Aufrufe
vor 1 Jahr

Handelsverband Journal RETAIL 2/2018

  • Text
  • Will
  • Unternehmen
  • Handel
  • Wien
  • Amazon
  • Handelsverband
  • Alibaba
  • Konsumenten
  • Digitalen
  • Millionen
Handelsverband Journal RETAIL 2/2018

— kurzmeldungen

— kurzmeldungen Nachhaltig: Mietkleidung für Kids Kleidung mieten? Was bisher eher für Abendgarderobe praktiziert wird, überträgt der Kaffeehändler Tchibo in Deutschland seit Jahresbeginn auch auf Kinderkleidung. Und der Service – der unter tchibo-share.de firmiert – kommt an: Die Nachfrage war in den ersten drei Monaten so hoch, dass das Angebot jetzt kontinuierlich ausgeweitet wird. Statt wie bisher ausschließlich „reine Mini Mode bis Größe 110“ vermittelt Tchibo nun auch Kleidungsstücke bis Größe 176 und Umstandsmoden an Mietwillige. Monatlich kostet etwa ein T-Shirt für Kinder rund zwei Euro, ein Umstandspulli einen Euro mehr. Nach Gebrauch werden die Kleidungsstücke zurückgeschickt, gereinigt, aufbereitet und an die nächste Familie versandt. EU will faire Onlineplattformen Kleine und mittelgroße Unternehmen – Händler ebenso wie Hotels oder App-Entwickler – sind heutzutage auf große Onlineplattformen angewiesen, um neue Kunden anzusprechen. „Wir bekommen sehr viele Beschwerden von Betroffenen, dass die Praktiken der Plattformen nicht immer ganz fair sind“, stellte EU-Beamter Werner Stengg bereits in der Dezember-Ausgabe von „retail“ fest. Die Europäische Kommission hat daher Ende April eine Verordnung vorgeschlagen, um einem Machtmissbrauch durch Onlinemarktplätze, Suchmaschinen oder Buchungswebsites vorzubeugen. Die wichtigsten Punkte beinhalten mehr Transparenz – etwa die Angabe von Gründen, wenn ein Nutzer gesperrt wird – sowie wirksamere und leichtere Streitbeilegung etwa durch interne Beschwerdesysteme und Mediatoren. Betrug im Onlinehandel nimmt zu Foto: Tchibo Best IT ist E-Commerce- Agentur des Jahres Die deutsche Best IT, Partner des Handelsverbands, ist soeben zur besten E-Commerce-Agentur Deutschlands gekürt worden. Mehr als 700 Unternehmen hatten sich für den begehrten „Shop Usability Award“ beworben, Best IT konnte sich damit sogar gegen Schwergewichte wie Jung von Matt durchsetzen. Neben dem Gesamtsieg als Agentur des Jahres wurden auch einige Shops ausgezeichnet, die bei Best IT entstanden sind. So errang Medimax den ersten Platz als bester Shop in der Kategorie „Elektronik, Software & Handy“, Axperto und Borussia Dortmund kamen in die Top 3 in den Kategorien „Freizeit, Hobby & Haustier“ und „Sport & Outdoor“. Die Wirtschaftsauskunftei Crif hat schlechte Nachrichten für Onlinehändler im DACH-Raum: 79 Prozent der österreichischen, 93 Prozent der Schweizer und 97 Prozent der deutschen Onlinehändler waren bereits mit Betrug oder Betrugsversuchen konfrontiert, so eine neue Befragung unter 130 Unternehmen. Und rund die Hälfte der befragten Händler in Österreich und Deutschland sieht einen Anstieg der Fälle innerhalb der vergangenen zwölf Monate, ein Teil davon registriert sogar einen starken Anstieg. Dabei gehört der Identitätsdiebstahl hierzulande zu den häufigsten Delikten, jeder zweite Händler war bereits davon betroffen. Auch die Schadenshöhe steigt. Während im Vorjahr keiner der heimischen Händler einen einzelnen Höchstschaden über 10.000 Euro vermeldete, waren es heuer bereits 13 Prozent der Befragten. Foto: Shutterstock/AlexLMX 10 — Juni 2018

— kurzmeldungen Orsay bringt Wien ganz groß raus Orsay, schon bislang mit 51 seiner insgesamt 677 Filialen in Österreich vertreten, tritt in Wien ganz groß auf: Ende April eröffnete der deutsche Modehändler in der Mariahilfer Straße seinen größten Flag ship-Store Europas. „My fashion connection“ lautet das Motto des Shops, was durchaus wörtlich zu verstehen ist: Per Click & Collect lassen sich auf der Webseite bestellte Kleidungsstücke abholen und an großen Terminals bei einem Kaffee läßt sich außerdem herausfinden, ob ein nicht gefundenes Stück in einer anderen Filiale oder im Onlineshop verfügbar ist. Und wer für sich den ganz großen Auftritt plant, kann dafür einen 40 m 2 großen „Styling-Room“ plus Stylingberaterin buchen. Foto: Orsay MediaMarkt ist Top-Arbeitgeber Bereits zum zweiten Mal in Folge darf sich MediaMarkt über das Siegel „Top Arbeitgeber Österreichs“ freuen, eine Auszeichnung, die vom Wirtschaftsmagazin „trend“ in Zusammenarbeit mit Kununu und Statista vergeben wird. MediaMarkt wurde dabei in der Kategorie „Einzelhandel und einzelhandelsnahe Dienstleistungen“ gewürdigt und holt sich den ersten Platz unter den heimischen Elektro- und Elektronikhändlern. Als Vorreiter und Händler für die digitale Welt setzt die Nummer 1 aktuell auf weitere innovative Lehrkonzepte: Als einer der Ersten im Handel integriert Media- Markt die neue Lehre zum E-Commerce- Kaufmann in sein Ausbildungsprogramm. Die ersten Bewerber starten bereits im Frühsommer 2018 mit ihrer Ausbildung. (Siehe dazu auch den Bericht auf Seite 18.) Neue Blockchain „made in Austria“ startet durch Im April 2018 wurde die Artis Blockchain, die Abonnements durch „Streaming Money“ revolutionieren soll, auf der WU Wien erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Seither hat sich bei der vom Grazer lab10 collective initiierten Blockchain-Infrastruktur einiges getan. Unter anderem konnte mit Richard Kastelein einer der international renommiertesten Blockchain-Berater für Artis begeistert werden. Kastelein wird sich künftig mit seinem Netzwerk aktiv in das Projekt einbringen und beim Aufbau einer globalen Community unterstützen. Am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag, soll der sogenannte ATS-Token dann erstmals ausgegeben werden. Mit ATS will das lab10 collective, eine Genossenschaft rund um Vorstand Thomas Zeinzinger, eine Kryptowährung schaffen, welche die Art des Bezahlens noch einmal revolutionieren soll. Das Projekt stützt sich auf Geschäftsmodelle der „Sharing Economy“, die auf Abonnements basieren. Mögliche Anwendungsbereiche: Carsharing-Plattformen, kostenpflichtige Online-Nachrichtenportale oder Musik- Streaming-Dienste. Die Nutzer sollen anonym bezahlen können, ohne einen Account beim Anbieter anlegen zu müssen. Amazon entwickelt Haushaltsroboter Unter dem Codenamen „Vesta“ soll der Onlineriese Amazon derzeit an einem Haushaltsroboter tüfteln. Die Maschine soll in der Lage sein, selbstständig von Raum zu Raum zu fahren, um diverse Aufgaben in der Wohnung zu übernehmen. Angeblich soll Vesta, benannt nach der griechischen Göttin von Heim und Herd, noch heuer in den Appartements von Amazon-Mitarbeitern getestet werden und könnte 2019 in den Handel kommen. Die Chancen sind allerdings ungewiss: Aus Amazons Entwicklungslabor Lab 126 kommen nicht nur das gescheiterte Fire Phone, sondern auch zahlreiche Geräte, die nie das Prototypenstadium verlassen haben. Illustration: Shutterstock/studiostoks Juni 2018 — 11

MJR MEDIA

LOGISTIK express informiert Entscheider, Entscheidungsträger aus Industrie / Handel / Logistik über Trends & Märkte und bietet das umfangreichste Informationsportal im deutschsprachigen Raum. Mehr auf logistik-express.com / network.logistik-express.com

transportlogistik.business / ecommerce-logistik.business / mylogistics.business / mobilitaet.business / binnenschiff-journal.at / umwelt-journal.at

© Copyright 2019   |   LOGISTIK express   |   Markus Jaklitsch   |