Aufrufe
vor 7 Monaten

LE-4-2012

  • Text
  • Intralogistik
  • Transportlogistik
  • Jaklitsch
  • Express
  • Logistik
  • Unternehmen
  • Deutschland
  • Mitarbeiter
  • Europa
  • Beispielsweise
  • Nachhaltigkeit
  • Millionen
  • Entwicklung
  • Zeit
LOGISTIK express Fachzeitschrift

INFORMATIONSLOGISTIK Ich

INFORMATIONSLOGISTIK Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst ... Das könnten sich die Mitarbeiter im Logistikcenter der Michael Pachleitner Group in Nürnberg denken. Denn dank KiSoft Vision bekommen sie ihre Anweisungen und Informationen via Datenbrille direkt vors Auge. Eine Weltpremiere! Redaktion: ANGELIKA THALER Der Begriff „Augmented Reality“ spukt immer wieder durch die Medien, aber mit Kommissioniertechnologie bringen ihn wohl die wenigsten in Verbindung. Bei dieser „erweiterten Realität“ geht es um die computergestützte Erweiterung der Wahrnehmung, etwa durch das Einblenden von Zusatzinformationen. Mit KiSoft Vision hat sich die KNAPP AG diese Technologie zu Nutze gemacht: über eine Datenbrille mit See-through-Display erhält der Lagermitarbeiter sämtliche Informationen zum aktuellen Kommissioniervorgang. Aber es geht noch weiter, denn eine Mikrokamera über dem Display erfasst, was der Mitarbeiter sieht, und das System reichert das Bild mit Zusatzinformationen an. Reale Umgebung und optische Informationen verschmelzen. Gleichzeitig erfasst und überprüft KiSoft Vision die Serien- und Chargennummern in Barcodes und Datamatrix-Codes, wodurch Fehlkommissionierungen vermieden werden. Pfeile dirigieren den Mitarbeiter von Lagerort zu Lagerort. Mensch und Maschine Das optische Kommissioniersystem war für das Unternehmen, über das aktuell auch die neue Brillen- und Sonnenbrillen-Kollektion von Red Bull Racing Eyewear vertrieben werden, die ideale Lösung, bestätigt deren CFO Neil Lambert: „Wir wollten ein System, das die Flexibilität von Menschen mit der Sicherheit und Genauigkeit von Maschinen kombiniert. Wir haben viele Systeme geprüft und Vor- und Nachteile verglichen. Ein vollautomatisches System kam für uns nicht in Frage, da es bei über 70.000 verschiedenen Artikeln zu komplex und damit auch sehr kostenintensiv wäre.“ Nach ersten Tests zu Jahresbeginn seien alle Mitarbeiter erst sehr neugierig, dann richtig begeistert gewesen, mit den Brillen zu arbeiten. Warum optisch, und nicht sprachgesteuert oder mit Handscannern? „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mitarbeiter, die den ganzen Tag mit Pick by Voice arbeiten, am Abend daheim nicht mehr wirklich reden wollen. Außerdem gibt es so keine Sprachbarriere. Und bei Handscannern tut den Leuten irgendwann der Daumen weh. Besser, sie brauchen gar nichts zu halten“, erklärt Lambert pragmatisch. Echtbetrieb Bereits jetzt wird im Hintergrund mit den Brillen gepickt, geht es nach Lambert, geht das neue System am 24. November komplett in den Live-Betrieb – die weltweit erste Installation dieser Art. Insgesamt kommen dann 6 KiSoft Vision-Sets zum Einsatz, um das Personal bei Einlagerung, Nachschub und Kommissionierung zu unterstützen. Manuelle Picklisten gehören dann endgültig der Vergangenheit an. „In unserer Produktion herrscht ein sehr positives Betriebsklima, daher rechne ich mit keinen Problemen von Seiten der Mitarbeiter, wenn wir komplett umstellen“, sieht Lambert dem nahen Termin gelassen entgegen. Erst vor Kurzem hat die Michael Pachleitner Group eine Fabrik in Tschechien gekauft, und auch dort soll in weiterer Folge die revolutionäre Technik zum Einsatz kommen, wovon dann auch andere profitieren können: „Wir werden dort auch Logistikdienstleistungen für Dritte anbieten, nicht nur aus der Optikbranche“, verrät Lambert. Der Einsatz von KiSoft Vision eröffnet neue Dimensionen im Bezug auf Kommissionierqualität. Die rasante Entwicklung wichtiger Komponenten, wie des Displays, wird es schon bald erlauben, das System vor allem in Hinsicht auf Bedienbarkeit und Tragekomfort weiter zu optimieren. Und wer weiß, vielleicht ergeben sich neben dem Einsatz als manuelles Kommissioniersystem noch ungeahnte andere Anwendungsbereiche – KNAPP arbeitet daran, lassen wir uns überraschen. (AT) Neil Lambert 18 LOGISTIK express Ausgabe 4/2012 www.logistik-express.com

InformationsLogistik wie alles, was Rang und Namen hat: Deniba, Amer Sports, Blue Tomato, Fischer, Hervis, Intersport, Intersport Eybl, Löffler, Scott, odlo, Puma, Sport Aci, Tecnica-Group, Thalinger Lange und Sport 2000. „Das Ziel war und ist, alle Partner aus Industrie und Handel an einen Tisch zu bringen, um im Rahmen einer neutralen Plattform gemeinsam auf die Veränderungen des immer komplexer werdenden Marktes zu reagieren. Durch gemeinsam erarbeitete Prozesse wollen wir die logistischen Abläufe vom Rohmaterial bis zum POS für alle Beteiligten verbessern“, erläutert Peterlik. FOTO: ISTOCKPHOTO.COM Kaisers neue Kleider …hätten ganz anders ausgesehen, wenn es zu Hans Christian Andersens Zeiten schon GS1 Austria Standards für Mode, Sport & Textil gegeben hätte. Denn damit sinkt die Chance, plötzlich ganz „ohne“ da zu stehen, gegen Null. Redaktion: ANGELIKA THALER Die Mode-, Sport- und Textilbranche befindet sich im Umbruch: der Onlinehandel wird zunehmend zur Konkurrenz für klassische Handelsmodelle, Eigenmarken sind auf dem Vormarsch. Rohstoffpreise steigen, der Wille der Kunden zu höheren Preisen aber eher nicht – dafür fordern sie individualisierte Produktangebote, hohe Flexibilität, umfassenden Kundenservice und möglichst schnelle Kollektionswechsel. In dieser Situation kommt Hilfe gerade Recht – und die kommt von GS1 Austria in Form von modernen Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards. Kombiniert mit branchenspezifischen Lösungen verhelfen sie zu einer hohen Warenverfügbarkeit auf optimierter Verkaufsfläche, damit das Kundenherz höher schlägt und die Kundenbindung steigt. Was können Standards? Durch die Umsetzung der GS1 Standards lassen sich nicht nur Verkaufsfläche und Warenverfügbarkeit optimieren. „Verfügt ein Produkt über einen unserer Codes, ist es weltweit eindeutig zuordenbar“, bringt es Alexander Peterlik, Business Development Manager bei GS1 Austria, auf den Punkt. Gemeint ist dabei die GTIN (Global Trade Item Number), eine eindeutige Nummer, die in einem beispielsweise von Scanner-Kassen lesbaren EAN-13 Strichcode dargestellt wird. Das klingt unspektakulär, bringt aber viele Vorteile: sei es der Schutz vor Produktpiraterie oder Diebstahl, oder die Eröffnung neuer Vertriebswege. Peterlik: „Es gibt durchaus Versandhäuser, die ein Produkt ohne GS1 Strichcode nicht in ihr Sortiment aufnehmen – somit bleibt dieser Vertriebskanal verschlossen.“ Einheitliche Standards erleichtern auch das Leben vertikaler Partnerschaften und die Steuerung der Prozesse entlang der gesamten Lieferkette dank automatisiertem Informationsaustausch. Denn die damit verbundene klare Struktur der Stammdaten und die hohe Qualität ermöglichen die rasche Datenverarbeitung, wie es beispielsweise auch für die Gleichschaltung einzelner Filialen nötig ist. Weiteres Plus: eine Minimierung der Fehler im Vergleich zu manueller Bearbeitung. GS1 Austria Fashion Group In dieser 2008 gegründeten Branchenplattform, bestehend aus österreichischen und internationalen Unternehmen der Mode-, Sport- und Textilbranche, befindet sich so gut Mehrmals jährlich finden Treffen statt, um die Entwicklung gemeinsamer Standards voranzutreiben, wobei die GS1 Austria Fashion Group Unternehmen bei der Umsetzung neuer Konzepte, der Kennzeichnung der Waren, der Optimierung der Warenanlieferung und der Entwicklung von neuen Partnerschaften unterstützt. EDI Arbeitsgruppe Sportfachhandel Ausgehend von einem Projekt im Rahmen der GS1 Austria Fashion Group bei der Firma Huber Tricot zur Optimierung der logistischen Prozesse – ein Ablaufdiagramm veranschaulichte die Wertschöpfungskette in der Bekleidungsindustrie – gründete Projektleiter Peterlik die EDI (Electronic Data Interchange) Arbeitsgruppe Sportfachhandel. Ihr gehören neben führenden österreichischen Sportfachhändlern auch deren wichtigste Lieferanten an. In einem gemeinsamen Prozess wurden sieben EANCOM® Nachrichtenstandards zum Datenaustausch zwischen Industrie und Handel erarbeitet, die bereits seit Jänner 2012 erfolgreich im Einsatz sind. Diese umfassen die Anwendungsgebiete Artikelstammdaten (PRICAT), Bestellung (ORDERS), Bestellantwort (ORDRSP), Lieferavis (DESADV), Rechnungsstellung (INVOIC), Abverkaufsdaten (SLSRPT) sowie Inventurberichte (INVRPT). Papiernachricht ade In vielen Unternehmen ist momentan noch die papiergebundene Kommunikation mit Geschäftspartnern die Norm. Mit Hilfe der Nachrichtenstandards soll das allerdings in naher Zukunft der Vergangenheit angehören: „Die Nachrichtenstandards beschreiben, wie die Daten zwischen Geschäftspartnern dargestellt werden. Dabei kommt das EDI- FACT-Subset GS1 EANCOM ® 2002 zur Anwendung, das sich in den letzen 20 Jahren in der B2B Kommunikation in Europa bewährt hat“, führt Peterlik aus. Info: peterlik@gs1.at, www.gs1.at. (AT) www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2012 19

LOGISTIK express informiert

LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2018 Journal 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Special 1
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 4
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 3
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 2
LOGISTIK express Fachzeitschrift | 2017 Journal 1
LE-4-2016
LE-3-2016
LE-2-2016
LE-1-2016
LE-4-2015
LE-3-2015
LE-2-2015
LE-1-2015
LE-3-2014
LE-2-2014
LE-1-2014
LE-4-2013
LE-3-2013
LE-2-2013
LE-1-2013
LE-4-2012
LE-3-2012
LE-2-2012
LE-1-2012
LE-4-2011
LE-3-2011
LE-2-2011
LE-1-2011
LE-4-2010
LE-3-2010
LE-2-2010
LE-1-2010
LE-4-2009
LE-3-2009
LE-2-2009
LE-1-2009
LE-4-2008
LE-3-2008
LE-2-2008
LE-1-2008
OEQA-2018-2
OEQA-2018-1

© Copyright 2018 LOGISTIK express® Markus Jaklitsch. Alle Rechte vorbehalten.