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BUSINESS+LOGISTIC 02/2020

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Liebe Freunde von BUSINESS+LOGISTIC. Die neue Ausgabe BUSINESS+LOGISTIC 2/2020 widmet sich ganz den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir geben einen Überblick darüber, was auf Europa als Okonomie im allgemeinen und die Ökonomien in Deutschland und Österreich im besonderen zukommt. Wir behandeln die wesentlichen Gründe, weswegen diese Krise in Europa überhaupt so dramatisch werden konnte und denen medial kaum Beachtung geschenkt wird: Die Nationalstaaterei der Regierungen und damit ihre geringe Bereitschaft zur Kollaboration. Die Logistikwirtschaft ist, ebenso wie viele andere Branchen, von den Shutdowns der Nationalstaaten hart getroffen. Dennoch sehen ihre Macher optimistisch der Zukunft entgegen. Lesen Sie in exklusiven Interviews in unserem HJS SPECIAL CORONA , wie die CEOs (vom Großkonzern bis zum KMU) in der DACH-Region mit der Krise fertig werden, welche Akzente sie setzen und wohin für sie die Reise geht. Lesen Sie aber auch, welche Knackpunkte es für sie zu bewältigen gilt. Darüber hinaus gibt es aber auch tolle Best Practise-Beispiele für den Erfindungsreichtum der Unternehmen, Lösungen für die Gesellschaft zu kreieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, Ihr BUSINESS+LOGISIC-Team HaJo Schlobach (Herausgeber und Chefredakteur)

SPECIAL CORONA „

SPECIAL CORONA „ UNSERE INTRALOGISTIKLÖSUNGEN SPIELEN WÄHREND DER AKTUELLEN PANDEMIE EINE WICHTIGE ROLLE BEI DER AUFRECHTERHALTUNG DER ÖFFENT- LICHEN VERSORGUNG: SIE HELFEN DABEI, DEN GRUNDBEDARF ZU SICHERN, DIE LIEFERKETTEN AM LAUFEN ZU HALTEN UND DEN GESUNDHEITSSEKTOR ZU VERSORGEN. “ Henry Puhl, Vorstands-Chef bei Still B+L: Können Sie etwas konkreter werden? H. Puhl: Ja, das gilt etwa für neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise im Bereich Logistics as a Service ebenso wie für die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsbereiche. Nehmen Sie den seit Jahren rasant wachsenden eCommerce-Markt. Der Onlinehandel verzeichnet jährliche Wachstumsraten von rund zehn Prozent, 2018 betrug der weltweile Umsatz rund 1,5 Billionen Euro. Durch die derzeitigen Umstände dürfte der eCommerce sogar noch einen zusätzlichen Schub erhalten. Lösungen für einen flexiblen, schnelldrehenden und kleinteileigen Warenumschlag bis hin zur Losgröße 1 werden entsprechend noch gefragter sein. Hochregallager mit intelligent vernetzten Waren- und Informationsflüssen, Prozessautomatisierung, ein digitaler Echtzeitservice – wir haben die Chance, mit unseren Lösungen hier weiterhin der Wegbereiter zu sein. B+L: Könnte diese Krise daher auch einen Automatisierungsschub auslösen? Immerhin gehen Maschinen nur kaputt, werden nicht krank und können Viren nicht ausbreiten... H. Puhl: Mittelfristig werden manuelle Warentransporte unersetzbar bleiben, doch die Gewichtung wird sich fraglos weiter verschieben. Dabei braucht es aber keine Viren für einen Automatisierungsschub, dieser hat längst eingesetzt. Der Markt für Automatisierungen ist der am viertschnellsten wachsende Industrie-Markt weltweit. Zuletzt war er vier Milliarden Euro schwer und wuchs allein von 2019 auf 2020 um mehr als 25 Prozent. Krankheitsbedingte Ausfälle spielen hier eine deutlich geringere Rolle als der demografische Wandel und der Fachkräftemangel. Viele Firmen finden beispielsweise schlicht keine Fahrer mehr, die sich am Wochenende auf einen Gabelstapler setzen wollen. Zusätzlich haben wir aber auch vermehrt Anfragen von Kunden, die wegen der Pandemie künftig stärker auf die Automatisierung von Gabelstaplern, Logistikzentren und der Fernwartung von Maschinen setzen wollen. B+L: Wird diese Krise auch die digitale Transformation daher vorantreiben? Wie wird sich die Transformation gestalten? Was wird sich aus Ihrer Sicht ändern (müssen)? H. Puhl: Die digitale Transformation zählte schon vor der Krise zu den prägendsten, wirtschaftlichen Megatrends. Wir sehen es seit Jahren als unsere Aufgabe, sie im Sinne unserer Kunde zu gestalten. Ein besonders spannender Bereich, der sich rasant weiterentwickelt, ist das digitale Flottenmanagement. Per GSM Modul senden unsere Fahrzeuge verschiedenste Daten an das Flottenmanagement-System: Wann fährt es? Wann hebt es? Wann lädt es? Wann und wo kommt es zu einer Erschütterung? Aus der Analyse und Korrelation derlei digitaler Daten entstehen verschiedenste Mehrwerte. Auslastungsanalysen, Prozessoptimierungen oder die Wartungsplanung sind da nur wenige Beispiele. B+L: Und was ist mit der Digitalisierung der Arbeitsprozesse? Gerade in der Corona-Krise tut sich doch sehr viel. Wird die Krise das nicht mehr intensivieren? H. Puhl: Aber natürlich wird sich durch die derzeitige Situation auch die Digitalisierung interner Arbeitsprozesse weiter beschleunigen, vor allem in der Kommunikation. Weniger Geschäftsreisen, weniger Präsenzmeetings, mehr Zusammenkünfte mit digitalen Tools. Schon vor Corona hat uns die Digitale Transformation enorm dabei geholfen, räumliche Grenzen zu überwinden. Beispielsweise in der Entwicklung. Unsere internationalen Teams arbeiten unter anderem mit Virtual-Reality-Technologie und digitalen Mockups. Im virtuellen Raum können sich unsere Ingenieure bereits in einem sehr frühen Entwicklungsstadium zum Fahrzeug austauschen. Sie können über kontinentale Grenzen hinweg im dreidimensionalen Raum in Echtzeit am selben Fahrzeug arbeiten. Dabei können sie mit dem Modell interagieren und die praktische technische Ausgestaltung zusammen definieren. Durch die Vernetzung der Fahrzeuge kann in real time also auch Kommunikation von Menschen über und mit Fahrzeugen stattfinden. B+L: Das Home-Office und viele andere Möglichkeiten der Digitalisierung werden während der Shutdowns stark genutzt. Wohin wird für STILL die Reise in diesem Bereich gehen? Denkt man bei Ihnen über neue Arbeits- Modelle nach? Wie könnten diese aussehen? H. Puhl: Wir haben bereits vor der Corona-Krise damit begonnen, mobiles Arbeiten einzuführen. Diesen Weg werden wir auch nach der Krise weiter beschreiten. Über vorhandene Zeitmodelle wie flexibles Arbeiten und Arbeitszeitkonten hinaus, arbeiten wir derzeit weitere Arbeitsmodelle aus, um das Potenzial der Digitalisierung noch weiter auszuschöpfen. B+L: Was sind oder waren für Sie die größten Herausforderungen, das Business von STILL aufrecht zu erhalten bzw. das Business wieder aufzubauen? (zum Beispiel: Social Distancing, Internationalität der Aufträge, Lieferantenprobleme, Entsendung von Mitarbeitern, Stornos, Zahlungsausfälle) H. Puhl: Fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich in sehr kurzer Zeit mit einem völlig neuen Arbeitsalltag arrangieren. Unsere Miet- und Vertriebsteams sind sehr schnell während des laufenden Tagesgeschäfts ins Homeoffice umgezogen und blieben dabei durchgehend für unsere Kunden erreichbar. Für unseren Vertrieb kam der sonst so zentrale Kontakt vor Ort beim Kunden nahezu vollständig zum Erliegen. Die Kollegen haben sehr schnell umgeschaltet und beispielsweise Begehungen von Lagern und Produktionsanlagen per Videokonferenz durchgeführt. Unsere Servicetechniker sind ununterbrochen im Feld unterwegs, um den Warenfluss unserer Kunden zu sichern. Sie nehmen vor jedem Besuch telefonischen Kontakt zum Unternehmen auf und informieren sich über die Sicherheitsvorschriften vor Ort und bündeln anstehende To-dos wo immer möglich. JOURNAL 2/2020 34

BUSINE$+FINANZEN H. Puhl: "Wir haben vermehrt Anfragen von Kunden, die wegen der Pandemie künftig stärker auf die Automatisierung von Gabelstaplern, Logistikzentren und der Fernwartung von Maschinen setzen wollen." (Foto: Still) Allen hier bei Still war von Anfang an klar, dass wir gerade jetzt für unsere Kunden da sein müssen, auch wenn die Rahmenbedingungen teilweise herausfordernd oder schlicht anders sind. Dabei hat sich das Wir-Gefühl noch weiter verstärkt. Wir haben unseren Kunden auf unserer Website ein klares Versprechen gegeben, das wir jeden Tag aufs Neue einhalten: We keep you going. größere Rolle spielen. Darüber hinaus gilt: Wir bieten Verantwortung und suchen Teamspieler. Unsere Fachkräfte schätzen die Freiräume bei der Umsetzung eigener Ideen und gemeinsamer Visionen. Darauf werden wir weiterhin bauen. B+L: Wie funktioniert hier die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern? B+L: Wie klappt in der Krise die Zusammenarbeit in der KION-Group? H. Puhl: Hervorragend. Wir stehen täglich im Austausch, ziehen an einem Strang und finden gemeinsam Lösungen. Außerdem sorgen wir dafür, dass alle Standorte voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen, um die beste Lösung für alle zu finden. B+L: Still ist bekannt für einen Mitarbeiterstab mit Top-Fachkräften und einer sehr geringen Fluktuation. Gibt es schon Konzepte, wie die Fachkräfte auch in Zukunft gehalten werden können, trotz der schwierigen Situation? H. Puhl: Still wird als sehr attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und wir setzen unabhängig von der gegenwärtigen Situation alles daran, dass das so bleibt. Flexible Arbeitszeitsysteme werden dabei sicher eine H. Puhl: Die Zusammenarbeit mit den Betriebsräten läuft sehr konstruktiv und kooperativ. Wir arbeiten ja gemeinsam in und für unser Unternehmen, auf das wir alle stolz sind. B+L: Eine Prognose ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr schwierig. Dennoch stelle ich eine Frage danach: Wo sehen Sie Ihr Unternehmen zum Ende 2021? H. Puhl: An der Seite unserer Kunden, als starker Partner mit innovativen Ideen und einzigartiger Lösungskompetenz. B+L: Vielen Dank für das spannende Interview. X still.de BUSINE$+LOGISIC 35 JOURNAL 2/2020

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