIL 2/2018

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Handelsverband Journal RETAIL 2/2018

— storys

— storys Wirtschaftsministerin: „Die Lehre muss attraktiver werden“ Interview. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck sieht in Asien große Chancen, um mit Qualität „made in Austria“ zu punkten. retail: Angesichts des digitalen Wandels und der zunehmenden Automatisierung sorgen sich viele Österreicher um ihre Jobs. Ist diese Angst berechtigt? Margarete Schramböck: Wenn wir uns die Geschichte anschauen, dann hat uns der Fortschritt in den letzten 100 Jahren immer weitergebracht – Digitalisierung ist ja nichts anderes als technischer Fortschritt. Damals glaubte man, wenn das Auto schneller als 25 km/h fährt, dann würde man sterben. Heute wissen wir, dass das nicht stimmt, aber damals war es eine berechtigte Angst. Es ist wichtig, dass wir Bedenken ernst nehmen. Heimische Händler leiden zunehmend unter der Schwierigkeit, Lehrlinge oder gut ausgebildete Fachkräfte zu finden. Wie wollen Sie dagegen vorgehen? Es geht um eine Stärkung der Fachkräfte durch die Aufwertung der Lehre. Das System muss hier durchlässiger und attraktiver werden. Momentan sind gerade fünf Prozent aller Lehrlinge über 21, nur ein Drittel sind Frauen. Die wenigsten machen Matura. Hier können wir einiges verbessern. Dazu müssen wir mehr digitale Inhalte in bestehende Berufe bringen und neue Berufsbilder schaffen, zum Beispiel den E-Commerce-Kaufmann, den Glasverfahrenstechniker oder den Chemie-Verfahrenstechniker. Wir modernisieren aber auch schrittweise alle bestehenden 200 Lehrberufe mit digitalen Inhalten. Um die Lehre aufzuwerten, werden wir außerdem den Meister mit dem Bachelor gleichsetzen. Der österreichische Handel hat zuletzt stärker auf Internationalisierung gesetzt. Der Handelsverband hat hierzu unter anderem die Cross-Border- Initiative gateway2asia gestartet, um mittelständische Unternehmen bei der Expansion Richtung Asien zu unterstützen. Wie bewerten Sie die Erfolgsaussichten von Produkten „made in Austria“? Für eine kleine offene Volkswirtschaft wie die heimische sind Verflechtungen mit dem Ausland von herausragender Bedeutung. Wir punkten nicht mit billiger Massenware, sondern mit qualitativ hochwertigen Produkten. Gerade auch in Asien, das besonders im Fokus unserer Außenwirtschaftspolitik steht. Erst im April haben wir in China ein Abkommen unterzeichnet, das österreichischen Unternehmen den Zugang zu chinesischen Handelsplattformen erleichtert. Wir sprechen von einem Markt mit Millionen potenziellen Kunden. Die Onlineplattform JD.com hat zum Beispiel rund 266 Millionen registrierte Kunden, bei uns kennt diese Firma kaum jemand. Das ist eine große Chance für österreichische Unternehmen, um mit Qualität und Innovation „made in Margarete Schramböck, gebürtige Tirolerin und studierte Betriebswirtin, leitet das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Davor war sie CEO von A1 Telekom Austria. Austria“ zu punkten. Daher begrüßen wir auch die neue gateway2asia-Initative des Handelsverbandes. Im Februar 2018 haben Sie den Startschuss für den Aufbau der Plattform österreich.gv.at gegeben, um die wichtigsten Behördengänge für die Bürger auf dem Smartphone zu bündeln. Wie weit ist dieses E-Government- bzw. M-Government- Projekt bereits fortgeschritten? Wir wollen die Verwaltung und die wichtigsten Behördengänge für Bürgerinnen und Bürger online verfügbar machen. Das Amt der Zukunft ist, wo die Bürgerinnen und Bürger sind. Wir entwickeln die Plattform so, wie man es in den Unternehmen auch macht – nach und nach und unter Einbindung der Nutzerinnen und Nutzer. Wie wichtig dieses Anliegen auch der Bevölkerung ist, zeigt zum Beispiel die elektronische Handy-Signatur, wo wir erst kürzlich die Marke von einer Million Freischaltungen feiern konnten. Foto: Christian Lendl 16 — Juni 2018

österreichischer kinderschutzpreis Projekte bis 22. 09. unter kinderschutz-preis.at einreichen. Kinder haben auch abseits von Essen und Trinken Bedürfnisse. Sie brauchen Zuwendung, Sicherheit aber auch Gemeinschaft und Integration in die Gesellschaft! Leider bekommen nicht alle Kinder, was ihnen zusteht. Der Kinderschutzpreis von MYKI zeichnet die Menschen und Organisationen aus, die Kindern helfen. Das finden wir super - das unterstützen wir sehr gerne. Vorsitzender der Geschäftsleitung, Mag. Christian Schug

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