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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 1

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LOGISTIK express 1/2018 | S32 Viele chinesische Unternehmen sind bisher schlecht auf Industrie 4.0 vorbereitet. Wübbeke folgert: „Es besteht dort die Gefahr, dass wichtige Technologien abfließen und die technologische Führerschaft Deutschlands ins Wanken gerät. Wir brauchen hier mehr Transparenz und es muss genau bedacht werden, welcher Technologietransfer ermöglicht bzw. beschränkt wird. „Entscheider in Politik und Wirtschaft sollten sich nicht von kurzfristigen Geschäftschancen täuschen lassen, die "Made in China 2025" für ausländische Hightech-Hersteller bereithält, heißt es in der Studie. Am Ende gehe es der chinesischen Führung darum, ausländische durch chinesische Technologien zu ersetzen. McKinsey: Viele chinesische Unternehmen bisher schlecht auf Industrie 4.0 vorbereitet Auch das Beratungs- und Managementunternehmen McKinsey ist der Meinung, dass nur eine begrenzte Anzahl chinesischer Unternehmen fähig ist, die Initiativen im Rahmen von China 2025 in ihrem Betrieb umzusetzen, auch wenn die Begeisterung für Industrie 4.0, Kostenreduzierung und Wettbewerbssteigerung sehr groß ist. In einer Studie von 2016, bei der 130 Unternehmen befragt wurden, folgerte der Consulter, dass der „extreme Enthusiasmus über Industrie 4.0 zu unüberlegten Investitionen in Ausrüstungen und Instrumente und zu Vergeudung von Ressourcen führen kann.“ Es mangelt an einem systematischen Einführungsplan, was das größte Hindernis für die Einführung von Industrie 4.0 im Land der Mitte darstellt. Nur sechs Prozent der befragten Unternehmen besaß eine klare Strategie für die Implementierung der Initiativen. „Daher funktioniert eine einheitliche Lösung für die digitale Transformation in China nicht“, folgern die Autoren der Studie. Der Einsatz von Robotik erfolgt bisher nur in der Montage und Systemintegration, was den geringsten Gewinn innerhalb der Versorgungskette bietet. Die Roboterdichte beträgt laut der Federation of Robotics im Land der Mitte 49, in den USA 176 und in Japan 305 auf 10 000 Arbeitnehmer.China hat einen sehr ambitionierten Plan in der Strategie verankert und will bis 2020 die Roboterdichte auf 150 /10 000 Arbeitnehmer steigern. Generell liegt die Produktivität in der chinesischen Fertigung bisher bei nur einem Viertel im Vergleich zu den Industrieländern. Rasante Technologiesprünge möglich Wie auch immer, all das kann sich sehr schnell ändern. Vor rund zehn Jahren lag der chinesische Anteil an den weltweiten E-Commerce Transaktionen bei nur ein Prozent. Heute liegt er bei rund 40 Prozent. Der momentane Wert aller Transaktionen liegt höher als in Frankreich, Deutschland, Japan, Vereinigte Königreiche und den USA zusammen. Zudem fokussieren chinesische Kapitalgeber zunehmend auf digitale Technologien. Laut der Studie „Digital China: Powering the Economy to Global Competitiveness“ (12/2017) des McKinsey Global Institutes ist der gesamte Wagniskapitalsektor Chinas schnell von zwölf Milliarden US-Dollar (9,7 Milliarden Euro) in 2011-13 auf 62,4 Milliarden Euro in 2014-16 gewachsen. Dies entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent auf 19 Prozent Anteil am globalen Wagniskapital.

Laut McKinsey gehört die Volksrepublik zu den drei größten Wagniskapitalgebern weltweit für digitale Technologien, wie Virtual Reality, autonome Fahrzeuge, 3D Printing, Robotik, Drohnen und Künstliche Intelligenz. Der neue McKinsey Industry Digitization Index (MGI) für China stuft verschiedene Industriesektoren anhand des Digitalisierungsniveaus ein. Dabei zeigt sich, dass die Digitalisierung noch weit hinter der in den USA zurückliegt. Allerdings schließt sich diese Lücke rasant. Im Jahr 2013 war die USA 4,9-mal mehr digitalisiert als China. Im Jahr 2016 nur 3,7-mal. Die am stärksten digitalisierten Sektoren in der Volksrepublik sind die Informations- und Kommunikationstechnologien, die Medien sowie der Finanzbereich. Im Fertigungsbereich für Hightech- Güter als auch für grundlegende Güter sieht es bisher noch recht bescheiden aus. Fazit: Die Digitalisierung der chinesischen Industrie im Rahmen von Industrie 4.0/China 2025 und Internet Plus ist nicht aufzuhalten. In den nächsten Jahren wird sie rasant fortschreiten. Dabei wird die Volksrepublik gewaltige Mengen von Wagniskapital in neue Technologien investieren und fehlende Technologien im Ausland zukaufen. Hier bestehen Chancen für deutsche und ausländische Unternehmen auch einen Fuß in den chinesischen Markt zu stellen bzw. die Präsenz auszuweiten. Allerdings sollten sich Entscheider nicht von kurzfristigen Geschäftschancen täuschen lassen. Jeder Technologietransfer muss genau begutachtet werden, damit deutsche Unternehmen nicht die Technologieführerschaft verlieren. (DR) DIRK RUPPIK Logistik 4.0 trifft Industrie 4.0 DIGITALE TRANSFORMATION 23. – 27. April 2018 Hannover ▪ Germany cemat-hannovermesse.com #HM18 #CeMAT MENSCH- MASCHINE PLATTFORMEN AUTOMATISIERUNG IM HANDEL VERPACKUNGSLOGISTIK 4.0 World’s leading trade show for intralogistics & supply chain management Deutsche Handelskammer in Österreich ▪ Tel. +43 1 545 1417 54 ▪ info@hf-austria.com

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