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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 2

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LOGISTIK express 2/2018 | S42 Alles auf Schiene in Krems Mit der Übernahme des Betriebs der Hafenindustriebahn Krems sowie der Gleisinfrastruktur durch LogServ und CargoServ sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Tüpfelchen auf dem i ist eine neu im Coprorate Design der voestalpine gestaltete Lokomotive im Fuhrpark der CargoServ. REDAKTION: ANGELIKA GABOR MARKUS SCHINKO, CHRISTIAN JANECEK ANGELIKA GABOR Seit 1. April 2018 ist die Cargo Service GmbH (CargoServ), eine 100%-Tochter des voestalpine-Unternehmens Logistik Service GmbH (LogServ), für die Betriebsführung auf der Hafenindustriebahn (HIB) in Krems verantwortlich. Jährlich werden hier rund 25 000 Waggons umgeschlagen. Doch auch der Verschub für einige Nebenanschließer, wie die voestalpine Krems, der Chemiekonzern Metadynea (Chemie) und der Donauhafen Krems (Logistik), gehört zu den Aufgaben. „Durch uns können alle Eisenbahnverkehrsunternehmen die letzte Meile neutral und diskriminierungsfrei in Anspruch nehmen“, betont LogServ-Geschäftsführer Christian Janecek. Für das Asset Management der Gleisinfrastruktur – also die Wartung und Instandhaltung der 30 Kilometer Gleis, 55 Weichen und zehn Lichtzeichenanlagen – ist nun die LogServ zuständig. „Eine unserer wichtigsten Herausforderungen der nächsten Zeit ist es, die bestehenden Prozesse zu optimieren“, weiß Markus Schinko, Geschäftsführer der CargoServ. Künftig soll ein neues Datenerfassungssystem den Datenaustausch zwischen HIB, CargoServ und den Eisenbahnverkehrsunternehmen erleichtern. „Wir werden eine leistungsstarke Lokomotive mit Funkfernsteuerung einsetzen, um auch schwere Züge leichter manipulieren zu können“, so Schinko. Auch weitere infrastrukturelle Maßnahmen sind geplant: so sollen Streckenlokomotiven bald direkt auf das Übergabegleis der HIB einfahren, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern.

Schicker Schlitten Am 18. April wurde eine im Corporate Design der voestalpine gebrandete Lokomotive der CargoServ symbolisch an das Management des Mutterkonzerns voestalpine übergeben, die zukünftig quasi als Markenbotschafterin international im Güterverkehr die Blicke auf sich ziehen wird. Schließlich verkehren wöchentlich 70 Züge der CargoServ auf den Verkehrsachsen von und ab Linz via Passau (Deutschland), Breclav/Bernhardsthal (Tschechien), Bratislava (Slowakei) sowie Tarvis (Italien). Das neue Zugpferd ist durchaus imposant, bringt es die 86 Tonnen schwere Lokomotive doch auf stolze 8 700 PS. Schon vor einem Jahr wurde die Lok von der ELL Austria GmbH („European Locomotive Leasing“) angemietet, nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Nicht nur Stahl Obwohl aktuell rund 80 Prozent des Transportvolumens der CargoServ auf die Steel Division der voestalpine entfallen, werden natürlich auch andere Rohstoffe transportiert. „Wir sind bestrebt, durch bessere Rundlaufkonzepte Synergieeffekte bei internationalen Fahrten zu erzielen“, erklärt Schinko. Durch das Vermeiden von Leerfahrten werden nicht nur Kosten eingespart, auch in puncto Nachhaltigkeit ist das optimale Ausnutzen der Kapazitäten relevant. Derzeit geht der überwiegende Teil der Verkehre mit hochwertigsten Stahlprodukten zur deutschen Automobilindustrie sowie nach Italien, wohingegen auf dem Rückweg überwiegend Rohstoffe für den Linzer Produktionsstandort transportiert werden. Das verbleibende Volumen umfasst externe Kunden. Durch die Erlangung des Bescheides für die Güterbeförderung im öffentlichen Eisenbahnbetrieb in Deutschland steht der eigenverantwortlichen Abwicklung grenzüberschreitender Verkehre auch Richtung Nordseehäfen nichts mehr im Wege. Parallel dazu wird die Präsenz auf dem Drittmarkt nach und nach verstärkt. „Aktuell entwickeln wir unter Nutzung des umfassenden Netzwerkes neue prozessoptimierte Transportkonzepte für internationale Verkehre“, verrät Schinko. Damit es auch in Zukunft heißt: „Bahn frei!“ (AG)

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