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BUSINESS LOGISTIC 6-2019

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In dieser Ausgabe ist der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die digitale Transformation und welche Herausforderungen dabei auf sämtliche Unternehmen warten. Wir zeigen Lösungsvorschläge auf, wie man die digitale Transformation richtig einleitet. Und ein dritter Artikel befasst sich mit dem geplanten, neuen Teilchenbeschleuniger, der in 2030 in Betrieb gehen soll. Noch völlig ungeklärt ist, wie dafür die Logistik aufgebaut werden soll. Das Fraunhofer IML in Dortmund liefert dafür ein weltweit umspanendes Logsitikkonzept.

BUSINE$+FINANZEN

BUSINE$+FINANZEN LOGISTIKINDIKATOR 2019 Die Logistik folgt der Wirtschaft in die Krise Die deutsche Logistikwirtschaft legt, wie die deutsche Gesamtwirtschaft, eine mittlere Vollbremsung ein. Der Logistikindikator–Geschäftsklima–index, den das ifo Institut im Auftrag der BVL monatlich erhebt, weist den schlechtesten Wert seit 2010 auf. Der Geschäftsklimaindikator der deutschen Logistikwirtschaft ist im August den vierten Monat in Folge gefallen. Er notiert erstmals seit 2013 im negativen Bereich. Niedriger war der Wert zuletzt im Februar 2010. Damals litt die deutsche Wirtschaft noch stark unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise. Dies geht aus den monatlichen Erhebungen zum Logistikindikator hervor, die das ifo Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen durchführt. Geschäftssituation verschlechtert sich. Zudem erkennt man, dass sich die aktuelle Geschäftssituation in der Logistikwirtschaft verschlechterte, und zwar ebenfalls zum vierten Mal in Folge. Im dritten Quartal stuften die Analysten des ifo die Geschäftssituation als unterdurchschnittlich ein. Gleichzeitig blickten die befragten Firmen mit zunehmender Skepsis auf die Entwicklungen in den kommenden Monaten. Ein stärkerer Pessimismus war zuletzt im Mai 2009 zu beobachten. Beschäftigung nimmt ab. Die negative Entwicklung wird sich auch auf die Beschäftigung in der Logistikbranche auswirken. Die Unternehmen reagieren mit Personalreduktion auf die veränderte Marktsituation und die schlechten Zukunftsprognosen. Laut Logistikindikator soll der Personalbestand innerhalb der kommenden drei Monate verkleinert werden. Deutschland in der Rezession Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal um 0,1% zum Vorquartal gesunken. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Die deutliche Verschlechterung des ifo Geschäftsklimas Deutschland, aber auch anderer Indizes wie etwa den Einkaufsmanagerindex EMI oder der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator für Anleger, weisen auf eine Rezession der deutschen Wirtschaft hin. Daher wird voraussichtlich auch im dritten Quartal die Wirtschaftsleistung nicht zunehmen, obgleich die deutsche Exportwirtschaft zurzeit bessere Zahlen aufweist als erwartet. Schwaches Wachstum. Die aktuelle Prognose des ifo Instituts vom Juni 2019 weist für das Gesamtjahr eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent aus. Hierbei wurde angenommen, dass sich der Zollkonflikt zwischen den USA, China und der EU nicht weiter verschärft, und dass der „harte“ Brexit noch abgewendet werden kann. Beides ist aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich, was bereits Spuren hinterlässt, welche die bisherige Jahresprognose als zu optimistisch erscheinen lassen und sich negativ auf die Geschäftstätigkeit der Logistikwirtschaft Deutschlands auswirken dürften. Geschäftsentwicklung der Logistiker Mit steigender Skepsis blicken die Logistikdienstleister auf die Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten. Gleichzeitig sank der Geschäftslageindikator auf 100,3 Punkte und somit auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren. Der Geschäftsklimaindex sank entsprechend und notierte bei 94,3 Punkten und somit 12,9 Indexpunkte unter dem Vorjahreswert. Dies bedeutet den niedrigsten Wert seit November 2012. Per Saldo gaben die Unternehmen an, dass der Umsatz sowohl in den vergangenen drei Monaten als auch im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Dies mag auch an den seit fünf Monaten sinkenden Auftragsbeständen liegen – der Rückgang betrifft einen zunehmend großen Anteil der befragten Dienstleister. Als Reaktion auf diese Entwicklung wurde der Personalbestand zuletzt verkleinert. Aufgrund der abermals weniger optimistischen Erwartung bezüglich der Umsatzentwicklung in den kommenden drei Monaten wurden die Personalpläne massiv nach unten angepasst. Die Sicht der Logistikanwender Die momentane Geschäftssituation wurde im Bereich der Logistikanwender aus Handel und Industrie wieder etwas positiver beurteilt. Im Vergleich zum Vorjahr ist allerdings eine markant negative Entwicklung zu beobachten – der Geschäftslageindex befand sich im August bei 109,1 und somit um 12,7 Punkte unter dem Vorjahreswert. Bezüglich der Aussichten auf die kommenden Monate dominieren zunehmend die pessimistischen Angaben. Das Geschäftsklima trübte sich ein und der Index lag bei 100,2 Punkten. Der Lagerbestand der Befragungsteilnehmer befand sich auch im August auf einem hohen Niveau und konnte im Vergleich zum Vormonat nur leicht verkleinert werden. Die Preise sind nahezu konstant geblieben und sollen den Planungen zufolge in den kommenden Monaten nur noch selten angehoben werden. Außerdem sehen die Personalplanungen nun bereits seit einem halben Jahr Kürzungen vor. XXbvl.de/ XXifo.de/ XXsentix.de/ SEPTEMBER/OKTOBER 2019 18

FOTO: LUPO / PIXELIO.DE TRANSFORMATION Wie vorbereitet sind wir? Kaum ein Thema bewegt derzeit die Wirtschaft mehr als die sogenannte „digitale Transformation“ und mit ihr das Thema „Industrie 4.0“. Obgleich technisch alles vorhanden wäre, scheitern selbst große Anwender mitunter an Banalitäten. Im Mittelstand fehlt es hingegen noch immer an Grundsätzlichem. Unternehmen wie SSI Schäfer IT Solution sehen sich permanent damit konfrontiert. Wo die Herausforderungen für Unternehmen in der Zukunft liegen, das behandelt dieser Artikel. Ein Bericht von CR Hans-Joachim Schlobach Wer in diesem Jahr über die LogiMAT 2019 in Stuttgart oder die Hannover Industriemesse ging, dem wurde sofort bewusst, dass die Digitalisierung und Industrie 4.0 in vollem Gange ist. Kaum ein Anbieter, der nicht damit auf Kundenfang ging und dem Anwender seiner Produkte Effizienzsteigerungen im zweistelligen Bereich verspricht. Auch sonst stand vielerorts nicht die Hardware im Vordergrund, es ging auf diesen Messen in den meisten Fällen um Software und IT. Rasanz macht atemlos Heile Digitalisierungswelt also? Mitnichten, denn wer hinter die Kulissen blickt und sowohl mit Anwendern als auch mit Anbietern spricht, erfährt hinter vorgehaltener Hand sehr häufig, dass vor allem die Rasanz der Entwicklungen in diesem Bereich nicht nur herausfordernd, sondern bereits überfordernd ist. Und in der Tat: Wer heute eine Lösung für die Herausforderungen seiner unternehmerischen Zukunft plant, steckt mor- BUSINE$+LOGISIC 19 SEPTEMBER/OKTOBER 2019

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