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BUSINESS LOGISTIC 6-2019

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In dieser Ausgabe ist der Fachkräftemangel ein zentrales Thema. Ein weiterer Themenschwerpunkt ist die digitale Transformation und welche Herausforderungen dabei auf sämtliche Unternehmen warten. Wir zeigen Lösungsvorschläge auf, wie man die digitale Transformation richtig einleitet. Und ein dritter Artikel befasst sich mit dem geplanten, neuen Teilchenbeschleuniger, der in 2030 in Betrieb gehen soll. Noch völlig ungeklärt ist, wie dafür die Logistik aufgebaut werden soll. Das Fraunhofer IML in Dortmund liefert dafür ein weltweit umspanendes Logsitikkonzept.

JOBS+BUSINE$ Der

JOBS+BUSINE$ Der Bito-Campus in Meisenheim Mit Geduld und Engagement Trotz der scharfen Wettbewerbssituation am Arbeitsmarkt gelingt es R. Seebacher und seinem Team, gute Mitarbeiter zu rekrutieren. Dabei seien es vor allem Fachkräfte, für die nicht alleine die Bezahlung der Ausschlag für die Annahme eines Jobs ist, weiß der sympathische Manager. Diese suchen beispielsweise einen Arbeitgeber, der ihre Eigenverantwortung unterstützt und fördert. Auch sollte die Work-Life-Balance stimmen, d.h. das Privatleben und das Arbeitsleben müssen gut miteinander vereinbar sein. Und, last but not least, wünschen sich nicht wenige ein gutes, nahezu familiäres Betriebsklima, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Eigenverantwortung und Respekt. „Das alles bieten wir bei BITO in Asten“, sagt R. Seebauer im Gespräch. Das Unternehmen ist ein typischer Mittelständler aus der Intralogistik-Branche. Wer hier einmal angefangen hat, bleibt für lange Zeit. Die Fluktuation ist sehr gering. Nahezu alle, die vor acht Jahren und danach in Asten begonnen haben, sind noch mit an Bord. „Wir sind wie eine Familie, deren Mitglieder füreinander einstehen“, bekräftigt R. Seebacher im Gespräch. Das dürfte auch an ihm persönlich liegen. Er ist ein Freund flacher Hierarchieebenen und dem Gespräch auf Augenhöhe. Er setzt auf die Eigenverantwortung der Mitarbeiter und gibt ihnen daher große Freiräume, ihre Projekte voran zu treiben. Dabei ist für den ruhigen Manager der respektvolle Umgang im Team ein entscheidendes Element für den Erfolg. 175 Jahre Tradition. Damit sieht sich BITO in Asten ganz in der knapp 175-jährigen Tradition ihrer deutschen Muttergesellschaft BITO-Lagertechnik Bittman, Meisenheim. „BITO“ steht für „Bittmann Oberstein“, dem Gründungsort des von Familie Bittmann 1845 gegründeten Familienunternehmens. Der Lagertechnik-Spezialist hat mittlerweile über 1.000 Mitarbeiter. Zur Unternehmenskultur gehören Werte wie etwa „Gegenseitige Wertschätzung und familiärer Zusammenhalt“, „Zukunftsorientiert und langfristiges Denken“, „Soziale Verantwortung und Hilfsbereitschaft“, „Regionale Verbundenheit und bodenständiges Interagieren“ sowie „Innovationsfreude und lösungsorientiertes Handeln“. Diese Werte haben einen großen Anteil daran, dass das Unternehmen sich über die Jahre zu einem stark wachsenden, internationalen Hersteller und Arbeitgeber entwickelt hat und sich als erfolgreiche Marke etablieren konnte. Manko Bekanntheit. „Wir bieten die Vorteile eines Mittelstandsbetriebes. Bei uns bleibt der Mensch schlichtweg Mensch, mit all seinen positiven Seiten und Schwächen und mutiert nicht zur Zahl und zum Kostenfaktor, wie das oft in Großbetrieben der Fall ist“, beschreibt R. Seebacher das Klima in seinem Unternehmen und weiter: „Unser Manko ist nur, dass BITO zwar in der Logsitikszene einen sehr guten Namen hat, bei den meisten Arbeitssuchenden aber kaum auf dem Radar ist.“ – Dieses Schicksal teilt der Mittelständler mit vielen anderen Mittelständlern. Die Zukunft gehört dem Mittelstand Trotz der scharfen Wettbewerbssituation im Bereich der Fachkräfte sieht sich R. Seebacher und sein Unternehmen gut gerüstet. Die Auftragsbücher sind weit über das Jahr 2020 voll und das Unternehmen punktet mit seinen Regal- und Behältersystemen ebenso, wie mit Innovationen wie dem fahrerlosen Behältertransporter LEO Locative. Dabei handelt es sich um ein fahrerloses Transportsystem, das einfache Transportaufgaben beispielsweise zwischen Lager und Produktion erledigen kann. Der Clou an dem System ist jedoch, dass es faktisch ohne fremde Hilfe sehr rasch dort aufgebaut und implementiert werden kann, wo es gerade notwendig ist. Es funktioniert ohne W-Lan und IT und muss nicht an übergeordnete Warehouse-Management-Systeme (WMS) angedockt werden. Dadurch ist das System äußerst flexibel, kostengünstig einsetzbar und unterstützt den Anwender im Lager und in der Produktion. Gleichzeitig können Mitarbeiter, die vorher diese einfachen Transportaufgaben erledigen mussten, entlastet und anderen Aufgaben im Unternehmen zugeführt werden. „Diese einfache aber wirkungsvolle Technologie wirkt so dem Fachkräftestau im Unternehmen entgegen“, freut sich R. Seebacher. Der BITO CAMPUS. Aber auch sonst ist er im Hinblick auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiter optimistisch. Seit 2017 betreiben die Intralogistik-Spezialisten in einmaliger Atmosphäre des modern umgebauten, ehrwürdigen, denkmalgeschützten Gebäudes der ehemaligen Volksschule in Meisenheim das Gründungszentrum BITO CAMPUS. Hier finden Startups nicht nur Raum für sich und die Verwirklichung ihrer Ideen. Der Campus möchte den Gründern einen Mehrwert bieten, in dem Wachstum mit Verbundenheit verknüpft und die Erfahrungen und das Knowhow eines traditionellen Unternehmens auf die Gründer übertragen wird. Gleichzeitig profitiert man genauso von den Startups und ihren Ideen. Die Welt des IoT. Für Österreich hat der Campus mittlerweile größere Bedeutung. So sind die Meisenheimer über die BITO CAMPUS GmbH im September 2019 Teilhaber von TeDaLoS geworden, einem Spezialisten für autonome Sensorik im Lager. Die Kooperation hat das Ziel, mit vereintem Knowhow mobile und autonome Systeme für die Material- und Bestandsüberwachung mittels Internet der Dinge anzubieten. Gemeinsam will man künftig den Markt für Bestandsüberwachung bedienen, der gesamt bis zum Jahr 2025 rund 300 Milliarden US-Dollar schwer sein wird. Aus der daraus weiter wachsenden Bekanntheit von BITO dürfte also auch das Recruting leichter fallen. XXey.com XXbito.at FOTO: BITO SEPTEMBER/OKTOBER 2019 12

JOBS+BUSINE$ R. SEEBACHER „Der Fachkräftemarkt ist faktisch Leergefegt.“ BITO Lagertechnik geht es gut, denn die Auftragsbücher sind voll. Dennoch ist Roland Seebacher, CEO des Unternehmens in Asten (OÖ), unzufrieden. Er findet nämlich kaum Fachkräfte für die Expansion seines Unternehmens, weil der Fachkräftemarkt in Österreich leergefegt ist. Was er als Mittelständler gegen den Fachkräftemangel tut und was er von der Politik fordert, darüber sprach er mit CR HaJo Schlobach. FOTO: RS MEDIA WORLD / HELENA SCHLOBACH B+L: Wie geht es BITO in Österreich? Seebacher: Uns geht es sehr gut. Das Unternehmen mit seinen Lösungen hat eine sehr hohe Marktakzeptanz seit der Eröffnung des Standorts vor knapp zehn Jahren. Die ersten Jahre waren natürlich herausfordernd, weil das Unternehmen von Grund auf neu aufgebaut werden musste. Heute sind wir dort,, wo wir sein wollen und mit unseren Lösungen bei allen namhaften Unternehmen in Industrie und Handel vertreten. Wir liegen sogar leicht über unserem langfristigen Planziel. Aus unserer Sicht war der Markteintritt zur richtigen Zeit, denn wir konnten das sehr gute Wachstum der Logistikbranche für uns nützen. B+L: Erklären Sie unseren LeserInnen den Unterschied zwischen den Marktanforderungen von früher und heute. Was hat sich seither verändert? Seebacher: Der Markt damals war aus unserer Sicht eher vom Produktverkauf geprägt. Heute verlangen die Anwender mehr oder weniger komplexe Gesamtlösungen. Unsere Lösungen sind daher immer komplett eingebettet in einem Gesamtsystem. Zudem müssen wir heute mit anderen Systemkomponenten bzw. Teilsystemen, die nicht von uns selbst sind, kompatibel sein. Mit anderen Worten: die Systeme müssen sich miteinander vernetzen können. Im Vergleich zu unserem Beginn vor zehn Jahren in Österreich bieten wir selbst nun komplexe Gesamtlösungen an. B+L: Warum hat sich der Markt so geändert? Seebacher: Weil sich die Kundenanforderungen geändert haben. Waren unsere Kunden noch vor zehn Jahren sehr stark auf die Produktion und die Optimierung der Prozesse in der Produktion fokussiert, haben die Entscheider in den Unternehmen begonnen, ihre gesamte Wertschöp- BUSINE$+LOGISIC 13 SEPTEMBER/OKTOBER 2019

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