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LE-4-2012

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

LOGISTIKIMMOBILIEN Lenze

LOGISTIKIMMOBILIEN Lenze baut massiv in Asten aus 14 Millionen Euro, rund ein Jahr Bauzeit: Mit neuem Hochregallager und modernisierter, erweiterter Montagehalle wertet Lenze seinen Österreich-Standort auf. Redaktion: PAUL CHRISTIAN JEZEK Lokalaugenschein im Gerichtsbezirk Enns. Asten hat eine lange Geschichte: Der heutige Ortsteil Raffelstetten wurde schon im Jahre 906 urkundlich erwähnt, Asten selbst wird (als Astina) vom Stift St. Nikola bei Passau in einer Urkunde im Jahre 1073 erstmals schriftlich dokumentiert. Fast ein Jahrtausend später investiert das Unternehmen Lenze nicht weniger als 14 Millionen Euro in die deutlich sozialdemokratisch dominierte Gemeinde. Der Spezialist für Antriebslösungen und Automatisierungssysteme mit Stammsitz in Deutschland eröffnete eine weitere Produktionshalle sowie ein modernes Hochlager. „Der Schritt zum Ausbau war für uns wichtig, da wir bereits an die Grenzen unserer Kapazität gestoßen sind und nur mit großem Aufwand den hohen Qualitätsstandard halten konnten“, erklärt Marco Gattringer-Ebner, Geschäftsführer der Lenze Operations Austria. „Vor allem mit der neuen Lackieranlage sind wir für die Zukunft sehr gut aufgestellt.“ Außerdem bringt das 20 Meter hohe Hochlager mehr Flexibilität und kürzere Durchlaufzeiten, was die Produktion nachhaltig beschleunigt. Mehr als 20.000 unterschiedliche Artikel sind hier ab Lager verfügbar. Ein weiteres Highlight ist die Investition in das Lenze Logistikzentrum Austria: eine neue Lackieranlage, in der bis zu 120.000 Getriebemotoren pro Jahr im Zwei-Minuten-Takt abgefertigt werden sowie eine Ausweitung der hiesigen Montage-Möglichkeiten. Das bedeutet: Seit Herbst 2012 können auch die großen 11erbzw. 14er-Getriebe sowie Regler der Baureihen 8400 bzw. 9400 in Asten assembliert werden. Die Kunden profitieren somit von noch kürzeren Lieferzeiten und noch mehr Flexibilität. fahrung und kontinuierlicher Weiterentwicklung gilt das Unternehmen als Vorreiter in der Antriebstechnik-Branche. „Als Komplettanbieter in diesem Bereich offerieren wir ein Produktportfolio, das von der Visualisierung und Steuerung über die elektrischen Antriebe bis hin zur Elektromechanik reicht“, sagt Nuck. „Bei Bedarf lassen sich unsere Produkte sehr einfach erweitern oder kombinieren - diese durchgängige Skalierbarkeit hilft u. a. dabei, Überdimensionierungen zu vermeiden sowie Kosten zu sparen - und zwar nicht nur bei der Erstinvestition, sondern auch später im laufenden Betrieb.“ Die Lenze Anlagentechnik wiederum umfasst Planung und Inbetriebnahme von elektrischen Schaltanlagen inklusive Beratung, Softwareerstellung und Hardwareprojektierung. Vom einzelnen Kabel bis zur einbaufertigen Schaltanlage gibt es alles aus einer Hand, wobei fundiertes Prozess-Know-how die wichtigste Kernkompetenz bildet. Ein wesentlicher Baustein ist die Kabel- und Drahtkonfektion - sie stellt die Verbindung zur Lenze Antriebstechnik dar. Je nach Kundenanforderung werden die Produkte der Kabeltechnik als einzelne Adern, Kabel und Kabelbäume oder als einbaufertige Systeme (Baugruppen) geliefert. Bleibt – last but not least und nomen est omen – die Lenze Verbindungstechnik als annähernd perfektes Bindeglied zwischen Maschine und Motor. Der Handel mit Antriebselementen spielt bei Lenze Österreich Firmen in der Firma „Das vollautomatisierte Hochregallager mit integriertem Kleinteilelager und seinen bis zu 9.000 Paletten- bzw. bis zu 18.000 Behälterstellplätzen ermöglicht uns am Standort Asten eine optimale Produktion“, ist auch Christian Nuck, Geschäftsführer der Lenze Antriebstechnik, überzeugt. „Und auch mit unserer neuen Lackieranlage sind wir bestens für die Zukunft gerüstet.“ Dank jahrzehntelanger Erbereits seit den 70er Jahren eine bedeutende Christian Nuck Rolle. 1999 mündete der anhaltend gute Erfolg in diesem Geschäftszweig in einer eigenen Firmengründung. Heute hält das Produktprogramm schaltbare Bremsen und Kupplungen, Wellenkupplungen, hydraulische Spannbuchsen, mechanische Spannelemente, Wellengelenke und Riemenantriebe bereit. Im Bereich der mechanischen Kupplungen ist man mittlerweile sogar Marktführer in Österreich. Zurück zum großen Ganzen: Mit den getätigten Investitionen unterstreicht Lenze, wie wichtig der Standort Asten als Logistikzentrum und Tor zu den osteuropäischen Märkten für das Gesamtunternehmen ist. „Früher war es bei Lenze Usus, dass jede Auslandstochter ein eigenes kleines Logistikzentrum betreibt“, erinnert sich Christian Nuck. „Heute gibt es weltweit nur noch fünf Logistikzentren, drei davon in Europa - und eines davon hier in Asten! Diese Aufwertung unseres Standorts spiegelt die Bedeutung der rot-weiß-roten Niederlassung im internationalen Lenze-Verbund wider.“ Die Österreich- Tochter habe sich seit der Firmengründung 1971 jedenfalls bestens entwickelt und bilde seit jeher ein strategisch wichtiges Tor zum Osten ... (PJ) 34 LOGISTIK express Ausgabe 4/2012 www.logistik-express.com

Nachts geht die Post ab! In Leipzig/Halle befindet sich seit 2008 der größte Flugfracht-Umschlagplatz von DHL Express. Wenn anderswo die Lichter ausgehen, geht’s hier erst richtig los, rund 1.500 Tonnen Fracht werden hier täglich ein- und ausgeflogen – eine 24/7 Start- und Landeerlaubnis macht’s möglich. Logistik express blickte hinter die Kulissen. Redaktion: ANGELIKA THALER Ein Besichtigungstermin kurz vor Mitternacht ist zwar ungewöhnlich, aber wer einen Frachtflughafen bei vollem Betrieb sehen möchte, nimmt das gerne in Kauf – und wird belohnt mit einer beeindruckenden Leistungsschau. Bei einer Investitionssumme von 300 Millionen Euro und einer Fläche von zwei Millionen Quadratmetern kann sich der Airhub wirklich sehen lassen. Pro Werktag starten hier 55 oder mehr Flugzeuge vom Typ Boeing 757-SF, Boeing 767F, Boeing 777F (AeroLogic), Airbus A 300, Tupolew Tu-204 oder Turboprop Maschinen in 53 verschiedene Städte, darunter Athen, Bahrain, Barcelona, Billund, Bologna, Wroclaw, Brüssel, Budapest, Cincinnati (USA), Frankfurt, Genf, Helsinki-Vantaa, Hong Kong, Kiew, Kopenhagen, Linz, London Heathrow, Luxembourg, Lyon, Madrid, Moskau, München, New York-John F. Kennedy, Oslo, Ostrava, Paris, Prag, Riga, Rom-Ciampino, Seoul, Sharjah/VAE, Treviso, Toulouse, Turku, Vilnius und Warschau. Dabei werden rund 1.500 Tonnen Güter umgeschlagen. Helikopterblick So ruhig es tagsüber ist, so emsig ist es nachts. Wie die Ameisen wuseln die Mitarbeiter herum, um die Flugzeuge rasch zu ent- und beladen. Gut 3.000 Mitarbeiter gibt es an dem Standort, davon 74 Lehrlinge. Vom Network Control Center aus haben rund 20 Mitarbeiter die Prozesse im Griff. Es gibt ein automatisiertes Flugzeug-Leitsystem, aber alles andere überwachen aufmerksame Augen über unzählige Monitore, die im Halbdunkel flimmern. „Die Sendungen unserer Keyaccounts monitoren wir live“, erklärt Philippe Bauer, stv. Geschäftsführer und Security-Chef vor Ort. „Gibt es eine Unstimmigkeit, bleibt ein Zeitfenster von maximal 15 Minuten, um die dementsprechende Anfrage des Qualitätsmanagers zu beantworten und den Fehler zu beseitigen.“ Klotzen, nicht kleckern Einen Frachtflughafen komplett neu zu bauen, bringt unterschiedliche Vorteile. Man hat z.B. die Möglichkeit, nachhaltige Ideen ins Konzept einfließen zu lassen. „Mit der integrierten Kraft-Wärmekupplung decken wir nahezu den gesamten Energiebedarf für Elektrizität, Heizung und Kühlung ab. Hinzu kommen gut 1.000 m² Solarzellen auf dem Hangardach, wodurch wir die CO2-Emissionen um über 3.000 Tonnen reduzieren konnten“, zählt Bauer auf. Durch den Regenwassertank werden jährlich rund 3.000 m³ Trinkwasser eingespart. Im Inneren des Hubs befindet sich eine der größten Sortieranlagen Europas, realisiert durch Vanderlande Industries. 70 Millionen Euro hat sie gekostet, dafür bietet sie 6,5 km Fließbänder, auf denen stündlich bis zu 60.000 Pakete und 36.000 Dokumente sortiert werden. Die Halle ist 48.000 m² groß, 16 m hoch und beherbergt 260 Be- und Entladestellen für Luftfrachtcontainer. Rein und raus Kaum ist ein Flugzeug gelandet, werden die Frachtcontainer mittels beweglicher Hebebühne ausgeladen und zum Sortierzentrum transportiert. Mit Hilfe im Boden befindlicher kleiner Rollen ziehen die Mitarbeiter die bis zu 7 Tonnen schweren ULD-Container zur Entladestelle. Während Gefahrgut und schwere Ladungen separat abgewickelt werden, erfolgt hier die Trennung nach Paketen und Dokumenten. Vier Hauptbänder befördern die Packstücke ins Obergeschoss, ein Sechs-Seiten-Eingangsscanner sorgt für die Vorprogrammierung der Strecke durch die gesamte Anlage und den kürzesten Weg zur Zielrutsche. Dank Lichtschranken und Zwischenstopps kommt es zu keinen Kollisionen, Dokumente landen in eigenen Beuteln, die nach Zielflughäfen beschriftet sind. Schließlich gelangen die Sendungen in den Bela- EXPRESSLOGISTIK debereich – und hier fühlt man sich wie in einem überdimensionalen Tetris: „Das Ziel ist, so viel Gewicht wie möglich in jeden Container zu packen. Das bedeutet aber auch viele kleine Pakete und längere Ladezeiten“, weiß Bauer. Geschickt nimmt der Mitarbeiter die Pakete von der Rutsche – noch ein Kontrollscan, ob eh alles passt – und schlichtet sie sorgsam in den Container, so dass nicht die kleinste Lücke bleibt. Tetris eben. Und schon wird der volle Container wieder hinaus gerollt, wo ein Dolly ihn aufs Vorfeld bringen wird. Auf einer der 64 Parkpositionen wartet schon die gelbe Maschine – etwa 60 Prozent der Flotte gehören DHL. Damit denen nicht der Treibstoff ausgeht, steht gleich nebenan ein Tanklager mit 11 Millionen Litern Kerosin. DHL Express Österreich Bei solch einer Besichtigung dürfen natürlich auch Konzerninformationen nicht fehlen. „In Österreich haben wir aktuell 52 % Marktanteil, beim Dokumentenversand sind es sogar 75 %“, verkündet Ralf Schweighöfer, Managing Director bei DHL Express Austria. Rund 1.000 Mitarbeiter gibt es österreichweit in den 10 Niederlassungen, Standardpaket gibt es allerdings keines mehr – dafür wird das Thema Sicherheit großgeschrieben: „All unsere Mitarbeiter haben ausnahmslos ein zu 100 Prozent weißes Leumundszeugnis, das regelmäßig erneuert werden muss. Gerade beim Dokumentenversand haben Sicherheit und Vertrauen oberste Priorität.“ Es ist schon fast 2 Uhr nachts, Zeit, ins Hotel zurückzukehren. Und ich weiß schon, wovon ich träumen werde. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2012 35

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