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LE-4-2011

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LOGISTIK express Fachzeitschrift

TRANSPORT Mit

TRANSPORT Mit Gatewayverkehren Kosten und Nutzen optimieren Unzählige Waren strömen aus Asien nach Europa. Daher hat sich der international tätige Logistikdienstleister Logwin etwas Besonderes einfallen lassen: die Gateway-Verkehre. Intelligente Bündelungen versprechen kalkulierbare Laufzeiten, höhere Frequenzen, günstigere Tarife und simpleres Handling. Redaktion: ANGELIKA THALER „Wir bieten einen wöchentlichen LCL-Service von Asien nach Europa.“ Helmut Kaspers Ein typisches Beispiel für ein asiatisches Produkt, das in großer Zahl in Europa nachgefragt wird, sind Speicherkarten. Angenommen, ein Ukrainischer Computerhändler aus Kiew benötigt eine größere Anzahl von Speicherkarten eines chinesischen Produzenten mit Sitz in Shanghai, weil eine Sonderaktion bevorsteht und er das Lager auffüllen möchte. Nun muss er lediglich Logwin kontaktieren, und rund fünf Tage später kann er die Lieferung in Empfang nehmen. Von all den kleinen Zwischenschritten, bis es soweit ist, bekommt der Empfänger gar nichts mit. Doch was passiert hinter den Kulissen? Kaum beauftragt, kontaktiert Logwin den Produzenten und arrangiert umgehend den Transport der benötigten Menge an Speicherkarten von Asien nach Osteuropa. Die Logwin-Niederlassung in Shanghai bucht die verfügbaren Karten auf den Direktflug Shanghai – Wien und verlädt sie wohlverpackt gebündelt mit den Produkten anderer Versender für verschiedene Empfänger in Europa in eine Unit Load Device (ULD). Nach rund 24 Stunden landet die Maschine bereits in Wien, wo Logwin die einzelnen Waren nach Empfänger aufteilt und sich um die Importverzollung kümmert. Jetzt kontaktiert Logwin den Endempfänger, damit dieser beim ukrainischen Zoll die PP-Nummer (Vordeklaration) beantragt und bekanntgibt, damit sie auf den Transportdokumenten vermerkt werden kann. Dieser Prozess dauert mindestens 24 Stunden, dann ist es endlich soweit: Der LKW rollt mit den Speicherkarten von Wien nach Kiew, wofür er etwa zwei Tage braucht. Endziel erreicht, Übergabe an den Computerhändler. Bei solch zeitsensiblen Situationen verbindet Logwin Asien und Europa per Luftweg, denn wären die Karten per Schiff gereist, hätten sie etwa 34 bis 39 Tage länger gebraucht. Muss es jedoch nicht gar so schnell gehen, sind die Seefrachtgateways eine gute Alternative. Was ist Gateway? Wie schon der Name vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Transport-Prinzip auf der Strecke Asien – Europa um eine Schnittstelle, an der Sammelcontainer oder ULDs bereits in Asien entsprechend der Enddestination beladen werden. „Der Vorteil dabei ist, dass Entladung und Warenumschlag im Ankunftshafen oder Flughafen entfallen, so werden Zeit und Kosten eingespart“, verrät Helmut Kaspsers, COO Geschäftsfeld Air + Ocean bei Logwin. Die Verteilung erfolgt über ausgewählte regionalen Distributionszentren der rund 170 Logwin-Niederlassungen in Europa. 32 Stationen Für diesen Dienst stehen in Asien und Europa insgesamt 32 Gateway-Stationen zur Verfügung: In Bangkok, Guangzhou, Haiphong, Ho- Chi-Minh, Hong Kong, Jakarta, Kaohsiung, Keelung, Manila, Mumbai, Ningbo, Pusan, Shanghai, Shenzhen, Singapur und Xiamen sowie in Aschaffenburg, Basel, Berlin, Budapest, Linz, London, Madrid, Mailand, Mönchengladbach, Nürnberg, Paris, Prag, Salzburg, Stuttgart, Warschau und Wien. „Durch die Bündelung erzielen wir nicht nur bessere Frequenzen und Frachtraten, wir können auch fixe Abfahrts- und Laufzeiten garantieren“, nennt Kaspers weitere Pluspunkte. Prinzipiell kann man jegliche Güter so transportieren, ausgenommen sind nur Kühlware und Wertsendungen. Die Gateways in Wien und Linz Der Flughafen Wien ist der klassische Airfreight-Importgateway, durch die gute geographische Lage und die Autobahnanbindung gilt die Bundeshauptstadt schon länger als Tor zum Osten. 750 LKW stehen hier für Logwin in den Startlöchern zur termingerechten Auslieferung. „Die Importverzollung funktioniert hier rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, an 365 Tagen im Jahr“, ist Kaspers begeistert. Allerdings kann hier nur die Transitverzollung vollzogen werden, die Endverzollung erfolgt immer im Empfangsland. Innerhalb der EU hingegen ist die Fiskalverzollung (Endverzollung) bereits in Wien möglich. Ein vierköpfiges Import-Team kümmert sich in seinem Büro direkt am Flughafen um die reibungslose Abwicklung der Verkehre. In Linz wiederum befindet sich das Logwin Seafreight-Importgateway. Drei Logwin-Mitarbeiter wickeln im dort ansässigen Kompetenzzentrum die Seefracht Importe inklusive der Verzollung ab. „Wir bieten einen wöchentlichen LCL-Service von Asien nach Europa, wobei es eine Direktanbindung von Hong Kong und Shanghai nach Österreich gibt“, erzählt Kaspers. Doch egal ob nun per Schiff oder Flugzeug, getreu dem Motto „gemeinsam statt einsam“ können Kunden durch diese Sammelverkehre Zeit und Geld sparen, und darauf kommt es letztendlich an. (AT) 34 LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 www.logistik-express.com

Nischenanbieter für Expressfracht EXPRESSLOGISTIK Maschinenhersteller haben neben ihrem regelmäßigen Sendungsaufkommen meist auch ein kleines Expressfrachtaufkommen. Hier handelt es sich um Ersatz- und Serviceteile, die im Rahmen eines Garantievertrags respektive Service Level Agreements (SLA, Vereinbarung zum Dienstleistungsniveau) binnen 24- oder 48-Stunden weltweit zur Verfügung stehen müssen. In dieser Nische hat sich der Experte für Special Speed Logistics, time:matters, etabliert. Redaktion: URSULA SCHMELING Wenn Produktionsanlagen, teure medizinische und elektronische Geräte, Erntemaschinen oder Aufzüge in Hochhäusern still stehen, kann dies für den Hersteller oder Lieferanten teuer werden. Zum Reputationsverlust kommen Entschädigungszahlungen und vielleicht der Verlust von Folgeaufträgen hinzu. Wenn für Ersatz- und Serviceteillieferungen Standard- Expressdienstleister zu langsam sind, kommt time:matters ins Spiel. Das Neu-Isenburger Unternehmen bietet maßgeschneiderte Transportlösungen, inklusive „On-Board Courier Services“, für zeitkritische, wichtige Sendungen zu über 500 Zielen weltweit. Damit im Ernstfall trotz Entfernung das Teil rechtzeitig ankommt, macht time:matters zusammen mit dem Kunden eine Bedarfsanalyse und arbeitet Notfallpläne aus. Dabei sucht time:matters die umsatzstärksten respektive reparaturanfälligsten oder hochwertigsten Produkte heraus und analysiert die möglichen Transportrouten sowie Transportlösungen für jedes aufgestellte Gerät oder jede Maschinenanlage. Dadurch kann der Kunde seine Lagerhaltung vor Ort minimieren und trotzdem einen zuverlässigen, sehr schnellen Kundendienst - auch in schwierigen Märkten - anbieten. Nach jeder Sendung wird der Prozess erneut analysiert, um kontinuierlich Verbesserungen zu erzielen. Mehr als Geschwindigkeit Zwar ist jede Lösung maßgeschneidert, doch der Kunde profitiert von den von time:matters bereits aufgebauten schnellen Kanälen. Darüber hinaus erreicht er durch eine Haus- Haus-Lösung mit nur einer Schnittstelle und einem Ansprechpartner eine hohe Kosteneffizienz. Der Service von time:matters ist nicht billig, aber weitaus günstiger als Strafzahlungen im Rahmen von Service-Level-Agreements. „Das Markenversprechen des Kunden hat einen hohen Stellenwert. Unser Service ist nicht nur schnell, er schafft auch Vertrauen bei den Kunden unserer Kunden“, erläutert Bianca Ruprecht, Head of Sales Steering and Communications bei time:matters. time:matters arbeitet direkt mit Verladern, aber auch mit Spediteuren zusammen. Besonders der medizinische Bereich hat einen hohen Bedarf an Special Speed Services, ganz egal, ob es sich um Organspenden, Stammzelltransporte, pharmazeutische Proben oder Teile für einen Computer- oder Magnet-Resonanztomografen handelt. Zum Kundenportfolio von time:matters gehört beispielsweise die Nabelschnurblutbank VITA 34. Für sie hat der Logistiker zusammen mit dem Partner Der-Kurier ein spezielles Transportkonzept entwickelt. Innerdeutsche Lieferungen werden noch am gleichen Tag (sameday) per Bahn durchgeführt. Lieferungen aus Österreich werden per Flugzeug transportiert und erreichen so die Leipziger Labors binnen vier bis sechs Stunden. Auch der Landmaschinenhersteller John Deere und diverse Elektronikhersteller, einschließlich Texas Instruments, setzen „Unser Service ist nicht nur schnell, er schafft auch Vertrauen.“ auf das Know-how und die Expertise von time:matters. Darüber hinaus ist die Automobilindustrie ein regelmäßiger Kunde. So konnte kürzlich ein 100.000 Euro teurer Produktionsausfall in der Türkei in letzter Minute verhindert werden, weil die Ersatzteile per Passagierflug und Taxi noch am gleichen Tag die Fabrik erreichten. Für ein deutsches Automobilwerk konnte time:matters Kabelteile aus China schneller besorgen als jeder Expressdienstleister. „Gerade in der Ersatzteillogistik (Spare Parts und Service Logistik) sind wir besonders stark, wenn es sich um verkehrsinfrastrukturell schwierige Märkte wie beispielsweise (Süd-) Italien, Frankreich oder Skandinavien handelt. Unsere Mitarbeitenden gehen jeweils mit viel Herzblut an die Sache ran, um auch in fast aussichtslosen Fällen eine gute Kundenlösung zu finden. Aber wir entwickeln auch Special Speed Lösungen für einen zuverlässigen Kundenservice innerhalb Deutschlands, der Schweiz oder Österreich“, erklärt Bianca Ruprecht. (US) Bianca Ruprecht www.logistik-express.com LOGISTIK express Ausgabe 4/2011 35

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