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BUSINESS+LOGISTIC 02/2020

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Liebe Freunde von BUSINESS+LOGISTIC. Die neue Ausgabe BUSINESS+LOGISTIC 2/2020 widmet sich ganz den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir geben einen Überblick darüber, was auf Europa als Okonomie im allgemeinen und die Ökonomien in Deutschland und Österreich im besonderen zukommt. Wir behandeln die wesentlichen Gründe, weswegen diese Krise in Europa überhaupt so dramatisch werden konnte und denen medial kaum Beachtung geschenkt wird: Die Nationalstaaterei der Regierungen und damit ihre geringe Bereitschaft zur Kollaboration. Die Logistikwirtschaft ist, ebenso wie viele andere Branchen, von den Shutdowns der Nationalstaaten hart getroffen. Dennoch sehen ihre Macher optimistisch der Zukunft entgegen. Lesen Sie in exklusiven Interviews in unserem HJS SPECIAL CORONA , wie die CEOs (vom Großkonzern bis zum KMU) in der DACH-Region mit der Krise fertig werden, welche Akzente sie setzen und wohin für sie die Reise geht. Lesen Sie aber auch, welche Knackpunkte es für sie zu bewältigen gilt. Darüber hinaus gibt es aber auch tolle Best Practise-Beispiele für den Erfindungsreichtum der Unternehmen, Lösungen für die Gesellschaft zu kreieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, Ihr BUSINESS+LOGISIC-Team HaJo Schlobach (Herausgeber und Chefredakteur)

SPECIAL CORONA CORONA

SPECIAL CORONA CORONA SPECIAL PETER UMUNSUM: „Es gilt, mit ruhiger Hand… die Krise zu meistern.“ P. Umundum: Wir alle bei der Post wissen aber natürlich, wie wichtig gerade jetzt der Brief an die Oma oder das Paket vom regionalen Händler sind. Solche Sendungen gewinnen nochmal an Bedeutung. (Foto: Roland Ferrigato / RS Media World Archiv) Die Österreichische Post gilt als ein sogenanntes „systemrelevantes Unternehmen“ in Österreich. Als solches sind die Anforderungen an den KEP-Dienstleister besonders hoch. Es geht hier um die Versorgungssicherheit. DI Peter Umundum sprach mit CR HaJo Schlobach über die Corona-Krise, wie die Österreichische Post sie bewältigt und über die Zukunft der KEP-Logistik. B+L: Die Österreichische Post ist eines der systemrelevanten Unternehmen Österreichs. Wie geht es Ihnen? Wie gehen Sie mit dieser Verantwortung um? Umundum: Die Österreicherinnen und Österreicher haben uns schon vor der Corona-Krise ihre Pakete und Briefe anvertraut. An dieser Verantwortung hat sich also nichts geändert. Wir alle bei der Post wissen aber natürlich, wie wichtig gerade jetzt der Brief an die Oma oder das Paket vom regionalen Händler sind. Solche Sendungen gewinnen nochmal an Bedeutung. Hier sind wir den Menschen in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Zustellung auch weiterhin in der gewohnten Qualität stattfindet. Damit gelingt es uns, jeden Tag die österreichische Bevölkerung untereinander zu verbinden. B+L: : Was ist Ihr persönliches Konzept mit dieser Krise umzugehen? Umundum: Die Bewältigung der Krise hatte und hat stets Vorrang. Es gilt, mit ruhiger Hand, neuen Kommunikationsmitteln und auch geänderten Rahmenbedingungen die Krise bestmöglich zu meistern. Keinesfalls darf jedoch dabei der Blick auf die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens verloren werden. B+L: KMU und EPU sind vom Shutdown massiv betroffen. Viele sprechen von einer Insolvenzwelle ab Herbst. Was stimmt Sie heute optimistisch für die Zukunft? Umundum: Ich bewundere den Einfallsreichtum und die Schnelligkeit vieler Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich rasch an die neue Situation angepasst haben. Auf shoepping.at haben wir etwa einen starken Zuwachs von interessierten Händlern verzeichnet, die ihre Produkte nun auch online vertreiben möchten. Für mich zeigt das klar, welche Wandlungsfähigkeit heimische Unternehmen besitzen, wenn es hart auf hart kommt. Ich bin zuversichtlich, dass uns viele dieser neuen Partner auch nach der Corona-Krise begleiten werden. B+L: Wird es für Sie ein “weiter so” geben? Wenn nein, wie sieht die Zukunft der des KEP-Marktes für Sie als ein Opinion Leader in der Logistik aus? Umundum: Der Paketmarkt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Allein 2019 wurden in Österreich um acht Prozent mehr Pakete verschickt als im Vorjahr. Ich kann mir zwar vorstellen, dass dieses Momentum durch die aktuellen Herausforderungen verlangsamt wird, glaube aber JOURNAL 2/2020 40

BUSINE$+FINANZEN „ ES GILT, MIT RUHIGER HAND, NEUEN KOMMUNIKATIONSMITTEL UND AUCH GE- ÄNDERTEN RAHMENBEDINGUNGEN DIE KRISE BESTMÖGLICH ZU MEISTERN. “ DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik Österr. Post nicht an eine Trendumkehr. Im Gegenteil: Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Frau und Herr Österreicher verstärkt online bestellen und sich ihre Einkäufe zustellen lassen. Gerade deswegen halten wir auch langfristig an der Aufstockung unserer Kapazitäten und dem Ausbau unseres Logistiknetzes fest. Und vielen Unternehmen wird durch die staatlichen Unterstützungen eine Zukunft geboten. B+L: Corona hat zu einer teilweise erheblichen Disruption der Wirtschaft weltweit geführt, die auch noch nicht beendet ist. Viele sehen darin aber auch eine Chance. Wo sehen Sie die Chancen für Sie persönlich? Wo liegen die Chancen für die Österreichische Post? Umundum: Wir haben bereits eine wichtige Chance genutzt und gezeigt, dass die Österreichische Post auch in einer Krisensituation für die Österreicherinnen und Österreicher da ist. Unsere rund 9.000 Zustellerinnen und Zusteller leisten in dieser schwierigen Situation hervorragende Arbeit und haben selbst in Quarantänegebieten für eine reibungslose Zustellung gesorgt. Darauf können wir stolz sein. Gleichzeitig verzeichnen wir eine verstärkte Nachfrage nach kontaktlosen Serviceleistungen, etwa den Abstellgenehmigungen oder dem Abholservice von zuhause. Das bestätigt unseren eingeschlagenen Weg und zeigt, dass sich hier weitere Chancen für die Zukunft befinden. Vermutlich werden sich aber in Zukunft auch Produktionsstandorte und Zentralläger verändern was zur Folge hat, dass sich auch die Verfügbarkeiten von Waren verschieben werden. Umundum: Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Frau und Herr Österreicher verstärkt online bestellen und sich ihre Einkäufe zustellen lassen. Gerade deswegen halten wir auch langfristig an der Aufstockung unserer Kapazitäten und dem Ausbau unseres Logistiknetzes fest. (Foto: Roland Ferrigato / RS Media World Archiv) „ UNSERE RUND 9.000 ZUSTELLERIN- NEN UND ZUSTELLER LEISTEN IN DIESER SCHWIERIGEN SITUATION HERVOR- RAGENDE ARBEIT UND HABEN SELBST IN QUARANTÄNEGEBIETEN FÜR EINE REIBUNGSLOSE ZUSTELLUNG GESORGT. “ DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik Österr. Post FOTO: POST / B+L B+L: Befördert durch die Coronakrise, boomt der E-Commerce mehr denn je. Die Österreichische Post hat, wie andere in der Branche auch, die kontaktlose Übergabe von Poststücken organisiert. Wie könnte sich das auf die KEP-Services in Zukunft auswirken? Könnte diese Krise einen Automatisierungsschub auslösen? Immerhin gehen Maschinen nur kaputt, werden nicht krank und können Viren nicht ausbreiten… (Stichwort Zustellrobots, Drohnen, etc.) Umundum: Die Corona-Krise zeigt vor allem, wie wichtig unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, etwa in der Zustellung oder in den Logistikzentren. Gerade die hohen Paketmengen vor Ostern haben uns vor eine Herausforderung gestellt, die wir nur mit vereinten Kräften und durch besonderen Einsatz und die eine oder andere Sonderschicht geschafft haben. Umundum: Automatisierung ist dort sinnvoll, wo sie Arbeit abnehmen oder erleichtern kann. Das funktioniert in gewissen Bereichen in den Logistikzentren schon sehr gut. Die Post lebt aber von den rund 9.000 Zustellerinnen und Zustellern, die tagtäglich in ganz Österreich Briefe, Pakete und noch viel mehr zustellen. Deswegen suchen wir gerade hier nach Verstärkung. B+L: In der Fläche hat die Österreichische Post jedoch etliche Filialen abgebaut und durch Partner ersetzt. Das waren teilweise Lebensmittel- Einzelhändler, aber auch Textilhändler usw. welche durch die Maßnahmen der Regierung ja schließen mussten. War das ein Handycap und wenn ja, wie hat man das gelöst? Umundum: Bis auf eine Ausnahme haben alle Postfilialen weiterhin geöffnet und auch deutlich über 95 Prozent der Post Partner bieten ihre Postdienstleistungen wie gewohnt an. Unser Geschäftsstellennetz ergänzen wir durch eine Vielzahl an Services, von klassischer Landannahme bis zur Paketmarke und dem Abholservice. Hier spielen alle Bereiche zusammen, um unseren Kundinnen und Kunden auch in einer schwierigen Zeit ein möglichst breites und möglichst individuelles Service zu bieten. B+L: Die Coronakrise hat so Megatrends wie die digitale Transformation, Industrie 4.0 nicht beendet. Wird diese Krise die digitale Transformation daher vorantreiben? Wie wird sich die Transformation für die Post gestalten? Was wird sich aus Ihrer Sicht ändern (müssen)? BUSINE$+LOGISIC 41 JOURNAL 2/2020

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