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BUSINESS+LOGISTIC 02/2020

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Liebe Freunde von BUSINESS+LOGISTIC. Die neue Ausgabe BUSINESS+LOGISTIC 2/2020 widmet sich ganz den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir geben einen Überblick darüber, was auf Europa als Okonomie im allgemeinen und die Ökonomien in Deutschland und Österreich im besonderen zukommt. Wir behandeln die wesentlichen Gründe, weswegen diese Krise in Europa überhaupt so dramatisch werden konnte und denen medial kaum Beachtung geschenkt wird: Die Nationalstaaterei der Regierungen und damit ihre geringe Bereitschaft zur Kollaboration. Die Logistikwirtschaft ist, ebenso wie viele andere Branchen, von den Shutdowns der Nationalstaaten hart getroffen. Dennoch sehen ihre Macher optimistisch der Zukunft entgegen. Lesen Sie in exklusiven Interviews in unserem HJS SPECIAL CORONA , wie die CEOs (vom Großkonzern bis zum KMU) in der DACH-Region mit der Krise fertig werden, welche Akzente sie setzen und wohin für sie die Reise geht. Lesen Sie aber auch, welche Knackpunkte es für sie zu bewältigen gilt. Darüber hinaus gibt es aber auch tolle Best Practise-Beispiele für den Erfindungsreichtum der Unternehmen, Lösungen für die Gesellschaft zu kreieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, Ihr BUSINESS+LOGISIC-Team HaJo Schlobach (Herausgeber und Chefredakteur)

Die Hoffnungen der

Die Hoffnungen der Ökonomen und Regierungen auf die rasche wirtschaftliche Erholung dürften sich nicht erfüllen. (Foto: Günter Havlena / www.pixelio.de) Zulieferer mit schwachen Zukunftsaussichten. Doch dämpfen die Hersteller die Erwartungen. Die Wiederaufnahme der Produktionen in Europa sei zwar erfreulich, jedoch werde sich der schon vor der Corona- Krise schrumpfende Neuwagenmarkt sich nur sehr schleppend in 2021 erholen. Zudem kündet Volkswagen an, den bereits begonnenen Weg der Transformation in Richtung e-Mobilität auch nach der Krise weiter fortsetzen zu wollen. Für die europäische Zuliefer-Industrie sind das keine guten Nachrichten, denn sie haben in den letzten Jahren einerseits in Richtung Wachstum investiert. Zudem werden einige von ihnen bei der Umstellung der OEMs auf die e-Mobility auf der Strecke bleiben, sofern es ihnen nicht gelingt, andere Märkte für sich zu erschließen. Hoffnungen auf rasche Erholung gering. Die anfänglichen Hoffnungen der Ökonomen und Regierungen, dass eine V-Förmige Wachstumskurve nach Beendigung der Maßnahmen die rasche wirtschaftliche Erholung bringen wird, dürften sich daher nicht erfüllen. Mittlerweile rechnen viele Analysten mit einem L-förmigen Konjunkturverlauf in den nächsten Jahren. Hoffnungsdämpfend kommt dabei noch hinzu, dass die Medizin frühestens bis Mitte 2021 ein Medikament oder einen Impfstoff entwickelt hat, sodass etliche, die Wirtschaft beschränkenden Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus zumindest bis Mitte 2021 aufrecht bleiben müssen. Mit einer Normalisierung der wirtschaftlichen Lage dürfte daher erst danach zu rechnen sein. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit explodieren Der Effekt der Regierungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Viren, lässt somit die Kurzarbeit und die Arbeitslosigkeit sowohl in Deutschland als auch in Österreich explodieren lassen. Zwar macht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Deutschland nur spärliche Angaben und verweist lediglich auf eine starke Zunahme bei der Kurzarbeit hin. 470.000 Arbeitnehmer seien im März zur Kurzarbeit angemeldet worden. Jedoch werden noch keine Angaben zur Arbeitslosigkeit gemacht. FOTO: GÜNTER HAVLENA / PIXELIO.DE) JOURNAL 2/2020 14

BUSINE$+FINANZEN Kurzarbeitsheer in Deutschland wächst dramatisch. Und diese Angaben könnten nur der Anfang sein. Laut den ifo-Forschern dürften bald noch deutlich mehr Konzerne Kurzarbeit anmelden. „Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt“, warnt Klaus Wohlrabe, Leiter ifo-Konjunkturumfragen. Erst zehn Prozent der Firmen hätten jetzt schon die Kurzarbeit eingeführt, doch es würden noch viele weitere folgen. Der ifo-Umfrage zufolge betrifft die Kurzarbeit dabei vor allem die Schlüsselindustrien Deutschlands, also Unternehmen aus den Bereichen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektrotechnik (32 Prozent). Besonders schwer trifft das Coronavirus auch die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 49 Prozent. 41 Prozent der Textilarbeiter und 35 Prozent der Arbeitnehmer*innen in der Herstellung von Lederwaren und Schuhen. Österreichs Arbeitslosenzahlen explodieren. In Österreich hat sich die Arbeitslosigkeit auf beinahe 600.000 Personen hingegen nahezu verdoppelt. Dabei ist das Herr der 300.000 Einzelunternehmer*innen (EPU), welche derzeit Null Umsatz haben und faktisch arbeitslos sind, gar nicht mitgezählt. Rund ein Drittel der Erwerbstätigen in Österreich sind somit ohne Arbeit. Hinzu kommen 600.000 gemeldete Kurzarbeiter*innen. FOTO: ETIENNE RHEINDAHLEN / PIXELIO.DE Den Löwenanteil machen dabei Personen aus, welche im Tourismus, in der Gastronomie, sowie im Handel wie etwa Textilhandel beschäftigt waren. Der Shutdown zur Viruseindämmung ließ in Österreich auch die Zahl der gemeldeten sofort verfügbaren Stellen um 20,5 Prozent auf 60.722 einbrechen. Bei den EPUs ist der durch den Shutdown angerichtete Schaden branchenübergreifend. Jedoch ist sehr stark der Dienstleistungssektor betroffen, sowie Freischaffende aus der Kulturszene. Österreichs Transportlogistik steht. Eine besonders betroffene Branche ist dabei jedoch der Transport. Durch den Shutdown und die Sperrmaßnahmen an den Landesgrenzen kamen weite Teile dieser Branche faktisch zum stehen bzw. haben sich die Frachtvolumina bis zu 40 Prozent reduziert. Etliche große Speditionen und Frächter mussten daher Kurzarbeit anmelden. Für kleinere Einheiten rechnet sich der Weiterbetrieb nicht mehr und melden bereits Insolvenz an. Österreichs Regierung planlos. Eine Gefahr sozialer Unruhen ist also vorprogrammiert, sofern es insbesondere der Regierung unter Sebastian Kurz nicht gelingt, den Wirtschaftskarren durch entsprechende Maßnahmen wieder flott zu kriegen. Hierfür gibt es im Wiener Bundeskanzleramt jedoch noch gar keinen Plan. Harsche Kritik am Krisenmanagement Angesichts dieser Zahlen wird die Kritik am Krisenmanagement der Nationalstaaten immer lauter. So fordert der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres die Regierungen eindringlich auf, bei der Bekämpfung der Weltkrise enger zusammen zu arbeiten. Er kritisiert dabei die fehlenden Strategien bei der internationalen Bekämpfung der Seuche. Alleingänge sind fehl am Platz. Auch der Direktor des Institutes der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, ortet einen erheblichen Mangel an internationaler Zusammenarbeit bei der Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. „Es gibt im Moment keine gemeinsame Lösung und keine gemeinsame Außenhandelsstrategie. Die G20 müssen, wie bereits 2008, einen gemeinsamen Plan ausarbeiten. Nationale Alleingänge und Abschottung sind fehl am Platz“, fordert M. Hüther. Durch die Regierungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID 19 explodieren derzeit sowohl in Deutschland als auch in Österreich die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. (Foto: Etienne Rheindahlen / www.pixelio.de) Kritik an China wird lauter In der Tat führt das Coronavirus das Scheitern nationalstaatlichen Handelns bei weltweiten Krisen vor Augen. Letztendlich geht auch diese Pandemie auf nationalstaatliche Egoismen zurück. So haben die Behörden Chinas sowohl die Existenz des Virus als auch dessen rasante Verbreitung zunächst als rein nationale Angelegenheit behandelt. Schon vor einem Jahr wurden Stimmen aus dem Institut für Virologie in Wuhan laut, welche vor einer Corona-Virus-Pandemie warnten. Und dem Krankenhausarzt Li Wenliang, welcher über mysteriösen Lungenentzündungen berichtete, die gehäuft auftraten und dies mit einem Coronavirus in Verbindung brachte, wurde unter Drohungen untersagt, weiter darüber zu berichten. Hätte sich dieser Arzt aus Wuhan darangehalten, hätte die Welt viel länger nichts von der Existenz und der Gefährlichkeit dieses Virus gewusst. Li Wenliang ist am 6. Februar angeblich an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Das sind allerdings nur die bekanntesten Fälle der Informationsunterdrückung durch die chinesischen Behörden. Zeit verplempert. Die Behörden in China und Staatschef Xi Jinping haben somit wertvolle Zeit mit der Unterdrückung von Informationen zu COVID 19 verstreichen lassen und haben somit die Pandemie erst ermöglicht, so die Kritik. Die Nationalstaaterei der VR China und vieler anderer Nationen dürften daher zum Weltversagen bei der Bekämpfung des Virus geführt haben. Es bleibt daher zu hoffen, dass dies zu Konsequenzen für die Regierenden in der Welt nach der Krise führt. BUSINE$+LOGISIC 15 JOURNAL 2/2020

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