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Handelsverband Journal RETAIL 1/2018

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Handelsverband Journal RETAIL 1/2018

— startups startupwelt

— startups startupwelt Junge Firmen und ihre Retail­relevanten Geschäftsmodelle Augmented Reality im Supermarkt Bankomaten für Krypto­Geld Foto: ktschng Eine App muss einen Nutzen haben, findet Petra Augustyn, und das am besten sowohl für den User als auch den Handel. Sie ist gerade dabei, die App ktschng (ausgesprochen: katsching) zu entwickeln, die so funktioniert: Wenn man beispielsweise durch die Regale eines Supermarkts geht und Produkte scannt, werden auf dem Smartphone Angebote in Augmented Reality gezeigt, die gerade in Aktion beziehungsweise nur durch die ktschng-App einlösbar sind. Darunter auch Kombinationen wie etwa: 20 Prozent Rabatt beim gemeinsamen Kauf einer Bier-Box (oder Limonade) und eines Snacks (oder einer Pizza). Für Petra Augustyn geht es darum, den Handel digital zu unterstützen: „Die Marketingleute bekommen von uns in einer weiteren Entwicklungsphase einfache Tools, auf denen sie ihre Aktionen und Informationen in die ktschng-App einspeisen.“ Für den Handel zeigt sich der Nutzen unmittelbar an der Kassa. Der User seinerseits kauft zum einen günstiger ein und sammelt zum anderen pro Einkauf ktschng-Coins in seiner Wallet, die er – da das System in absehbarer Zeit an die Blockchain-Technologie angeschlossen sein wird – nach Belieben einlösen kann. ktschng wird in den kommenden Monaten als iOS-Version im App Store erhältlich sein. ▸ ktschng.com Foto: Cointed Für Wolfgang Thaler, CEO des Kufsteiner Unternehmens Cointed, ist die Blockchain-Technologie der nächste Schritt in der Evolution des elektronischen Bargelds und zugleich die Methode der Wahl, wenn es darum geht, Transaktionen schneller, effizienter, sicherer und günstiger durchzuführen. Folgerichtig bietet Cointed eine Reihe von Dienstleistungen rund um Kryptowährungen an. So hat das Unternehmen in der kurzen Zeit seines Bestehens (die Vorläuferfirma war erst 2014 gegründet worden) bereits 116 Kryptowährungs-Automaten (Crypto ATM) aufgestellt und ist damit der führende Anbieter in Europa. Dank der Multi-Currency ATMs ist es so einfach wie noch nie geworden, digitale Währungen zu kaufen und zu verkaufen. Auf der Online-Exchange-Plattform von Cointed können registrierte User zudem mit aktuell zehn Krypto- und drei konventionellen Währungen (Euro, USD, CHF) handeln. ▸ cointed.com/de Günstige Rechnungen dank Blockchain Botschafter der Bitcoins difacturo ist ein sicheres Netzwerk für elektronische Rechnungen, das für jede Unternehmensgröße – vom EPU über den Mittelstand bis zum Großunternehmen – geeignet ist. Es ermöglicht eine voll digitale medienbruchfreie Rechnungsverarbeitung und vereinfacht die Rechnungslegung ebenso wie deren Eingang. Unabhängig von den eingesetzten ERP-Systemen werden die Rechnungen unkompliziert im sogenannten „ZUGFeRD“-Format versandt und empfangen. Der Empfänger kann das PDF ausdrucken und als Papierbeleg verarbeiten und archivieren, die angehängte Datei wird elektronisch verarbeitet. difacturo basiert auf der Blockchain-Technologie und bietet eine Lösung, den Rechnungsprozess vollständig – also End-to-End – verschlüsselt und digital abzubilden. Das Netzwerk senkt die Kosten um 90 Prozent, ist fälschungs- und manipulationssicher, erlaubt die revisionssichere Archivierung in der Cloud und gewährleistet einen länderübergreifenden elektronischen Rechnungsaustausch. ▸ difacturo.com 20 — April 2018 Foto: difacturo Coinfinity ist ein Kompetenzzentrum für Bitcoin und die Blockchain-Technologie mit Sitz in Graz, das im Jahr 2014 gegründet wurde. Das Unternehmen entwickelt Produkte und Lösungen rund um Bitcoin, betreibt entsprechende Automaten an mehreren Standorten in Österreich und hat mit Bitcoinbon die Möglichkeit geschaffen, die Kryptowährung an über 4.000 Verkaufsstellen – Trafiken und Tankstellen – im ganzen Land zu kaufen. Darüber hinaus kann man auch über den eigenen Online-Service damit handeln. Das Coinfinity-Team rund um Geschäftsführer Max Tertinegg ist überzeugt, dass Bitcoin und die Blockchain-Technologie Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahren entscheidend verändern werden, und sieht es daher als seine Mission an, sie verständlich zu machen und den Zugang dazu zu erleichtern. So berät Coinfinity Entscheidungsträger, bietet Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren wollen, professionelle Unterstützung an und hat am Grazer Firmensitz das erste österreichische „Walk-in“-Office, eine Art „Bitcoin-Botschaft“, etabliert. ▸ coinfinity.co Foto: Coinfinity

— storys „Wirtschaft muss Teil der Lösung sein“ Interview. Müssen die Kunden ihre Erwartungshaltung überdenken? Ist Billigfleisch zu extremen Aktionspreisen notwendig? WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides gibt Antworten. Foto: WWF/bright light photography, Illustration: WWF retail: Eine aktuelle Studie von WWF und dem Ökologieinstitut hat gezeigt, dass wir Österreicher jährlich so viele Lebensmittel in den Müll werfen, wie die Einwohner des Bundeslandes Kärnten verzehren, nämlich rund 577.000 Tonnen. Wie können wir diese Lebensmittelverschwendung reduzieren? Andrea Johanides: Diese Abfälle fallen entlang der ganzen Wertschöpfungskette an – von der Landwirtschaft und Produktion über Großhandel und Einzelhandel bis zur Außer-Haus-Verpflegung und den Haushalten. Darum muss auch in allen diesen Bereichen etwas getan werden. Beim Einzelhandel werden jährlich 74.100 Tonnen weggeschmissen, plus 35.600 Tonnen Brot und Gebäck, die als Retourware zurück an die Produktion geschickt werden. Diese freien Retourwaren sollten überdacht und angepasst werden, um eine bedarfsgerechte Planung zu fördern. Weitere Maßnahmen sind die Einführung eines kleineren Gebäcksortiments gegen Ladenschluss, Waren vom Vortag vergünstigt anzubieten und Lebensmittel verstärkt an soziale Einrichtungen weiterzugeben. Natürlich müssen auch die Kunden ihre Erwartungshaltung überdenken, alles zu jeder Zeit in enormer Vielfalt verfügbar zu haben. Große NGOs wie Oxfam oder Save the Children haben Partnerschaften mit umstrittenen Konzernen abgeschlossen, deren Geschäftsmodell teils in extremem Gegensatz zu den Kernanliegen der NGOs steht. Wie stehen Sie zu derartigen Kooperationen? Wir sind der Meinung, dass die Wirtschaft als Mitverursacher der ökologischen Krise auch Teil der Lösung sein muss. Mit Unternehmen in eine Zusammenarbeit zu treten, erfordert aus unserer Sicht ganz klare Prinzipien und Richtlinien. Bei jeder Kooperation, die wir eingehen, werden vertraglich Ziele fixiert und es wird auf eine transparente Kommunikation geachtet. Im Zentrum jeder Zusammenarbeit steht die Verpflichtung für eine gemeinsam definierte, konkrete Umweltverbesserung, zum Beispiel Klimaschutz oder ökologischere Beschaffung. Nichtsdestotrotz arbeiten wir aber nicht mit allen Unternehmen zusammen. Wir haben für uns sogenannte „Ausschlussbranchen“ definiert, die nicht mit den Zielen des WWF vereinbar sind. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen aus der Rüstungsindustrie oder der Kohle-, Nuklear- und Ölindustrie. Wenn es um Naturschutz geht, kommt dem Handel eine bedeutende Rolle zu. Er kann die Einkaufs- und Konsumentenpolitik beeinflussen, etwa durch Bewusstseinsbildung und einen Fokus auf hochwertige, verant- wortungsvoll erzeugte Produkte. Welches Zeugnis stellen Sie dem heimischen Handel aus? Es gibt hier schon einige gute Ansätze. Allerdings kann noch mehr getan werden. Einzelne Leuchtturmprojekte etwa bei nachhaltigem Fisch oder im Fleischsortiment mit ökologischen Verbesserungen bei der Fütterung oder mehr Tierwohl sind lobenswert. Wenn dann aber gleichzeitig mit extremen Andrea Johanides ist seit 2013 Geschäftsführerin des WWF Österreich. Ihre Herzensangelegenheit ist das Erhalten einzigartiger Lebensräume – egal ob im fernen Regenwald im Amazonas oder den nahen March­Thaya­Auen. Daher engagiert sie sich auch für Konsumthemen: „Wer biologisch, regional und saisonal isst, tut Boden, Klima und auch Lebensräumen in fernen Gebieten viel Gutes.“ Aktionspreisen billiges Fleisch aus intensiver Landwirtschaft gefördert wird, ist das kontraproduktiv. Zudem muss man bedenken, dass wir in Österreich ohnehin doppelt so viel Fleisch essen wie das Gesundheitsministerium empfiehlt. Der WWF zeigt auf, dass eine umweltfreundliche Ernährung gleichzeitig auch eine gesunde Ernährung ist. Das sollte der Handel verstärkt umsetzen. April 2018 — 21

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