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BUSINESS+LOGISTIC 6/2020

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In BUSINESS+LOGISTIC 6/2020 verschaffen wir Ihnen einen Überblick über die Situation in Wirtschaft & Logistik während der Corona-Krise. Dabei wird klar, dass nicht alle Teile der Wirtschaft in der DACH-Region gleichermaßen betroffen sind. Das Bild, das sich bietet ist sehr heterogen. Zudem sind die Transformationsprozesse, welche die Märkte jetzt erleben, zwar von der Corona-Krise befeuert, haben jedoch schon vor beinahe einem Jahrzehnt eingesetzt. Lesen Sie dazu auch das Interview mit Roland Seebacher, Geschäftsführer des Intralogistikspezialisten BITO Austria.

LAGERAUTOMATISIERUNG

LAGERAUTOMATISIERUNG Aber mit welchem System? Die Auswahl an automatisierten Lager- und Intralogistiksystemen ist groß. Doch welches System passt zum Unternehmen? Im Bereich der Intralogistik und Lagerautomatisierung gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Systemen, Herstellern und Anbietern. Diese sind auf den ersten Blick mehr oder weniger ähnlich. Und jedes hat für sich Vor- und Nachteile. Welches System für das jeweilige Unternehmen jedoch das Passende ist, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Zentrale Fragestellungen und Überlegungen Die wichtigste Frage, die es zu klären gilt, ist die nach den Anforderungen, die an ein automatisiertes Lager- und Intralogistiksystem gestellt werden. Diese hängen von verschiedenen Faktoren ab: Wie stellt sich die Artikelstruktur dar? Davon abhängig ist die Auswahl des Transportbehältnisses – seien es Paletten, Kleinladungsträger (KLTs) oder doch etwas Maßgeschneidertes. Wie sind die Prozesse bzw. ist der Warenfluss in den verschiedenen Bereichen und soll man diese in die Planung mit einbeziehen? Welche Kapazitäten müssen vorgehalten werden? Erschwert wird diese Anforderungserstellung oft durch intransparente Prozesse, Bewegungs-, Bestands- und Artikelstammdaten, aber auch durch Betriebsblindheit. Unabhängige und erfahrene Berater können durch einen neutralen Blick auf alle diese Fragestellungen dabei unterstützen, die richtigen Anforderungen aufzuzeigen und zu definieren. Die Auswahl des richtigen Systems Sind die Daten analysiert, die Prozesse eruiert und dargestellt sowie die Anforderungen definiert, geht es an die Auswahl eines automatisierten Lager- und Intralogistiksystems. Für jeden Anbieter ist sein System „das Beste“. Jetzt gilt es nach und nach auszusieben, welches davon die gesetzten Anforderungen bestmöglich unterstützt. Durch die Vielzahl an Anbietern fällt diese Entscheidung schwer und die Unterschiede der Systeme sind teilweise gering, jedoch sehr relevant. Von der Analyse bis hin zur Planung und der anschließenden Umsetzung ist das nötige Knowhow und die Erfahrung gefragt, um die beste Lösung zu finden und Ihr Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen. Mit Leidenschaft und dem nötigen Praxis-Knowhow unterstützen wir Sie gerne auf dem Weg zur nachhaltigen Automatisierung Ihres Lagers und Ihrer Prozesse. Herzlichst Ihr Michael Stranek (michael.stranek@xvise.com) FOTO: GETTY IMAGES / XVISE 6/2020 6 BUSINE$+LOGISIC

FOTO: TIMO KLOSTERMEIER / PIXELIO.DE KLIMAWANDEL Shell entlässt 9.000 Mitarbeiter weltweit Der holländisch-britische Ölmulti Shell reduziert seinen Mitarbeiterstand radikal – weltweit. Rund 9.000 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren gestrichen werden. Die Hauptgründe sind der Klimawandel und die Auswirkungen der Corona-Krise. Sie führen zu einem massiven Nachfrage- und Ölpreisschwund nach fossilen Brennstoffen. Shell will, ähnlich wie der britische Mitbewerber British Petrol, BP, darum künftig verstärkt auf erneuerbare Energiequellen setzen. Der Klimawandel und die Corona-Krise zeigen bei den Erdöl-Giganten Wirkung – mit massiven Folgen für die Mitarbeiter und die geschäftliche Ausrichtung der Unternehmen. So wird der britisch-niederländische Öl-Gigant Royal Dutch Shell in den kommenden zwei Jahren bis zu 9.000 Stellen streichen. Das sind mehr als zehn Prozent der gesamten Belegschaft weltweit. Betroffen ist dabei vor allem die Öl-Sparte des Multi-Energiekonzerns. Klimawandel und Corona haben Folgen Die Hauptgründe für die Entlassungswelle sind dramatisch sinkende Ölpreise und die nachhaltig gesunkene Nachfrage nach fossilen Brennstoffen aufgrund des Klimawandels und der Corona-Krise. Sie machen einen massiven Umbau des Konzerns sowie einen harten Sparkurs notwendig. Shell will jetzt mit der Umstrukturierung die jährlichen Kosten um etwa 2,5 Milliarden US-Dollar senken, das sind rund 2,1 Milliarden Euro. Dadurch will sich der Konzern für die Umstellung auf umweltfreundlichere Energien wappnen. „Die Ölnachfrage ist durch die Corona-Krise stark gesunken. Das liegt vor allem am Einbruch des Flugverkehrs, speziell Kerosin wird gerade kaum benötigt. Zusätzlich zu dieser Belastung findet ein struktureller Wandel zugunsten erneuerbarer Energien statt. Energiekonzerne sollten hier jetzt schon Fuß fassen“, erklärt Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank die Situation gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur pressetext.austria. 80 Prozent weniger bis 2050 Bestätigt werden Prognosen auch von den Analysten von British Petrol, BP. Sie haben drei verschiedene Szenarien für die Entwicklung der globalen Ölnachfrage berechnet. Demnach habe die weltweite Ölproduktion in zwei Fällen im Jahr 2019 ihren Zenit erreicht. Selbst das dritte Szenario geht von einem Sinken der Nachfrage aus, allerdings erst in 15 Jahren. „In allen drei Szenarien steigt jedoch der Anteil von erneuerbarer Energie schneller als jeder andere Treibstoff in der Geschichte“, sagt BP-Chefökonom Spencer Dale gegenüber dem deutschen Magazin UmweltDialog. Sämtliche Analysten gehen daher davon aus, dass das hohe Vorkrisenniveau von 2019 auf Dauer nicht mehr erreichbar ist, sondern bis 2050 um 80 Prozent sinkt. Ausweg „Erneuerbare Energien“ Deswegen setzen die Energieproduzenten verstärkt auf erneuerbare Energielösungen. So will Shell seinen Hauptfokus künftig auf die Produktion von nachhaltigem Strom, Biokraftstoffe und Wasserstoff legen. Auch BP will sich dieser Entwicklung anpassen und bis 2050 zu einer klimaneutralen Firma werden. Die Briten wollen – statt auf Öl zu setzen – in saubere Energie investieren. So hat der Konzern 1,1 Milliarden Dollar, das sind etwa 900 Millionen Euro, in zwei Offshore-Windparks gesteckt, die von der norwegischen Ölfirma Equinor entwickelt werden. Ob dies ausreichen wird, die Konzerne mittelfristig zu erhalten, ist jedoch fraglich. X shell.com X bp.com X commerzbank.de X equinor.com BUSINE$+LOGISIC 7 6/2020

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