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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Special 1

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Zusammenfassung der letzten 10 Jahre von unserem Redakteur Peter Baumgartner. Wirtschaft, Handel, E-Commerce, Industrie 4.0, Digitalisierung, Job Karriere und Transportlogistik mit Fokus auf die Nasse Logstik - Binnenschifffahrt.

Eine Folge der

Eine Folge der Renaturierung. Das hinderte das Verkehrsministerium 2015 jedoch nicht, mit einem neuen Vorstoß Verbesserungen zu versprechen. Der Nationale Aktionsplan (NAP) wurde durch das „Aktionsprogramm Donau des BMVIT bis 2022“ ersetzt. Diesmal sollten die Zielsetzungen und angestrebten Wirkungen im Vordergrund stehen. Österreichs damaliger Minister Alois Stöger verkaufte alten Wein in neuen Schläuchen. 10 Jahre Stillstand Auffallend ist die noble Zurückhaltung der Donaukommission in all den Fragen rund um die nasse Infrastruktur. 1992 hat sich die Bundesregierung noch an die Empfehlungen der Donaukommission orientiert die da lauteten, dass unterhalb von Wien eine 2,70 Meter-Abladetiefe für Schiffe zu garantieren ist. Im Sinne der Belgrader Konvention von 1948 hätte die Donaukommission eigentlich die tatsächliche Kompetenz für die Schiffbarkeit und Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen auf der Donau zu sorgen und dies auch durchzusetzen. Nach der Konvention wäre die Donaukommission sogar berechtigt, in diesem Sinne selber tätig zu werden. Tatsächlich hat sie aber heute nicht einmal ihre schon 1962 festgelegten Ziele erreicht. Die Donaukommission überlässt das (nicht)Wirken den Nationalstaaten und stützt sich auf die eigenartige Auslegung der Belgrader Konvention, wonach diese nur auf die Aufrechterhaltung der „normalen Schifffahrt“ anwendbar ist. Abgesehen davon, dass kein Wort von einer „normalen Schifffahrt“ in der Konvention steht, was ist dann eine „abnormale Schifffahrt“ und wer ist für diese zuständig? Die Donaukommission, deren Geschichte zurück reicht bis in das Jahr 1856, damals noch stolz den Namen „Europäische Donaukommission“ trug und bahnbrechende Donauregulierungen durchführte, die noch heute wirken, hat ihre ursprüngliche Bedeutung längst verloren. Sie beschränkt sich nur noch auf die Rolle eines Sekretariates der einzelnen Mitgliedsstaaten. Der ehemalige Staatssekretär Helmut Kukacka hat schon 2006 erklärt, er trete für eine zügige Reform der Donaukommission und dem damit verbundenen Revisionsprozesses der "Belgrader Akte" ein. Inzwischen sind auch wieder zehn Jahre Stillstand in den ehrwürdigen Räumen der Donaukommission in Budapest vergangen. Wie weiter mit der nassen Logistik? Für die via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH lag die Geburtsstunde 2004 mitten im Getümmel politischer Kompetenzverschiebungen und sie durfte gleich in das kalte Donauwasser steigen. Trotz aller Probleme steht für den Projektbetreiber der Donauregulierung heute außer Frage, dass die ursprünglich angepeilten Ziele unverändert aufrecht bleiben. Diese sind die Stabilisierung der Wasserspiegellagen, Verbesserung des Lebensraums Donau-Auen sowie die Verbesserung der Wasserstraßen-Infrastruktur. Und auch die bisher angewendeten Methoden sollen, wenn es nach via donau geht, etwas modifiziert zwar, aber dennoch gleichbleiben. Weiter wurschteln und Millionen Euro mit der Klappschute in der Donau versenken ist also angesagt. Aus Erfahrung nichts gelernt? Nachdenken über ein neues Hainburg? Man kann es drehen und wenden wie man will: Die einfachste und billigste, aber auch nachhaltigste Lösung für die nasse Logistik wäre ein weiteres Donaukraftwerk oder zwei kleinere Staustufen auf der Strecke zwischen Freudenau und Bratislava, wie es schon bei der Regierungsklausur in Pertisau 1987 (!) ausgesprochen wurde. Damals hat das ein gewisser Erwin Pröll, LH-Stellvertreter von Niederösterreich, verhindert. Alle anderen Lösungsmöglichkeiten sind, weiß man heute, ein Krampf und sündteuer. Außer man entwickelt noch Schiffe, die ausschauen wie Fische, aber fliegen könnten und deshalb keine Wellen machen, weil sie ja keinen Tiefgang brauchen. Beim Auspuff kommt nichts heraus, weil die Schuppen eigentlich Solarmodule sind, mit denen Energie erzeugt wird, damit das Ding fliegt. Im Laderaum ist keine Pfui-Ladung mehr, sondern nur noch genfreies Soja. Damit kann man ja bekanntlich alles machen – das wissen wir verlässlich seit der „Nazi-Bohne“. (PB) LOGISTIK express Ausgabe 1/2017

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