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BUSINESS LOGISTIC 6-2019

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In dieser Ausgabe ist der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die digitale Transformation und welche Herausforderungen dabei auf sämtliche Unternehmen warten. Wir zeigen Lösungsvorschläge auf, wie man die digitale Transformation richtig einleitet. Und ein dritter Artikel befasst sich mit dem geplanten, neuen Teilchenbeschleuniger, der in 2030 in Betrieb gehen soll. Noch völlig ungeklärt ist, wie dafür die Logistik aufgebaut werden soll. Das Fraunhofer IML in Dortmund liefert dafür ein weltweit umspanendes Logsitikkonzept.

WIENCONT 40 Jahre

WIENCONT 40 Jahre intermodaler Transport Vor 40 Jahren eröffnete Österreichs erster Containerterminal auf dem Gelände des Wiener Hafens. War der Terminal damals noch an die Bedürfnisse eines Landes in Randlage konzipiert, steht der Hafen Wien heute für eine multimodale Drehscheibe im Herzen Europas. Seit heuer gehen mehr als 100 Ganzzüge pro Woche in Richtung Europa ab. Am 19. September gab es auf dem Gelände des Wiener Hafens ein großes Fest zu feiern. Der Container-Terminal WienCont wurde 40 Jahre. Mehr als 400 Gäste aus ganz Europa hoben unter großem Beifall die Gläser darauf, dass dem Terminal noch mindestens genauso viele Jahre beschieden sind. Gut Gerüstet für die Zukunft Gehen die Gratulanten wie etwa der amtsführende Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales oder der CEO der Wienholding, Dr. Kurt Gullowitzer vom heutigen Status aus, dürfte sich dieser Wunsch wohl erfüllen. Die WienCont kann sich wieder über Zuwachszahlen sowohl beim Umschlag als auch bei den Umsätzen freuen. Und auch für das kommende Jahr zeigen sich das Unternehmen und der Hafen Wien gerüstet. WienCont im schwierigen Fahrwasser. Daran ändern wahrscheinlich auch die bereits weltweit spürbaren Rückgänge in der Weltwirtschaft und der scharfe Wettbewerbsdruck im Inland nichts. Die WienCont bleibt das umschlagsstärkste trimodale Containerterminal und -depot Österreichs. Im Jahr 2018 wickelte man rund 350.000 Containerumschläge ab. Der Wehrmutstropfen daran: Im Jahr 2017 kam man noch auf 405.000 Containerumschläge. Das ist eine Reduktion im Vergleich zum Vorjahr um rund 13,6 Prozent. Der Rückgang ist mit dem neuen ÖBB Güterzentrum Wien Süd in Inzersdorf verbunden. Die ÖBB haben die Züge ihrer Rail Cargo Group nach Inzersdorf verschoben. Das waren rund 30 Prozent des vorhandenen Zugaufkommens im Hafen Wien. Dennoch wieder im Plus. Trotz des enormen Drucks ist es dem Hafen Wien gelungen, fast die Hälfte des verlagerten ÖBB-Volumens zu kompensieren, freut sich Mag. Fritz Lehr MBA, Geschäftsführer des Wiener Hafens. Für 2019 rechnen er und Mag. (FH) Harald Jony, Geschäftsführer der WienCont seit 2018, daher damit, die Marke von 400.000 umgeschlagenen Containereinheiten wieder zu erreichen. Und in der Tat: In den Sparten Umschlag, Depot mit einer Kapazität für 10.000 Container, Handel und Reparatur zeichnet sich bei der WienCont im laufenden Jahr eine deutliche Mengensteigerung ab. Nach 350.000 TEU Gesamtaufkommen in 2018 steht für den Zeitraum von Jänner bis Juni ein Plus von sechs Prozent zu Buche. „Im Optimalfall könnten wir ein Wachstum im knapp zweistelligen Prozentbereich erreichen“, berichtet Hafen Wien Geschäftsführerin Mag. Doris Pulker-Rohrhofer. eigenen Angaben der größte Containerterminal in Österreich. Damit soll es gelingen, dass ab heuer 100 Ganzzüge pro Woche abgewickelt werden. „Das hat uns nach 2018 so niemand zugetraut“, sagt H. Jony im Rahmen der Feierlichkeiten. Weitreichende Investitionen Ein Grund für den Erfolg sieht H. Jony dabei vor allem auch in den weitreichenden Investitionen in Richtung Digitalisierung. Das Ergebnis dieser Anstrengungen ist beispielsweise die Einführung eines neuen Terminalmanagementsystems, begleitet von der Beschleunigung der Lkw-Abfertigungszeiten. Zudem sind IT-Systeme geplant, welche die Prozesse im Terminal beschleunigen sollen. „Was wir tun, das machen wir in einer erstklassigen Qualität. Wo Verbesserungsbedarf besteht, da nehmen wir die Dinge entschieden in Angriff“, sagt er gegenüber der Österreichischen Verkehrszeitung. Geschäftsmodell weiter entwickelt. Darüber hinaus haben Hafen Wien und WienCont ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt, um die gesamte Wertschöpfungskette im intermodalen Verkehr abdecken zu können. Damit hebt sich die WienCont vom Mitbewerber deutlich ab. Unter Berücksichtigung der neuen Tochtergesellschaft Fehringer Technical Services beschäftigt das Unternehmen knapp 100 Mitarbeitende, die 2018 einen Umsatz in der Höhe von 11,5 Mio. Euro erwirtschaftet haben. Mit diesem Team strebt das Management in den nächsten Jahren ein kontinuierliches und nachhaltiges Wachstum an. Dabei ruhen die Hoffnungen einerseits auf dem Ausbau der Trailerzüge und andererseits auf der Etablierung von starken Zugprodukten entlang der Achse Baltikum-Adria-Balkan mit den Schlüsselländern Polen und Türkei. XXwiencont.com 100 Ganzzüge pro Woche Dabei profitiert der Standort von den in etwa gleich starken Standbeinen im Segment der kontinentalen Bahnverkehre und der maritimen Operationen. Diese sind dabei auf die Verbindungen in die Nord- und Westhäfen ausgerichtet. Mit vier Gleisen unter drei Kranbrücken und drei weiteren Gleisanlagen mit einer Bedienung per Reachstacker ist WienCont laut 40 Jahre WienCont: (vl.) H. Jony, D. Pulker-Rohrhofer, F. Lehr FOTO: FEEL IMAGE SEPTEMBER/OKTOBER 2019 38

www.bvl.de/dlk www.bvl.de/dlk DEUTSCHER LOGISTIK-KONGRESS 23. - 25. Oktober 2019 InterContinental/ Schweizerhof, Berlin Mutig machen Inspire • Encourage • Act Im Im Plenum sprechen und diskutieren unter anderem: Andreas Scheuer, MdB Bundesminister für für Verkehr und und digitale digitale Infrastruktur, Berlin Berlin Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel Geschäftsführender Institutsleiter, Fraunhofer-Institut Materialfluss und Logistik, Dortmund Dortmund Prof. Dr. Dr. Jana Jana Koehler Chief Chief Executive Officer Officer und und Director, Director, Deutsches Forschungszentrum für für Künstliche Künstliche Intelligenz Intelligenz GmbH, GmbH, Saarbrücken Saarbrücken Alexander Alexander Birken Birken Vorstandsvorsitzender, Vorstandsvorsitzender, Otto Group, Otto Group, Hamburg Hamburg Reiner Reiner Heiken Heiken Chief Executive Officer, Chief Executive Officer, Hellmann Worldwide Hellmann Worldwide Logistics SE & Co. KG, Logistics SE Co. KG, Osnabrück Osnabrück Guy Guy Verhofstadt Verhofstadt Belgischer Premierminister a.D., Belgischer Premierminister a.D., Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Vorsitzender der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, Liberalen und Demokraten für Europa, Europäisches Parlament, Europäisches Parlament, Brüssel Brüssel Petra Becker Petra Becker Vice President Supply Network and Vice Supply President Chain Supply Risk Management, Network and Supply Continental Chain AG, Risk Management, Continental Hannover AG, Hannover Sascha Lobo Sascha Lobo Autor und Publizist, Autor Berlin und Publizist, Berlin Angela Titzrath Angela Titzrath Vorsitzende des Vorstands, Hamburger Vorsitzende Hafen des Vorstands, und Logistik AG (HHLA), Hamburg, Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), Beirat, Hamburg, BVL Beirat, BVL

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