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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 1

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LOGISTIK express 1/2018 | S56 Regierung, Bauchladen für EmissionshandelVerkehrsPolitik Papiere Österreichs Klimapolitik ist eine EmissionshandelVerkehrsPolitik (EVP) Die Zielsetzung der neuen Bundesregierung ist, die internationalen Vorgaben zur Reduktion von Treibhausgasemissionen für Österreich zu erfüllen – bis 2050. Schön im Gleichschritt mit der BRD. Ob dieses Ziel erreicht wurde, wird dann die Generation feststellen, die erst gezeugt werden muss – falls sie nicht schon als Klimazombies auf die Welt kommt. Was wir jetzt schon feststellen können ist, dass sich das Regierungsprogramm im Vorhaben zur Klimaund Verkehrspolitik widerspricht. Was die neue Regierung unter „Zero Emission“ verkauft, klingt eher nach einer EmissionshandelVerkehrsPolitik: Was an einer Stelle an Umweltschäden eingespart wird, darf an anderer Stelle wieder ausgegeben werden. Aber eine klimaverträgliche Mobilität macht nur dann wirklich Sinn, wenn es unter dem Strich eine nachhaltige Reduzierung der schädlichen Transportauswirkungen gibt. Mit Versprechungen, Vorhabensbekundungen und Problembenennungen wird das nicht möglich sein. Am Beispiel der Vorhaben, die das Regierungsprogramm für den Transport auf dem Wasser vorsieht lässt sich zum Beispiel erkennen, dass die selben Formulierungen schon verwendet wurden, als die heutigen Autoren noch in den Windeln lagen. Erreicht hat man bisher genau das Gegenteil (in Österreich). Transportverlagerung kann man eben nicht herbeireden. Daran wird sich auch in der künftigen Regierungsarbeit nichts ändern, wenn sie zum Beispiel glaubt, verkehrsbedingte Emissionen „vor allem auch unter Nutzung der unterstützenden Potenziale der Digitalisierung“ reduzieren zu können. Dazu muss man sich nur anschauen, was die Digitalisierung im Bereich der Paketlogistik bereits „angerichtet“ hat. 97 Millionen Pakete im Jahr 2017, 600 000 Pakete an nur einem einzigen Tag im Jahr und durchschnittlich 320 000 Pakete täglich. Nein, das ist nicht die gesamte Leistungsbilanz der österreichischen Transportlogistik – sondern nur der Post AG! Dank E-Commerce ist das nur für die Post eine Zuwachsrate von 20 Prozent im Jahresvergleich und in den nächsten Jahren dürfte es kaum weniger werden. Diese Verkehrspolitik schlittert in ein analoges Desaster und endet im digitalen Nirwana. Wir sind längst an einem Punkt angelangt, wo der freie Verkehr sein Ende gefunden hat. Politiker, die heute noch die freie Transportwahl verteidigen, sind Fossile und Bewahrer einer auslaufenden Ideologie. Erstaunlich ist nur, die Fossile sind heute kaum 30 Jahre alt! Wer heute in die Zukunft denkt, muss ein Verkehrsmanagement schaffen, das nicht die individuellen Bedürfnisse befriedigt, sondern die Funktionsfähigkeit des Systems Leben im Auge hat. Dazu wird es neue Regeln brauchen, die Individualität bremst und Gemeinwirtschaft fördern. Das WIFO hat 2018 dokumentiert, dass in Österreich entgegen aller Hoffnungen die Treibhausgasemissionen – insbesondere im Verkehrsbereich - wieder zugenommen haben und empfiehlt Maßnahmen, um die Dekarbonisierung voran zu treiben. Zum Beispiel durch Effizienzstandards. Die Hälfte der Paketflut sind Retoursendungen und gleichzeitig wird tagtäglich immer mehr Zeit im Stau auf den Straßen verplempert. Wien führt in Österreich nach einer neuen Studie (INRIX), wonach Verkehrsteilnehmer 40 Stunden pro Jahr im Stau stehen. Was fällt der neuen Regierung dazu ein? Nichts. Außer vielleicht, dass sie autonomes Fahren fördern will. Dazu meint wieder der Verkehrsclub Österreich (VCÖ), autonomes Fahren wird das Staugeschehen noch weiter verstärken. Verkehr und Infrastrukturpolitik – das Ende der freien Wahl von Transportmitteln Österreich ist das Transitland der EU schlechthin. Nur leider profitiert das Land aus dieser Position nicht so, wie es uns das neue Regierungsprogramm glaubhaft machen will. Vielmehr tritt Österreich in die Vorleistung eines gemeinsamen Warenaustausches mit einem überproportionalen Beitrag, der uns den besonderen Dank der EU Verkehrskommissarin gebracht hat. Jedoch, der freie Warenverkehr – ein Grundpfeiler des Binnenmarktes – wird in seiner praktischen Umsetzung grundsätzlich und vorsätzlich falsch interpretiert. Ein freier Warenverkehr kann nämlich nicht gleichzeitig

Freiheit bei der Wahl des Transportmittels bedeuten. Dies muss zwangsläufig allen Grundsätzen bei der Festlegung und Durchführung im gemeinsamen Gesundheitswesen und in der Umweltpolitik widersprechen. Der Schutz der menschlichen Gesundheit und die Bekämpfung globaler Umweltprobleme sind mit der freien Wahl von Transportmitteln nicht vereinbar. Nimmt die Umweltpolitik der Union zum Beispiel ihr Vorhaben ernst, wonach die Umweltbedingungen und Belastungen einzelner Regionen zu berücksichtigen sind, dann kann es keine freie Wahl von Transportmitteln geben. Lenkungsmaßnahmen bei der Wahl der Transportmittel bedeuten keinen Eingriff in den freien Warenverkehr oder in die Mobilität von Waren. Exposition gegenüber Cyber-Risiken dramatisch, lautet die Warnung. Die bisherige und gegenwärtige politische Reaktion darauf ist: Wir schaffen zuerst die Probleme und überlegen uns dann, wie wir diese Probleme lösen könnten. Frei übersetzt heißt das, wir sitzen hypnotisiert wie das Kaninchen vor der Schlange und hoffen, dass sie eh keinen Hunger hat. Gnade uns Gott, wenn uns die Problemlösung nicht bald gelingt. (PB) Arbeitskräfte, die durch die Digitalisierung den Job verlieren, können auf Hacker umschulen. Die neue Regierung übt sich zwar in der Aufzählung der möglichen Transportmittel und deren geplante Förderung. Das wird aber wie schon bisher nicht ausreichen, um den Frächtern die „richtige Wahl des Transportmittels“ zu erleichtern. Die neue Regierungspolitik lautet in diesem Zusammenhang „Österreich bewegen“. Wir sollten aber Österreich lieber dort lassen wo es ist und nur unsere Waren „richtig bewegen (lassen). Wenn Hacker Zukunftsforscher ablösen Der Globale Risikobericht 2018 setzt steigende Cyber-Risiken an oberste Stelle im Ranking. Aber nicht nur Unternehmen, unsere gesamte Infrastruktur wird immer abhängiger von der Digitalisierung. Das explosive Wachstum von miteinander verbundenen Geräten erweitert die Größe der für Cyberangriffe offenen Oberfläche. Und die Zahl der miteinander verbundenen Geräte in der Welt wird von derzeit 8,4 Milliarden auf 20 Milliarden im Jahr 2020 steigen, sagt der Bericht. Dank zunehmenden Einsatzes künstlicher Intelligenz in Geschäftsprozessen, erhöht sich die LOGISTIK EXPRESS STRATEGIE wikifolio-Indexzertifikat Der Markt zur privaten Kapitalanlage befindet sich in einem Umbruch. FinTech-Unternehmen fordern die klassischen Anbieter heraus. Mit der LOGISTIK express Strategie wollen wir in die Branche investieren und mit aktivem Trading ein alternatives Portfolio anbieten... E-Mail: info@logistik-express.at http://www.logistik-express.com

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