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BUSINESS+LOGISTIC 02/2020

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Liebe Freunde von BUSINESS+LOGISTIC. Die neue Ausgabe BUSINESS+LOGISTIC 2/2020 widmet sich ganz den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir geben einen Überblick darüber, was auf Europa als Okonomie im allgemeinen und die Ökonomien in Deutschland und Österreich im besonderen zukommt. Wir behandeln die wesentlichen Gründe, weswegen diese Krise in Europa überhaupt so dramatisch werden konnte und denen medial kaum Beachtung geschenkt wird: Die Nationalstaaterei der Regierungen und damit ihre geringe Bereitschaft zur Kollaboration. Die Logistikwirtschaft ist, ebenso wie viele andere Branchen, von den Shutdowns der Nationalstaaten hart getroffen. Dennoch sehen ihre Macher optimistisch der Zukunft entgegen. Lesen Sie in exklusiven Interviews in unserem HJS SPECIAL CORONA , wie die CEOs (vom Großkonzern bis zum KMU) in der DACH-Region mit der Krise fertig werden, welche Akzente sie setzen und wohin für sie die Reise geht. Lesen Sie aber auch, welche Knackpunkte es für sie zu bewältigen gilt. Darüber hinaus gibt es aber auch tolle Best Practise-Beispiele für den Erfindungsreichtum der Unternehmen, Lösungen für die Gesellschaft zu kreieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, Ihr BUSINESS+LOGISIC-Team HaJo Schlobach (Herausgeber und Chefredakteur)

SPECIAL CORONA

SPECIAL CORONA NATIONALSTAATEREI Totalversagen in der Coronakrise Nationalstaaterei01: Wer heute die Berichterstattung in den Medien der Welt aufmerksam verfolgt und die Beiträge in den sozialen Medien liest, dem wird rasch bewusst, dass das Weltereignis „Corona“ nahezu ausschließlich als nationales Ereignis wahrgenommen wird. (Foto: Rainer Sturm / www.pixelio.de) Derzeit bemühen sich die einzelnen Regierungen in der EU die Coronakrise lediglich auf nationalstaatlicher Ebene zu lösen. Eine Koordination der Nationen findet nur rudimentär statt, Kollaboraton gibt es gar nicht. Die Nationalstaaten stehen deshalb vor nahezu unlösbaren Problemen. Die Krise offenbart somit ein Totalversagen der Nationalregierungen samt ihrer Nationalstaaterei. Wie man es richtig macht, dafür könnten die Logistiker der Welt ein Beispiel geben. Ein Bericht von Hajo Schlobach. Wer die Berichterstattung in den Medien der Welt während der Corona- Krise aufmerksam verfolgt und die Beiträge auch in den sozialen Medien wie Facebook, LinkedIn, Xing oder Twitter etc. liest, dem wird rasch bewusst, dass das Weltereignis „Corona“ nahezu ausschließlich als nationales Ereignis wahrgenommen wird. Ausgehend von der Volksrepublik China, welche den Ausbruch der Epidemie in der Hauptstadt der Provinz Hubei, in Wuhan, als Ereignis ansah, das niemanden als die chinesischen Behörden und Machthaber Xi Jinping etwas anging bis zu jedem einzelnen Staat in der Welt, der alleine nur nationale Lösungen präferiert, gibt es faktisch keine internationale Koordination bei der Bekämpfung des Virus. Selbst so erfolgreiche Staaten wie Taiwan oder Südkorea kümmerten sich alleine nur um den eigenen Nationalstaat und stellten zu keinem Zeitpunkt die internationale Frage dieser Pandemie. Der pandemische Zustand des Virus wurde und wird bis heute in den nationalen Regierungen für die Basis der Bewältigung der Krankheit schlichtweg negiert und lediglich als Epidemie erkannt. Die Pandemie an sich ist nur eine Randerscheinung, obgleich sie von der WHO für die Ausbreitung des Coronavirus verkündet wurde. Nicht grundlos kritisiert WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus die Nationalstaaten wegen ihrem Mangel an Kollaborations-Willen. Was alleine zählt, ist die Nation als Kollektiv. Doch selbst die WHO ist nicht frei von Kritik. Ihre Berichterstattung kommt derzeit einer Bejubelung von Xi Jinping und der VR China nahe und scheint die nationalistischen Gefühle Pekings bedienen zu wollen. Die Kritik ist durchaus berechtigt, denn einige der WHO-Berichte dürften von chinesischen Regierungsbeamten zensiert und auf die Leistungen Xi Jinpings propagandistisch aufgepeppt worden sein. Chinas Regierung bejubelt sich selbst. Die chinesische Propaganda bejubelt indes die VR China am meisten. Es geht dabei nicht um den Erfolg bei der Bekämpfung an sich, sondern vor allem um den Erfolg der chinesischen Nation, ihres Führers Xi Jinping und die Überlegenheit des politischen Systems in der VR China über den Rest der Welt. Die Bekämpfung von COVID 19 wird so nicht nur zum Wettlauf der Nationen stilisiert, sondern auch zum Wettbewerb der Systeme. Nationalstaaterei führt bei Corona in die Sackgasse Besonders deutlich wird die praktizierte Nationalstaaterei bei den Strategien, die in den EU-Staaten für die Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus und dessen Folgen für die Gesundheit der Menschen umgesetzt FOTO: RAINER STURM / PIXELIO.DE JOURNAL 2/2020 20

BUSINE$+FINANZEN Nationalstaaterei: Rom fiel es zu keinem Zeitpunkt der eigenen Krise ein, eine internationale oder gar europäische Initiative zu ergreifen. (Foto: Daniel Tibi / www.pixelio.de) FOTO: DANIEL TIBI / PIXELIO.DE) „ DER PANDEMISCHE ZUSTAND DES VIRUS WURDE UND WIRD BIS HEUTE IN DEN NATIONALEN REGIERUNGEN FÜR DIE BASIS DER BEWÄLTIGUNG DER KRANK- HEIT SCHLICHTWEG NEGIERT UND LEDIGLICH ALS EPIDEMIE ERKANNT. “ werden. Der europäische Gedanke hat dabei bis heute keinerlei Konjunktur. Was alleine zählt, ist der eigene Staat, das nationale Gesundheitssystem, das nationale Sozialsystem und der nationale Schrebergarten. Coronabekämpfung als sportlicher Wettkampf der Nationen. Anstatt zu kollaborieren, wurde der Wettlauf gegen die Zeit zum Wettlauf der Nationalstaaten in der EU, wer am schnellsten aus der Corona-Krise herauskommt, um sich Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen EU-Staaten zu verschaffen. Insbesondere der österreichische Bundeskanzler hat sich dabei hervorgetan. Von Anfang an verwandelte er die Bekämpfung des Coronavirus in einen Wettbewerb mit den EU-Staaten, aus dem Österreich als Sieger hervorgehen sollte. Seither wird er bei seinen regelmäßigen Pressekonferenzen nimmermüde zu betonen, wie viel besser Österreich unter seiner Regentschaft aus der Corona-Krise herausgekommen sei. Ob das nun der Realität entspricht, ist fraglich, denn jeder Staat hatte andere Voraussetzungen und einen anderen Beginn der Krise. Innenpolitisch führt diese PR-Strategie ihn und die NÖVP jedoch auf die Gewinnerstraße. Das österreichische Wahlvolk goutiert solcherlei Großmannstum und hebt ihn und seine Partei in Umfragen nahe an die absolute Mehrheit. Skandalöses Verhalten der Gesundheitsministerien der EU Solcherlei gepflegte Nationalstaaterei hat dabei jedoch den Nachteil, dass sie die Wege internationaler Kollaboration verbaut. Michael Hüther, der Direktor des Institutes der Deutschen Wirtschaft in Köln, , kritisiert beispielsweise: „Es gibt im Moment keine gemeinsame Lösung oder eine Außenhandelsstrategie.“, und er fordert: „Die G20 müssen, wie bereits 2008, einen gemeinsamen Plan ausarbeiten. Nationale Alleingänge und Abschottung sind fehl am Platz.“ EU-Gesundheitsminister auf dem Ego-Trip. Wohin das führt, führten die EU-Gesundheitsminister noch vor der Krise vor Augen. Wie der Österreichische Rundfunk (ORF) in seiner Online-Ausgabe Anfang April berichtet, legen nämlich Sitzungsprotokolle der Nachrichtenagentur Reuters offen, dass die EU-Kommission unter Kommissionspräsidentin von der Leyen den EU-Staaten bereits Ende Jänner Hilfe bei der gemeinsamen Beschaffung von Schutzmasken, Testkits und Beatmungsgeräten angeboten hat. Die EU-Kommission schätzte den Bedarf in den EU-Staaten auf das Zehnfache des Bedarfs, der in den EU-Staaten normalerweise existiert. EU-Angebot kam einen Monat vor der Krise. Für Erklärungsbedarf für die Ministerien sorgt somit die Tatsache, dass das Angebot der EU-Kommission einen Monat kam, bevor die Coronavirus-Krise in Europa ausbrach und sich mörderisch über Italien, Österreich und Tirol, Deutschland, BUSINE$+LOGISIC 21 JOURNAL 2/2020

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