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BUSINESS+LOGISTIC 02/2020

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Liebe Freunde von BUSINESS+LOGISTIC. Die neue Ausgabe BUSINESS+LOGISTIC 2/2020 widmet sich ganz den Auswirkungen der Corona-Krise. Wir geben einen Überblick darüber, was auf Europa als Okonomie im allgemeinen und die Ökonomien in Deutschland und Österreich im besonderen zukommt. Wir behandeln die wesentlichen Gründe, weswegen diese Krise in Europa überhaupt so dramatisch werden konnte und denen medial kaum Beachtung geschenkt wird: Die Nationalstaaterei der Regierungen und damit ihre geringe Bereitschaft zur Kollaboration. Die Logistikwirtschaft ist, ebenso wie viele andere Branchen, von den Shutdowns der Nationalstaaten hart getroffen. Dennoch sehen ihre Macher optimistisch der Zukunft entgegen. Lesen Sie in exklusiven Interviews in unserem HJS SPECIAL CORONA , wie die CEOs (vom Großkonzern bis zum KMU) in der DACH-Region mit der Krise fertig werden, welche Akzente sie setzen und wohin für sie die Reise geht. Lesen Sie aber auch, welche Knackpunkte es für sie zu bewältigen gilt. Darüber hinaus gibt es aber auch tolle Best Practise-Beispiele für den Erfindungsreichtum der Unternehmen, Lösungen für die Gesellschaft zu kreieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre, Ihr BUSINESS+LOGISIC-Team HaJo Schlobach (Herausgeber und Chefredakteur)

BUSINE$+FINANZEN

BUSINE$+FINANZEN KOSTEN-TSUNAMI Corona-Virus kostet Europa Billionen Kosten-Tsunami: Das Corona-Virus wird Europa unermesslich viel kosten. (Foto: S. Thomas / www.pixelio.de) Kosten-Tsunami: Die Kosten der Coronakrise sind kaum bezifferbar und gehen alleine in Europa in die Hunderte Milliarden Euro. Die deutschen und österreichischen Wirtschaftsinstitute errechnen dabei eine Rezession, die zwischen 2,5 und 9,5 Prozent liegen soll. Die Kritik am rein nationalstaatlich orientierten Krisenmanagement der Regierenden in Europa und an den Behörden Chinas sowie an Xi Jinpings wird immer lauter. Die Wirtschaft der Industrienationen steht zu einem großen Teil, und mit ihr die Ökonomien Deutschlands und Österreichs. Lediglich die Lebensmittelproduktion und der Lebensmitteleinzelhandel sowie für die Staaten lebensnotwendigen Branchen wie etwa im Transportwesen arbeiten im wahrsten Sinne des Wortes fieberhaft. Das Coronavirus und die Bekämpfung dessen Ausbreitung hat die Ökonomien erfasst, sodass nahezu nichts mehr geht. Der Effekt: Europa, und allen voran Deutschland und Österreich, schlittern 2020 in eine tiefe Rezession. Je nach Szenario und Institut sackt das BIP Deutschlands zwischen fünf und zehn Prozent ab. Das Rechnet das Institut der Deutschen Wirtschaft aktuell vor. Gleichzeitig rollt auf die Industriestaaten ein Kosten-Tsunami zu. Zwei Szenarien für Deutschland Die Spezialisten des IW analysieren dabei zwei mögliche Szenarien. Im positiven Szenario enden die Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Betrieben schon Ende April. Dann fällt das BIP bis Ende 2020 um fünf Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2019. Für die Industrie bedeutet das in harten Zahlen ein um zehn Prozent geringeres Wachstum. Im weniger optimistischen aber durchaus wahrscheinlichen Szenario dauert der Shutdown der deutschen Wirtschaft hingegen noch bis Ende Juni. Dann sackt das deutsche BIP jedoch um Prozent ab. Der Industrie würde dann ein Minus von 18 Prozent drohen. Gleichzeitig würde sich die akute Krise bis zum Jahresende verlängern. Doch selbst im Idealfall würde es lange dauern, bis Deutschland und seine Nachbarländer wieder zum Normalzustand zurückkehren, dämpft. Konjunktur Österreichs in Schussfahrt Auch in Österreich befindet sich die Konjunktur in der Schussfahrt. So rechnet das Institut für höhere Studien, IHS, in seiner aktuellsten Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen für Österreich mit einem Abschwung von minus 8,16 Prozent für dieses Jahr, vorausgesetzt dass das Hochfahren der österreichischen Wirtschaft in diesem Jahr wie gehofft gelingt und sich auch die anderen Handelspartner rasch von der Krise erholen. Entsprechend niedrig ist auch der IHS Erwartungs-Index. Dieser hat zuletzt 11,4 Punkte verloren und schlitterte in den negativen Bereich (–3,4 Punkte). „Die Indexentwicklung der unternehmerischen Erwartungen deutet aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf einen breit angelegten tiefen Konjunktureinbruch in Österreich hin“, kommt das IHS daher zum Schluss. FOTO: S. THOMAS / PIXELIO.DE JOURNAL 2/2020 12

BUSINE$+FINANZEN Selbst im Idealfall wird es lange dauern, bis Deutschland und Österreich wieder zum Normalzustand zurückkehren. (Foto: Bernd Kasper / www.pixelio.de) FOTO: BERND KASPER / PIXELIO.DE EMI im Keller. Bestätigt werden die IHS-Zahlen durch den Einkaufsmanager-Index (EMI BA) vom April 2020 der Unicredit Bank Austria. Dieser sank auf ein Rekordtief von 31,6 Punkten, der durch den Shutdown der österreichischen Bundesregierung unter Sebastian Kurz und international erzeugt wurde. Der Shutdown in Österreich führte zu einem Nachfragekollaps und damit zu einer rasanten Schussfahrt der Produktion in Österreich. Und auch die Industrie mit einem Exportanteil von über 50 Prozent wird, so die positivste Prognose der BA-Volkswirte, um rund zehn Prozent in 2020 schrumpfen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Exportländer Österreichs sich auch entsprechend von der Corona-Krise erholen und es zu keiner zweiten Corona-Infektionswelle im Herbst kommt. Diese halten führende Virologen des Robert Koch Institutes jedoch durchaus für wahrscheinlich. Kosten-Tsunami für Europa Für die Steuerzahler im deutschsprachigen Raum bedeuten die Prognosen, dass sie sich auf einen Kosten-Tsunami gefasst machen müssen. Wie sehr die Schuldenlast durch die Maßnahmen der Bundesregierungen in Deutschland und Österreich steigen, das errechnete diese Woche das ifo Institut in München. Deutschland. Die Analysten des Instituts rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft zwischen 7,2 und 20,6 Prozentpunkte infolge des Coronavirus einbrechen. Das bedeutet ein Kosten-Tsunami zwischen 255 und 729 Milliarden Euro. Dabei würde die Wirtschaft im besten Fall für rund zwei Monate teilweise stillstehen und sich dadurch die Wirtschaftsleistung auf 59,6 Prozent reduzieren. Allerdings verursacht nur eine einzige Woche Verlängerung der Teilschließung zusätzliche Kosten in der Höhe von 25 bis 57 Milliarden Euro. Das ist gleichbedeutend mit einem Rückgang des Wachstums um weitere 0,7 bis 1,6 Prozentpunkte. Österreich. Für Österreich sieht das ifo Institut hingegen Kosten, die zwischen 34 und 57 Milliarden Euro liegen. Voraussetzung ist dabei jedoch eine Teilschließung von maximal zwei Monaten. Ein solches Szenario verringert die Jahreswachstumsrate zwischen 8,5 und 14,2 Prozentpunkten. Bei drei Monaten erreichen die Kosten bereits 47 bis 83 Milliarden Euro oder 11,9 bis 20,9 Prozent Wachstumsverlust. Und nur eine einzige Woche mehr schlägt sich in zusätzlichen Kosten von drei bis sieben Milliarden Euro und einem Rückgang des Wachstums von weiteren 0,8 bis 1,7 Prozentpunkten nieder. Erholung nur schleppend Die Shutdowns in den Industrienationen hatten bis dato für die Unternehmen Umsatzrückgänge von bis zu 100 Prozent zur Folge. Insbesondere der Tourismus und Teile des Handels sind davon massiv betroffen. Für sie entspannt sich die Lage nur teilweise, nachdem die Maßnahmen durch die Regierungen langsam aber sicher wieder gelockert werden. Aber auch im Automotive-Bereich sind die Folgen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus fatal. Sie mussten wegen Absatzmangels und Lieferschwierigkeiten große Teile ihrer Produktion schließen. So standen bei der gesamten europäischen Automobilindustrie die Räder komplett still. Erst dieser Tage nehmen BMW, Mercedes, Volkswagen, die PSA- Group, Renault und auch die Fiat-Group sowie Magna die Produktion auf dem Kontinent wieder auf. BUSINE$+LOGISIC 13 JOURNAL 2/2020

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