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LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 3

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LE-3-2017 | S26 | HANDEL + LOGISTIK 4.0 Mehr Information mit neuem Logistik-Index „Wie reif sind die Logistikprozesse?“ Deutsche Logistikexperten haben den neuen Logistik-Index SCOV entwickelt, der genaue Informationen liefert, wie die Logistik- Performance im Verhältnis zu den Kosten aussieht. BEITRAG: REDAKTION Praxisbeispiel Siemens Building Technologies Für eine erste grobe Einschätzung der Performance führten wir bei Siemens Building Technologies einen klassischen Benchmark-vergleich durch. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzten wir, um bei den nachfolgenden Reifegradinterviews die richtigen Schwerpunkte zu setzen. In diesen Interviews wurden die internen Logistikprozesse der Siemens BT mit den Best-Practices aus der Forschung verglichen. Gerade dieser Vergleich ermöglichte es Siemens, die eigenen Prozesse zu hinterfragen und Ideen für Prozessoptimierungen zu entwickeln. Performance ist aber nur die eine Seite der Medaille. Nur wenn Supply Chain Performance in einem gesunden Verhältnis zu Kosten steht, sind Performance-Verbesserungen auch nachhaltig. EVI HARTMANN Das Kürzel SCOV steht für „Supply Chain Operations Value“ und vermittelt mit einem Blick klare Auskunft darüber, wie die Kosten mit der konkreten Logistikleistung im Zusammenhang stehen. Im Gegensatz zu klassischem Benchmarking verfolgt der SCOV-Index einen ganzheitlichen Ansatz: „Mit den üblichen Kennziffern kommt man nicht weit, weil sie nur Teilaspekte der Logistik illustrieren. Der neue Index der Logistik gibt ein komplettes Leistungsbild ab und setzt die Performance der Logistik ins Verhältnis zu deren Kosten“, erklärt die deutsche Universitätsprofessorin Dr. Ing. Evi Hartmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Supply Chain Management an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo SCOV unter ihrer wissenschaftlichen Obhut erdacht worden ist. Dieses Verhältnis wird durch die Kombination von Kennzahlen mit sogenannten Reifegradinterviews erreicht. Eine Basis des SCOV sind klassische Performance-Kennzahlen, wie beispielsweise Liefertreue, Verfügbarkeit, Planungsgenauigkeit oder Bestandsumschlag. Traditionelles Benchmarking zeichnet jedoch nie ein komplettes Bild von Unternehmen und Umwelt. Dementsprechend werden zusätzlich wissenschaftlich fundierte und praxiserprobte Reifegradmodelle angewandt, um die Frage zu beantworten: „Wie reif sind die Logistikprozesse?“ Um das zu erfahren, werden in Unternehmen, die diesen Index einführen wollen, im Vorfeld substanzielle Tiefeninterviews durchgeführt. Fokussiert auf die Bedürfnisse der Unternehmen Aktuell wird der SCOV-Index bei Siemens Building Technologies regelmäßig gemessen, weitere, primär mittelständische Unternehmen befinden sich gerade in der Implementierungsphase. Da der SCOV-Index durch

eine unternehmensspezifische Kennzahlengewichtung an die Bedürfnisse der Unternehmen bezüglich Geschäftsmodell und Wettbewerbssituation angepasst ist, seien die Ergebnisse in der Praxis sehr zuverlässig, so das weitere Versprechen. Jürgen Kindereit weiß aus Erfahrung: „Die Reifegradinterviews bergen ein sehr großes Potential für Prozessverbesserungen." Und Hartmann ergänzt: „Es geht es in der Logistik um ein gesundes Verhältnis aus Performance und Kosten und nicht darum in jeder Kennzahlenkategorie der Beste seiner Klasse zu sein.“ Bei der SCOV-Index-Messung geht es auch nicht um eine Stichtag-Betrachtung: „Wir bilden immer die Entwicklung der Leistung, Kosten und des Umsatzes ab“, erklärt Jürgen Kindereit, operativer Geschäftsführer des in München ansässigen Logistik-Beratungsunternehmens SCOV UG, über das der Index jetzt vermarktet wird. Somit steht die stetige Weiterentwicklung im Vordergrund. Unternehmen, die den SCOV-Index einführen wollen, sollten zuvor eine Kundenumfrage durchzuführen. So wird gewährleistet, dass sich die Unternehmen auf diejenigen Leistungsaspekte der Logistik konzentriert, die vom Kunden erwartet und honoriert werden. Kindereit bietet interessierten Unternehmen ein unverbindliches, detailliertes Gespräch über die Möglichkeiten des SCOV-Index an. „Der SCOV-Index wurde in unseren Pilotprojekten sehr positiv aufgenommen. Die ganzheitliche Betrachtung von Performance, Kosten und Umsatz gefällt unseren Kunden sehr gut“, ist Professorin Hartmann überzeugt. Pilotprojekt bei Siemens In klassischen Benchmarking-Projekten wurde deutlich, dass eine reine Betrachtung von Performance-Kennzahlen ohne Kontext nicht zielführend ist. Hartmann: „Es kann nicht das Ziel sein, in jeder Benchmarking-Kategorie mit Best-Werten abzuschneiden. Vielmehr geht es um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Performance und Kosten.“ In einem Pilotprojekt bei der Siemens AG wurde das neue Kennzahlensystem bereits eingeführt und verfeinert. Unternehmen, die den SCOV-Index einführen profitieren gleich mehrfach. „Sie bekommen im ersten Schritt einen Überblick über ihre Performance im Vergleich zur eigenen sowie zu anderen Industrien mit Hilfe eines klassischen Kennzahlenvergleichs“, erklärt Kindereit. In der Berechnung der SCOV-Kennzahl werden die bei den Interviews erfragten Performance-Werte ins Verhältnis zu Logistikkosten und Umsatz gesetzt. „Unternehmen, die den SCOV einführen, können auf diese Weise die ganze Komplexität der Logistik in einer einzigen Kennzahl abbilden und beliebig detailliert herunterbrechen“, verspricht Kindereit. (RED) KONZENTRIEREN SIE SICH WIEDER AUF DAS WESENTLICHE. MIT LOGISTIK-OUTSOURCING VON LOGSERV. Wir verbinden, was zusammen gehört. Wirtschaftliche Abläufe und effiziente Transporte sind heute wichtiger denn je. Als Full-Service-Spezialist für industrielle Logistik sind Ihre Herausforderungen bei uns bestens aufgehoben. Kontrakt- und Projektlogistik Zolldienstleistungen Eisenbahn-Infrastruktur Werkstätten Rolling Stock Werkstätten Schwer- und Sonderfahrzeuge Fuhrparkmanagement Werksinterne Logistik Bahnakademie Private Eisenbahntraktion via CargoServ Logistik Service GmbH, Lunzer Straße 41, A-4031 Linz Tel: +43-732-6598-2000, E-Mail: office@logserv.at www.logserv.at Logistik in Bewegung.

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