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LE-4-2013

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

INTRALOGISTIK Die

INTRALOGISTIK Die Staplerhersteller werden breit und tief Das Gegenteil von Diät: vom Staplerproduzenten zum breiten Angebot, so könnte man den Haupttrend zusammenfassen. Ein Rundruf bei namhaften Unternehmen zeigt, dass die Konzentration auf reine Flurförderzeuge „out“ ist, die Tendenz geht auch 2014 eindeutig weiter in Richtung Komplettanbieter. Autor: Angelika Thaler 2014 wird ein Messejahr: CeMAT und LogiMAT stehen auf dem Kalender, die Vorbereitungen innerhalb der Unternehmen laufen schon auf Hochtouren. Verständlicherweise wird noch nicht genau verraten, mit welchen Produktneuheiten zu rechnen ist, dafür ist der Markt zu wettbewerbsintensiv. Trotzdem wollten wir schon wissen, wohin die Reise gehen wird. Entwicklung aller Antriebe Es ist schon fast 100 Jahre her, seit 1917 Eugene Clark den ersten verbrennungsmotorischen Plattformwagen, den Vorläufer moderner Stapler, entwickelte. Seither hat sich viel getan. Und obwohl es schon alternative Antriebe gibt, kommt der Verbrennungsmotor nicht überall aus der Mode, wie Martin Grau, Geschäftsführer der Toyota Material Handling Austria GmbH, bestätigt: „In westlichen Martin Grau Ländern hat ein Umdenken stattgefunden, Elektromotoren sind stark gefragt. Dafür sind auch strengere Regeln im Arbeitsrecht verantwortlich, die bei Einsätzen in geschlossenen Hallen natürlich zum Tragen kommen. In Osteuropa hingegen ist der Marktanteil der Verbrenner sehr groß. Daher werden wir Neuigkeiten in beiden Bereichen präsentieren.“ Ähnlich sieht das Mag. Christian Erlach, Geschäftsführer der Jungheinrich Austria Vertriebsges.m.b.H.: „Der Verbrennerstapler ist in Österreich ein rückläufiges Thema, im Vergleich zu 2007 liegt die Stückzahl etwa bei der Hälfte. Elektrofahrzeuge sind bei hoher Laufleistung preiswerter zu betreiben, nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Batteriekapazitäten.“ Auch bei STILL Österreich bemerkt man eine vermehrte Nachfrage nach Elektrostaplern, wie etwa dem neuen RX60-80. Doch auch die Dieselstapler sind nach wie vor gefragt: „Unsere neuen Dieselstapler von 4 bis 8 Tonnen, der RX 70-40/50 und der RX 70-60/80, sind bei unseren Kunden sehr gut angekommen“, freut sich Geschäftsführer Helmuth Viertl. Neue Technologien Neben Diesel- und Elektrostaplern gehen auch die Entwicklungen auf dem Gebiet der alternativen Antriebe weiter. „Wir sind maßgeblich an zwei wichtigen Felderprobungsprojekten von Brennstoffzellenfahrzeugen beteiligt – eines davon findet bei DB Schenker in Linz statt, ein weiteres bei BMW in Leipzig. Auch im Bereich der Li-Ionen-Batterien wird Linde im kommenden Jahr konkrete Schritte in Richtung Serienprodukte gehen“, verrät Manfred Höhn, FF-Produkt-Marketing International, Linde Material Handling Deutschland. Grau vermutet, dass wir in Europa noch ein bisschen Geduld haben müssen: „In Japan gibt es bereits echte Hybrid-Stapler, aber bei uns leider noch nicht.“ Etwas anders sieht das Thema Alternativantrieb Viertl: „Den Hybridantrieb gibt es bereits seit 2011 bei uns in Serie zu kaufen, auf der letzten CeMAT haben wir unser erstes in Serie produziertes Hybridfahrzeug vorgestellt. Und unser Manfred Höhn STILLPallettShuttle wird bereits durch einen Li-Ionen Akku angetrieben, die nächsten Fahrzeuge werden bald folgen.“ Megatrend Automatisierung Bei einem Thema herrscht absolute Einigkeit: größtmögliche Lagerautomation ist sehr gefragt. Neben größerer Effizienz sind wie immer die Kosten der Haupttreiber, wie Erlach weiß: „Je höher das Lohnniveau klettert, desto größer ist die Nachfrage nach intelligenten Automatisierungskonzepten. Die Schweiz ist FOTO: ISTOCKPHOTO.COM 32 LOGISTIK express Ausgabe 4/2013 www.logistik-express.com

INTRALOGISTIK da ein gutes Beispiel, hier sind vollautomatische Lager schon weit verbreitet.“ Das kann Viertl nur bestätigen: „Effizienzsteigerung durch Automatisierung ist das Helmuth Viertl Stichwort. Schon einfache Automatisierungslösungen, wie z.B. Fahrerassistenz- und Ortungssysteme mit Kamera können helfen, die Mitarbeiter zu entlasten und effizienter an Stellen einzusetzen wo komplexe Aufgaben zu erledigen sind. Mit iGoSystems bieten wir zudem komplexe Automatisierungslösungen an.“ Im Dienste der Automatisierung steht natürlich auch die weitere Vernetzung und Optimierung der Kommunikationskanäle. „Ein wesentlicher Trend wird 2014 die Vernetzung der Flurförderzeuge mit Flottenmanagement-, SCM- und ERP- Systemen sein. Hier werden wir weiter aktiv sein und auf der Messe neue Lösungen vorstellen“, schürt Höhn die Neugier. Ein typisches Beispiel für Lagerautomation sind FTS, Fahrerlose Transportsysteme, die sich besonders bei stän- Christian Erlach dig gleichlautenden Aufträgen und Routen bewährt haben. „Gerade im Schichtbetrieb sind die Amortisationszeiten kurz, und dank moderner Technik wird auch die Installation immer leichter. Bei Banner fahren unsere FTS quer durch die Produktionshalle“, nennt Erlach ein konkretes Beispiel. Alles aus einer Hand Ein bestimmendes Thema in der Branche ist der Trend hin zum Generalunternehmer, wie beispielsweise Jungheinrich es schon seit Jahren vormacht. „Von uns bekommt der Kunde alles vom Arbeitshandschuh bis zum auf der grünen Wiese errichteten fertigen All-Inklusive-Hochregallager inklusive Service“, bringt es Erlach auf den Punkt. Bei großen vollautomatischen Lagern, die den höchsten Effizienz- und Geschwindigkeitsgrad erreichen, schätzt er das österreichische Marktvolumen auf 10 bis 12 Projekte pro Jahr. Ein wertvoller Kuchen, von dem nun auch andere ein Stück abhaben wollen: „Es geht eindeutig in Richtung Komplettanbieter in der Logistik, nur Flurförderzeuge sind heutzutage fast zu wenig. Daher bietet Toyota beispielsweise auch Regalsysteme an“, so Grau. Wer in der Situation ist, ein Lager neu errichten oder ausstatten zu müssen, hat die Qual der Wahl. Neben den befragten Unternehmen gibt es natürlich noch viele weitere, egal ob klassischer Staplerproduzent oder Intralogistikspezialist, die verschiedene Lösungsansätze und Produkte bieten. Nach den Leitmessen 2014, zum Ende des Geschäftsjahres, wird sich dann zeigen, wessen Konzept aufgeht und wer die Nase vorne hat. (AT) Sicher ohne Sicherung? Für viele Unternehmen ist Ladungssicherung eine lästige Notwendigkeit. Dabei wird viel über Spanngurten, Sperrbalken oder Antirutschmatten diskutiert, aber wenig über die Eigenschaften der eingesetzten Ladungsträger. Wer jedoch in diesem Punkt die richtige Wahl trifft, kann sich viel ersparen. Autor: CHRISTIAN WAGNER Ladungsträger ist nicht gleich Ladungsträger. Sie verhalten sich zwangsläufig – bedingt durch Material und Konstruktion – unterschiedlich auf der Ladefläche. Die Frage ist nur: Wie groß ist der Unterschied und hat er eine wirtschaftliche Relevanz? In einem gemeinsamen Projekt haben das Vorarlberger Unternehmen ALPLA und Schoeller Allibert, der führende Hersteller von Kunststoffbehältern, gemeinsam mit dem TÜV Nord eine Testreihe durchgeführt, um diese Frage zu klären. „Getestet wurde eine Gitterbox im Vergleich zu einem Kunststoffbehälter der Type Magnum Optimum von Schoeller Allibert auf Basis eines LKW Code XL“, erklärt Erwin Gstöttenbauer, ALPLA-Corporate Logistics Manager die Rahmenbedingungen. Das Ergebnis zeigte, dass im Unterschied zur Gitterbox, die umfangreich gesichert werden musste, der Magnum Optimum-Behälter, bei Komplettladung, ohne jegliche Ladungssicherung auskommt. Selbst Mag(FH) Martin Gansterer, verantwortlicher Projektleiter bei Schoeller Allibert, war von diesem Ergebnis überrascht: „Der Grund liegt in der Konstruktion des Kunststoffbehälters. Neben einer großen Fußfläche sorgen die glatten Außenwände dafür, dass zwischen den Boxen kein Platz bleibt. Das ergibt eine hohe Reibungsfläche. Aus den einzelnen Behältern entsteht so ein stabiler Block, der den EU-Vorgaben für die Ladungssicherung, ohne jegliche weitere Zusatzmaßnahmen, entspricht. Diese Ergebnisse sind offiziell Martin Gansterer durch den TÜV Nord zertifiziert und der Prüfbericht steht zur Verfügung.“ In der Praxis bedeutet der Einsatz des Magnum Optimum eine Zeitersparnis von rund 60 min pro Verladeprozess. Und Zeit ist bekanntlich Geld – ganz abgesehen von der Materialeinsparung durch den Verzicht auf Hilfsmittel zur Ladungssicherung. Das TÜV Nord-Zertifikat bestätigt es: Der Kunststoffbehälter Magnum Optimum des Herstellers Schoeller Allibert muss – bei Komplettladung – nicht gesichert werden. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2013 33

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